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Ausgabe vom 09. Juli 2015



  • Pressespiegel: Die Gefahr kommt aus dem Reich der Mitte – Nicht aus Griechenland!   

     

 


Pressespiegel: Die Gefahr kommt aus dem Reich der Mitte – Nicht aus Griechenland!

 



   

von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie Ihnen mein Kollege Cliff Michel bereits am Dienstag an dieser Stelle berichtete, ereignen sich an der chinesischen Börse Dinge, die als wesentlich gefährlicher einzustufen sind, als der vielleicht unweigerlich bevorstehende Grexit. Deshalb greifen nun auch die Medien verstärkt den gefährlichen Crash im Reich der Mitte auf.

Gestern kam es dort regelrecht zum Absturz an den Börsen. Der Aktienmarkt in Shanghai öffnete um rund 7% niedriger, während die Börse in Shenzhen fast 5% tiefer lag. Alarmiert über diesen Einbruch leiteten die chinesische Zentralbank und Aufsichtsbehörden in Peking umgehend weitere drastische Maßnahmen ein, um sich gegen den Abwärtstrend zu stemmen. Inzwischen scheint sich die Markt-Panik im China dennoch drastisch auszuweiten.


Marktpanik in China greift um sich

Als Stützungsmaßnahmen wurden Hunderte Aktien vom Handel ausgesetzt. Zudem sollen weitere Kredite seitens der chinesischen Zentralbank den Börsenrutsch stoppen. So soll nach Angaben der Zentralbank mit Hilfe einer staatlichen Firma „reichlich Liquidität“ bereitstellt werden, um damit für Stabilität an den Märkten zu sorgen.

Vor allem aber muss die Regierung in Peking den hochnervösen Privatanlegern wieder Vertrauen einflößen. Denn im Gegensatz zu anderen Ländern wird in China der Börsenhandel von Privatpersonen dominiert.


Leichte Erholung ist noch lange kein Grund zum Durchatmen

Auf diese radikalen Maßnahmen der Regierung hin konnte der Kursverfall an den chinesischen Aktienmärkten heute vorerst aufgefangen werden. Sackte die Börse in Shanghai zum heutigen Handelsbeginn noch mehr als 3% in den Keller, lag sie im Verlauf nur noch leicht im Minus.

Aber aufgepasst: Das ist noch lange kein Grund zur Entwarnung, denn die leichte Erholung hat kein solides Fundament, sie kommt auf Krücken daher. Lesen Sie hier, was die Experten aus renommierten Finanz- und Börsenmagazinen zur Lage im Reich der Mitte zu sagen haben:


Das sagen die Experten:

WirtschaftsWoche
Vom 06.Juli 2015

Das Glück bleibt aus - Langfristige Bedrohung

„Auf dem heißgelaufenen Aktienmarkt geht es bergab - mit bedrohlichen Folgen für Chinas Volkswirtschaft und die Weltkonjunktur. Seit drei Wochen geht es steil bergab mit den Aktienkursen, und der SSE Composite ist seit Mitte Juni um gut 20% abgesackt. Millionen Chinesen mit teilweise geringem Vermögen haben in den Monaten des Booms die Börse als scheinbar sichere Geldvermehrungsanlage entdeckt. Wenn sie jetzt viel Geld verlieren, schlägt sich das unmittelbar auf die chinesische Realwirtschaft nieder. Bedroht sind darum die Pläne der Pekinger Führung, weiteres Wachstum auf verstärkte Binnennachfrage zu stützen. Bedroht ist darum die wirtschaftliche Stabilität der chinesischen Volkswirtschaft. Bedroht sind darum mittelfristig Exportvorhaben deutscher Unternehmen - und die Weltkonjunktur. Überdies erlaubte die Regierung erstmals auch Ausländern, auf dem Umweg über Hongkong in Shanghai oder Shenzhen zu investieren. Und weil das so war, gesellten sich die Zocker zu den ratlosen Sparern. Und wenn der Crash weitergeht, wird das die überfällige Reform des Finanzsektors und der Wechselkurspolitik weiter verzögern. Für an China interessierte Unternehmer klingt das bedrohlich.“


Zürcher Trend
Vom 07. Juli 2015

Implosion der chinesischen Börsen stellt die Griechenland-Thematik in den Schatten

„Die Versuche der chinesischen Regierung, in den Markt einzugreifen und ihn zu stützen, veranschaulichen, wie brisant Peking selbst das Thema einschätzt. Hier ist eine Spekulation seitens der Regierung buchstäblich schiefgelaufen und erzielt nun das Gegenteil des erwünschten Effekts. Peking wollte die Inlandsnachfrage und den Konsum dynamisieren, um die Abhängigkeit der Konjunkturdynamik von Immobilien, Infrastruktur und Investitionen zu mildern. Zu diesem Zweck befeuerte man eine Börsen-Hausse, um einen sogenannten Wohlstands-Effekt (wealth effect) zu erzeugen. Je reicher man sich fühlt, desto mehr gibt man aus. Die Börsen-Hausse spielte eine Schlüsselfunktion, die der Staat selbst anfachte. Bei einem Börsencrash läuft das Ganze in die andere Richtung. Insbesondere, wenn mit Kredit spekuliert wurde. Der Schock und die Abarbeitung danach sitzen so tief, dass das Konsumverhalten nachhaltig belastet wird. Deswegen ist der 30%ige Wertverlust der wichtigsten Indizes ein echtes Problem. Bei einem Börsencrash kommen nicht nur Anleger, sondern auch Banken und Broker unter die Räder. Kreditfinanzierte Börsenspekulationen hinterlassen auch faule Kredite, wenn sie nicht bedient werden.  Wir gehen davon aus, dass es in den nächsten zwei Quartalen zu einer signifikanten Verschlechterung der chinesischen Konjunkturzahlen kommt. Mehrere Verbände der Auto-Industrie haben in den letzten Tagen bereits gewarnt, dass der chinesische Markt eine historische Wende hin zu einem ,normalen Wachstum‘ vollzieht. Im Klartext heißt das, dass dieser Markt wegbricht. Ähnlich wird es bei sämtlichen anderen Industrien auch sein.“

Börse am Sonntag
Vom 05. Juli 2015

Gefährliches Spiel mit dem Feuer

„Aus der Blase am Aktienmarkt im Reich der Mitte wurde inzwischen reichlich Luft abgelassen. Zum Crash trugen Margin Calls bei. Wer mit dem Feuer spielt, darf sich nicht wundern, wenn er sich die Finger verbrennt. Eine Lektion, die nun auch chinesische Anleger erfahren. Sie hatten zum Großteil auf Kredit gezockt, was eine treibende Kraft der fast einjährigen Rally am chinesischen Aktienmarkt war. Solange die Kurse steigen, geht die Rechnung auf. Das Problem sind jedoch schnelle, große Rücksetzer. Sie können dazu führen, dass Broker ihre auf Kredit spekulierenden Kunden auffordern, neues Kapital zu hinterlegen, um die Sicherheitsleistung (Margin) zu erfüllen, was als Margin Call bezeichnet wird. Das kann mit frischem Geld geschehen. Oft werden jedoch bestehende Positionen glattgestellt und teilweise auch zwangsliquidiert. Der daraus resultierende Verkaufsdruck kann eine Kettenreaktion am Gesamtmarkt auslösen. Eine solche dürfte mit zu dem jüngsten Crash bei den chinesischen Aktienindizes beigetragen zu haben.“


„Ein Crash in China würde weltweit die Konjunktur erschüttern“ (WirtschaftsWoche)

Bedrohliche Situation – da rückt das „Griechenland-Theater“ fast in den Hintergrund (allerdings nicht für die Menschen dort). Stellen Sie sich allein die Auswirkungen einer geschwächten Konjunktur in der zweitgrößten Wirtschaftsnation der Welt für unsere Autoindustrie vor. Für diese war der China-Boom der wichtigste Markt! Es ist noch nicht lange her, da habe ich den Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer mit den Worten zitiert: „China ist und bleibt die Lokomotive für die heimische Autoindustrie.“

Ohne pessimistisch klingen zu wollen, aber das kann einem schon Angst machen. Umso mehr müssen Sie als Anleger jetzt darauf achten, Ihr Kapital in Sicherheit zu bringen, damit es möglichst unbeschadet und doch gewinnbringend diesen Tsumani übersteht, der da auf uns zukommen könnte.


Die Investition in Sachwerte bleibt der einzig reelle Vermögensschutz

Und hier ist nun ein tägliches akribisches Beobachten des Marktes und der Börsen notwendig. So schnell ändert sich dauernd etwas bei diesen Turbulenzen, denen die Börsen ausgesetzt sind. Können Sie das als Laie gewährleisten?

Ich kann Ihnen nur wärmstens empfehlen, das in diesen Zeiten erfahrenen Experten zu überlassen, die solche Entwicklungen mit glasklarem Verstand und dem nötigen Know-how verfolgen und für Sie einordnen. Es ist schließlich Ihr hart verdientes Geld, um das es geht.


Bringen Sie Ihr Geld rechtzeitig in Sicherheit!

Machen Sie es wie schon viele unserer Leser und vertrauen Sie auf unsere Experten Cliff Michel und Jürgen Schmitt, die mit ihrem Multi-Asset-Fonds MS Global One eine optimale Anlagelösung für Ihr Vermögen ins Leben gerufen haben. Durch die breite Diversifizierung der verschiedenen Anlage-Assets, die ich Ihnen an dieser Stelle schon häufiger erläutert habe, ist Ihr Kapital dort gut geschützt.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Herzliche Grüße

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Wenn Sie Fragen zum
MS Global One oder zu unseren aktuellen Sonderkonditionen haben, rufen Sie uns einfach an (0661) 480 499 0. Unser Fonds-Experte Herr Michel gibt Ihnen gerne Auskunft.





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