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Ausgabe vom 03. Juli 2015


  • Fahren Sie mit Autoaktien auf Gewinnkurs  



 

Fahren Sie mit Autoaktien auf Gewinnkurs  


   
   

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ehrlich gesagt, habe ich keine Lust mehr auf das Thema Griechenland. Wahrscheinlich geht es Ihnen ähnlich. Aber irgendwie lässt es uns nicht los. Kein Wunder, steht uns der Höhepunkt der Eskalation erst noch bevor. Denn am Sonntag findet das Referendum statt, bei dem die Griechen mit „Ja“ oder „Nein“, für oder gegen den Euro und Europa abstimmen. Bis dahin wird es keine neuen Verhandlungen geben. Alles liegt auf Eis.

Die Aktienmärkte haben Griechenland bereits eingepreist

Wir müssen uns also alle bis Montag gedulden und sehen, wie die Griechen abstimmen. Ob sich dann viel ändert, ist allerdings fraglich. An den Börsen scheint Griechenland weitgehend abgehakt zu sein.

Letzten Dienstag hatte ich Ihnen ja schon hier geschrieben, dass die Griechen ihr Geld seit Dezember 2014 systematisch von den Konten abziehen, um es unter der Matratze zu horten oder um damit zum Beispiel Gold zu kaufen. Viele Griechen halten aber anscheinend den Kauf eines neuen Autos ebenfalls für eine gute Option.


Griechen kaufen Autos

Nach Angaben des europäischen Automobilverbands (ACEA) verkauften die Autobauer 9.070 Neuwagen in dem krisengeschüttelten Land. Das ist der höchste Absatz seit beinahe vier Jahren. Toyota und Volkswagen belegen hier die Spitzenplätze. Aber auch Audi und Opel befinden sich unter den Top10.

Überhaupt ist es um die Autoindustrie gut bestellt. So konnte VDA-Präsident Matthias Wichmann auf der Halbjahres-Pressekonferenz, die gestern in Berlin stattfand, positive Nachrichten verkünden.


Der deutsche Automarkt boomt

So lief das erste Halbjahr für die deutschen Autobauer und Zulieferer erfolgreich. Selbst in Spanien und Italien, wo es lange Zeit schwierig war Autos an den Mann oder die Frau zu bringen, nehmen die Verkaufszahlen wieder zu. Wahrscheinlich aus den gleichen Gründen wie in Griechenland, aber das ist meine Meinung. Auch der deutsche Markt hat ein Plus von 5% erreicht.

Der deutsche Automarkt zieht weiter an. Im Juni machte er sogar einen kräftigen Satz. So stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar zweistellig um 13% auf 313.600 Fahrzeuge. Bei deutschen Marken betrug das Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar 15%.

Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Beschäftigungslage. So wurden im ersten Halbjahr 18.000 neue Mitarbeiter eingestellt. Insgesamt 785.100 Mitarbeiter produzieren in 2015 allein in Deutschland rund 5,7 Mio. Fahrzeuge. Das sind 2% mehr als noch im Vorjahr. Aus dem Ausland kommen noch einmal 9,8 Mio. neue Fahrzeuge hinzu.

Wissmann warnte jedoch davor, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Gerade jetzt in guten Zeiten müsse mit nachhaltiger Investitionstätigkeit der heimische Standort gestärkt werden und rasch Maßnahmen ergriffen werden, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit wieder zu steigern.
Für das Gesamtjahr rechne der Verband mit 3,1 Mio. neu zugelassenen Pkw, was einem Plus von 2% auf Jahressicht entspreche.


Auch in den USA steigen die Autoverkäufe auf ein 14-Jahres-Hoch

Auch in den USA brummt der Automarkt. Wenn es so weitergeht, wird die Branche dort in diesem Jahr erstmals seit 14 Jahren wieder mehr als 17 Mio. Wagen verkaufen.

Gerade bei Volkswagen läuft es wieder besser. VW hatte in den USA den Trend verpasst, die großräumigen bei den Amerikanern sehr beliebten SUVs, also Geländelimousinen, anzubieten. Das hatte sich gerecht und wird jetzt verstärkt. Aber auch der Golf war in letzter Zeit wieder beliebter. Im Juni verkauften die Wolfsburger in den USA 30.436 Fahrzeuge der Marke VW, ein Plus von 5,6% im Vergleich zum Vorjahr.

Schön, wenn es so rund läuft. Doch in seiner Halbjahres-Pressekonferenz betonte VDA-Präsident Matthias Wissmann, dass die deutsche Autobranche einen sehr genauen Blick auf China werfen sollte. Der Marktanteil der deutschen Hersteller betrage dort zwar mehr als ein Fünftel. Dennoch sei das Potenzial dort noch längst nicht ausgeschöpft.


VW richtet Strategie neu aus und sorgt für einen Coup

Für einen Coup sorgt hier jedenfalls VW. Denn die aktuellen Pläne gehören zur neuen Strategie des Konzerns. VW-Chef Winterkorn betonte im Interview mit der Bild am Sonntag man wolle, „mehr Verantwortung in die Marken und Regionen geben“. Volkswagen sei in den letzten Jahren in „ganz neue Dimensionen“ gewachsen. Darauf wolle man „reagieren und den Konzern schneller, flexibler und beweglich machen.“

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Ich wünsche Ihnen ein wunderschönes Wochenende und ein schattiges Plätzchen, wenn die Hitze zu groß wird.

Herzliche Grüße

Ihre
Cindy Ullmann

PS: Heute auf den Tag jährt sich übrigens der 80ste Geburtstag des VW-Käfer. Es war eine Auftragsproduktion der Nazis und begann mit einer Fehlzündung, da der eingebaute Motor nicht funktionierte. Aber schon 1950 rollten 82.000 Käfer von den Produktionsbändern und er wurde zu Deutschlands liebstem Kind. Erst 1985 wurde der letzte Käfer in Deutschland offiziell verkauft. Insgesamt liefen über die Jahrzehnte 21,5 Mio. Käfer vom Band.




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