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Ausgabe vom 17. August 2015



  • Google: Der Internetgigant legt das Wirtschaftsalphabet neu auf

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Google: Der Internetgigant legt das Wirtschaftsalphabet neu auf   


   

von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dass die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin für Innovation stehen, ist nichts Neues. Dass sie aber ihren Konzern komplett umkrempeln, das gleicht einem nie da gewesenen Jungbrunnen. Immerhin handelt es ich bei Google schon lange nicht mehr nur um die größte Suchmaschine der Welt, sondern um den größten Internet-Konzern schlechthin.

Das Kind braucht einen Namen - Google wird neu buchstabiert

Alphabet also heißt sie, die neue Dachgesellschaft, in der Google als eine – sehr wichtige – Beteiligung geführt wird. Gegründet, um den Experimenten und Investitionen in neue Technologiefelder eine bessere Heimat zu geben. An die Spitze des Gesamtkonzerns stellt sich dann Larry Page, Chef der Suchsparte Google wird der Inder Sundar Pichal. Für die Anleger soll die Sache stressfrei ablaufen: Die Google-Aktien werden einfach umbenannt und bleiben eins zu eins im Depot.

Sinn macht die revolutionäre Umstrukturierung allemal: Musste Larry Page im Alltagsgeschäft vor allem Egos bauchpinseln - von bedeutenden Werbekunden, die sich ein noch besseres Umfeld für ihre Anzeigen wünschten oder von Aktionären, die sich um die wachsenden Ausgaben von Google sorgten - konnte sein Mitgründer Sergey Brin sich von jeher interessanteren Themen widmen. Er hat sich stets mit faszinierenden Zukunftsprojekten beschäftigt: Selbstfahrende Autos, intelligente Drohnen, ewiges Leben.


Sorge um „versauerten“ Larry Page obsolet

Die Sorge, Page könne vom Alltagsgeschäft verschluckt worden sein, ist aber seit der Ankündigung der revolutionären Umstrukturierung obsolet. Denn es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Neuerfindung des Konzerns. Um den Umbau des größten Suchmaschinenanbieters zum Geschäftsmodell Innovation mit nahezu unbegrenztem Betätigungsfeld.

Die WirtschaftsWoche beschrieb die Neufirmierung gar als „quasi die inkorporierte Version von Friedrich Dürrenmatts Suche nach der Weltformel.“ Nicht zufällig heißt das neue Konstrukt Alphabet, geht es doch tatsächlich darum, „Wirtschaft“ neu zu buchstabieren.

„Man muss sich ein bisschen unwohl fühlen, um relevant zu bleiben", erklärt Page den Umbau, der keinesfalls aus der Not heraus erfolgt. Google zerlegt sich zunächst selbst, um dann durch eine neue Struktur Transparenz, Flexibilität und Innovationskraft zu sichern. Zukäufe werden nun einfacher, ebenso das Abspalten von Töchtern. Selbst Kartellauflagen lassen sich leichter erfüllen.


Neuauflage des Wirtschafsalphabets

Doch das sind nur die vordergründigen Folgen des Umbaus. Die Bedeutung des Schritts reicht viel weiter als die interne Reorganisation: Google ist längst das wichtigste Einzelunternehmen der Welt. Es geht schon lange nicht mehr um die Suche nach Internet-Informationen, sondern um die Integration verschiedener Marktzugänge.

Ob Calico in der Medizintechnik, der Thermostathersteller Nest beim Zugang in die Wohnungen oder das selbstfahrende Google-Auto: Die Zugkraft von Google legt sich schon länger quer über die unterschiedlichsten Branchen.


Vorbild weit über die Internet-Branche hinaus

Was Google tatsächlich tut, wird damit zum Vorbild weit über die Internet-Wirtschaft hinaus. Mit dem Umbau von Google zu Alphabet macht Page seinen Konzern folglich auch zum Lehrstück für andere Unternehmensriesen. Während andere Marktführer vor lauter Erfolg vergessen, sich zum richtigen Zeitpunkt zu hinterfragen, stellt sich Google im Zenit seines Erfolgs die Sinnfrage. Der Konzern aus Mountain View dürfte zur globalen Blaupause werden für andere Konzerne, die von angriffslustigen Jungunternehmen bedrängt werden und sich so ihre Flexibilität erhalten könnten.

Und lernen können wir hier alle was: „Erfinde dich rechtzeitig neu“, das ist die Kernaussage, die uns aus dem Silicon Valley erreicht. Dabei muss die Chefetage vor der Bildung solch mächtiger Konglomerate noch nicht einmal Angst haben. Denn auch in der neuen Holding behalten die Gründer Page und Brin ihre uneingeschränkte Macht. Warren Buffett lässt grüßen!


Alphabet allmighty – Warren Buffet lässt grüßen

An der Holding des 84-jährigen Star-Investors und Multi-Milliardärs, Berkshire Hathaway – Dachfirma zahlreicher namhafter Unternehmen -, hat sich Larry Page nach eigenem Bekunden orientiert. Schließlich gilt in der dynamischen Welt technologischer Innovation und Digitalisierung der Allmachtsanspruch eines Unternehmens als Garant für Fortschritt. Was soll da noch schiefgehen?

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Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Börsenwoche, die zwar nicht mehr ganz so zahlenlastig, aber sicher nicht minder spannend wird als die letzten Wochen.

Herzliche Grüße

Ihre

Martina Bisdorf

PS: Auch aus der Heimat gibt es gute Neuigkeiten: Deutschlands DAX-Konzerne haben beflügelt vom schwachen Euro ein Rekordquartal hingelegt. Der Umsatz der 30 Unternehmen des deutschen Leitindex stieg von April bis Juni zusammengerechnet um 11% auf 335 Mrd. Euro - ein Bestwert in einem zweiten Quartal. Der operative Gewinn (EBIT) legte um 10% auf den Rekord von 32 Mrd. Euro zu.




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Ihre BÖRSEN-SPIEGEL-Woche im Überblick  


Montag, 17. August 2015

Konjunkturdaten:
11:00 EU: Handelsbilanz 06/15
14:30 USA: Empire State Index 08/15
16:00 USA: NAHB-Index 08/15

Unternehmensdaten:

Europa:
Schweden: Hennes & Mauritz: Umsatz 07/15

Sonstige Termine:
09:30 Deutschland: RWE Deutschland nimmt seine erste Power-to-Gas-Anlage in Betrieb


Dienstag, 18. August 2015

Konjunkturdaten:
08:00 Deutschland: Erwerbstätigkeit Q2/15
14:30 USA: Baubeginne-/und genehmigungen 07/15

Unternehmensdaten:

Deutschland:

Wirecard: Q2-Zahlen (endgültig) (07:30)
Indus Holding: Q2-Zahlen (08:00)

Europa:
Schweiz: Lindt & Sprüngli: Halbjahreszahlen (07:00)
Österreich: Wienerberger: Halbjahreszahlen
Österreich: Flughafen Wien: Halbjahreszahlen und Verkehrszahlen 07/15
Österreich: Mayr-Melnhof: Halbjahreszahlen

USA:
Home Depot: Q2-Zahlen (12:00)
Wal-Mart: Q2-Zahlen (13:00)

Sonstige Termine:
10:30 Deutschland: Pk zur Vorstellung der Aral-Studie: "Trends beim Autokauf 2015"


Mittwoch, 19. August 2015

Konjunkturdaten:
10:00 EU: Leistungsbilanz 06/15
11:30 Deutschland: Anleihen; Laufzeit: 2 Jahre; Volumen: 5 Mrd Euro
14:30 USA: Verbraucherpreise 07/15
14:30 USA: Realeinkommen 07/15
16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)
20:00 USA: FOMC-Sitzungsprotokoll 28./29.7.

Unternehmensdaten:

Deutschland:
Dt. Annington: Q2-Zahlen (07:00)
Zooplus: Q2-Zahlen (07:30)

Europa:
Schweiz: Swisscom: Halbjahreszahlen (07:15)
Großbritannien: Imperial Tobacco: Q3 Interim Statement (08:00)
Großbritannien: Glencore: Halbjahreszahlen (08:00)
Österreich: Raiffeisen Bank: Halbjahreszahlen
Dänemark: Vestas: Halbjahreszahlen
Dänemark: Carlsberg: Halbjahreszahlen
Luxemburg: Gagfah: Halbjahreszahlen


Donnerstag, 20. August 2015

Konjunkturdaten:
08:00 Deutschland: Erzeugerpreise 07/15
Deutschland: Bundesfinanzministerium Monatsbericht 08/15
14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 USA: Verkauf bestehender Häuser 07/15
16:00 USA: Frühindikatoren 07/15
16:00 USA: Philly-Fed-Index 08/15

Unternehmensdaten:

Deutschland:

Schaeffler: Halbjahreszahlen
VTG: Q2-Zahlen
KfW Bankengruppe: Halbjahreszahlen
BayernLB: Halbjahreszahlen
Sixt: Q2-Zahlen

Europa:
Schweiz: Straumann: Halbjahreszahlen (06:30)
Österreich: Schoeller-Bleckmann: Halbjahreszahlen

USA:
Hewlett-Packard: Q3-Zahlen (22:00)


Freitag, 21. August 2015

Konjunkturdaten:
08:00 Deutschland: GfK-Konsumklima 09/15
09:30 Deutschland: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 08/15 (1. Veröffentlichung)
10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 08/15 (1. Veröffentlichung)
16:00 EU:  Verbrauchervertrauen 08/15 (vorläufig)
15:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/15 (vorläufig)

Unternehmensdaten:

USA:
FootLocker: Q2-Zahlen

Sonstige Termine:
EU: S&P Ratingergebnis für EFSF





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