Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 22. Juni 2015



  • So präsentiert sich die Haute Cuisine der Zukunft

  • Ihre BÖRSEN-SPIEGEL-Woche im Überblick
     



 


So präsentiert sich die Haute Cuisine der Zukunft  


   

von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber für mich und meine Familie ist das Wochenende auch immer Genusszeit. Da hat man endlich mal Muße, in Ruhe ein leckeres Essen zuzubereiten. Wenn es dann noch alle schaffen, zum Familienessen dazuzukommen, ist das Glück eigentlich perfekt.

Gemeinsame Mahlzeiten fördern das Zugehörigkeitsgefühl

In allen Kulturen rund um den Globus finden wir die Tradition des gemeinsamen Essens, das sowohl Gastfreundschaft als auch eine schöne Form der Zugehörigkeit ausdrückt. Besonders in den südlichen Ländern wird diese Lebensart noch weitgehend aufrechterhalten. Und, wer genießt es nicht, Familie und Freunde bei einem leckeren Essen mit einem guten Glas Wein um sich zu haben?

Wie ich finde, gehört auch das gemeinsame Kochen, vielleicht nicht mit allen, aber dann doch im kleinen Kreis, dazu. Genauso wie das sorgfältige Auswählen und Besorgen der Zutaten. Ein gutes Stück Fleisch vom ortsansässigen Metzger, zurzeit sicher gerne Spargel vom „Häuschen“ nebenan und frische Kräuter aus dem Garten…


Vorgeschmack auf die Zukunft – „Internet der Dinge“ erobert unsere Küchen

Da weiß ich nicht, ob ich es so gut finde, dass demnächst Roboter unsere Küchen und Essgewohnheiten erobern sollen. Jedenfalls geht der Trend eindeutig dahin. Denn in unserer schnelllebigen Zeit muss ja alles optimiert und perfekt getimt werden…

Nun, ob wir es wollen oder nicht, die Küche von morgen kauft selbst ein, spricht mit uns und zaubert Essen wie ein Sternekoch. Das „Internet der Dinge“ macht's möglich.

Die ersten Vorreiter gibt es schon. So zum Beispiel der Brite Mark Oleynik. Wenn dessen Leibkoch einen Fehler macht, ist der nicht etwa amourös verwirrt. Nein, er ist einfach nur falsch programmiert! Denn Oleynik ist Gründer des britischen Start-ups Moley Robotics. Und der Koch in seinem Londoner Labor ist kein Mensch, sondern ein Roboter.


Keine verliebten Köche – Keine versalzenen Suppen…

Zwei Arme aus Stahl und Kunststoff hängen dort in einer Küchenzeile über dem Herd. Fingerfertig wirbeln sie mit Pfannen und Schneebesen, Flaschen und Messbechern. Behände fassen die Greifer nach Schälchen mit Butter, Zwiebeln und Tomaten, geben Zutaten in den Topf, rühren und füllen am Ende die Suppe mit der Kelle auf die Teller.

„Hier", so ist Oleynik überzeugt, „entsteht die erste vollautomatische Küche." Um seinem Küchenlehrling die Fertigkeiten eines Sternekochs beizubringen, lädt er regelmäßig Profis in sein Kochlabor. Jeden ihrer Handgriffe filmt der Ingenieur dabei mit 3-D-Kameras, digitalisiert sie und überträgt die Zubereitungsschritte schließlich auf die Roboterarme. Die imitieren später aufs Genauste jede Bewegung. Zusätzlich sollen sie per Kamera erkennen, wo welche Zutat auf der Arbeitsfläche bereitliegt. Der Automat, versichert sein Erfinder, greife sich bald sogar Zutaten aus dem Kühlschrank und schnibbele Gemüse mit dem Messer.


… Kulinarisches aus Computerhand – Eine Vorstellung, die nicht jedem schmeckt

Schon 2017 will das Start-up-Unternehmen den ersten Robo-Koch auf den Markt bringen, inklusive Herd, Mikrowelle und Küchenzeile. Die erste Version soll 72.000 Dollar kosten. Doch schon ein Jahr später hofft der Designer die Technik dank des Preisverfalls bei Elektronik und Robotik für 15.000 Dollar anbieten zu können. Das wäre kaum teurer als mancher analoge High-End-Kochtempel von heute.

Per Handy-App lädt der Gourmet dann Rezepte herunter wie andere heute Popsongs. Und seinen Live-Test hat der Robo-Koch auch schon bestanden: Auf der Hannover Messe im April dieses Jahres servierten Oleyniks Robo-Arme Besuchern automatisch zubereitete Suppe.


Trend zum vollautomatisierten Genuss ist kaum zu stoppen

Auch wenn das nicht jedermanns Geschmack ist, der Trend geht laut Expertenaussagen eindeutig zur Robo-Versorgung. Rund um den Herd gibt es derzeit so viele digitale Innovationen wie lange nicht. Das „Internet der Dinge“, die digitale Verschaltung elektronischer Geräte mit den weltweiten Datenströmen, macht sich - nach Büro, Wohnzimmer und Produktion - nun auch in der Küche breit.

So glaubt Boo-Keun Yoon, Co-CEO des südkoreanischen Elektronikriesen Samsung, dass spätestens 2020 alle unsere Hausgeräte vernetzt sein werden. In diesem Topf wollen natürlich viele rühren:


Vom neuen Küchenboom wollen viele kosten

Gerade erst hat der schwedische Möbelriese Ikea einen Vorgeschmack auf die High-Tech-Küche der Zukunft gegeben. Das Designerstück voller vernetzter Küchenelemente reicht von der interaktiven Displaytischplatte bis zu modularen Kühlboxen, die den Eisschrank ersetzen.

Vom Einkaufen über die Vorratshaltung bis zum Zubereiten verändern sich wohl bald die Zutaten in der Küchenwelt. Liefern lassen statt über den Wochenmarkt gehen, das ist eines der neuen Credos. Den passenden Bestellknopf zum Ankleben an Küchenmöbel oder Türrahmen hat der Online-Händler Amazon schon entwickelt.


Vorkochen und einfrieren war gestern – Wunschmenü auf Knopfdruck ist heute

Die Küche von morgen verspricht unsere Ernährung gesünder zu machen und den Genuss vielseitiger denn je - sofern wir uns darauf einlassen, dass bald sogar der Herd Daten ins Internet spielt. Da ist natürlich Platz am Tisch für alle möglichen Unternehmen. Das reicht von der IT- bis zur Ernährungs- und Gesundheitsbranche. Alle, die diesen Trend nicht verschlafen, können davon satt werden.

Man mag darüber denken wie man will. Auch wenn durch solche technischen Neuerungen meist viel Geschmack verloren geht, so sind sie erfahrungsgemäß nicht aufzuhalten, wenn der Herd erst einmal eingeschaltet ist…

Mit diesem Vorgeschmack auf die Sterneküche von morgen wünsche ich Ihnen „bon appetit“ und einen guten Start in die neue Börsenwoche.

Herzliche Grüße

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Während die neue Liste mit Reformvorschlägen aus Athen den Börsen zum Wochenstart Aufschwung verliehen hat, blickt die Welt heute Nachmittag gespannt nach Brüssel, wo sich die EU-Finanzminister zum „Final Countdown“ der Griechenland-Krise treffen. Schauen Sie derweil heute Nachmittag gespannt in die neue Ausgabe des
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Ihre BÖRSEN-SPIEGEL-Woche im Überblick



Montag, 22. Juni 2015

Konjunkturdaten:

14:30 USA: CFNA-Index 05/15
16:00 USA: Verkauf bestehender Häuser 05/15
16:00 EU: Verbrauchervertrauen 04/15 (vorläufig)
Deutschland: Bundesfinanzministerium Monatsbericht 05/15

Sonstige Termine:
10:00 Luxemburg: Treffen der EU-Finanzminister
10:30 Deutschland: Pk Institut der deutschen Wirtschaft Köln zu Folgen der Niedrigzinsen auf Ungleichheit und Altersvorsorge

Hinweis:
China: Feiertag, Börse geschlossen


Dienstag, 23. Juni 2015

Konjunkturdaten:
09:30 Deutschland: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 06/15 (1. Veröffentlichung)
10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 06/15 (1. Veröffentlichung)
14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 05/15
15:00 USA: FHFA-Index 04/15
15:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/15 (vorab)
16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 05/15

Unternehmensdaten:

Deutschland:
Rocket Internet: Hauptversammlung, Berlin (10:00)

Europa:
Großbritannien: Air Berlin: Hauptversammlung, London 12:00
Niederlande: Qiagen: Hauptversammlung

Welt:
Kanada: Blackberry: Q1-Zahlen (13:00)

Sonstige Termine:
09:30 Deutschland: Fortsetzung im Prozess gegen Jürgen Fitschen, Co-Chef der Dt. Bank, und weitere Ex-Manager wegen versuchten Betrugs im Kirch-Verfahren, München
Brüssel: Ablauf der Gültigkeit von EU-Sanktionen, die infolge von Russlands Annexion der Krim erlassen wurden


Mittwoch, 24. Juni 2015

Konjunkturdaten:
10:00 D: ifo-Geschäftsklima 06/15
14:30 USA: BIP Q1/15 (3. Veröffentlichung)
16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

Unternehmensdaten:

Deutschland:
LEG Immobilien: Hauptversammlung, Düsseldorf (10:00)

Europa:
Österreich: Zumtobel: Jahreszahlen
Großbritannien: Stagecoach: Jahreszahlen

USA:
Monsanto: Q3-Zahlen

Sonstige Termine:
10:30 Deutschland: Symposium zu „Schulden - Wirtschaftliche, politische und moralische Konsequenzen" Veranstalter sind das Institut für bankhistorische Forschung, die Dt. Bundesbank und das House of Finance - u.a. mit EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio, Frankfurt
Frankreich: EU-Parlament nimmt Stellung zur wirtschaftspolitischen Steuerung nach der Schuldenkrise. Es geht auch um Koordinierung der Staatshaushalte, Straßburg


Donnerstag, 25. Juni 2015

Konjunkturdaten:
08:00 Deutschland: GfK-Konsumklima 07/15
14:30 USA: Persönliche Einkommen und Ausgaben 05/15
14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

Unternehmensdaten:
Patrizia Immobilien: Hauptversammlung, Augsburg (10:00)
TLG Immobilien: Hauptversammlung, Berlin (10:00)

Europa:
Schweden: Hennes & Mauritz: Q2-Zahlen

Sonstige Termine:
08:15 Deutschland: Europa-Tagung des internationalen Bankenverbandes IIF u.a. zum Thema Konjunktur/Wachstum (bis 26.06.2015)
Deutschland: Schlichtung des Tarifkonflikts von Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und Deutscher Bahn endet heute.
17:00 B:Beginn EU-Gipfel (bis 26.6.2015)


Freitag, 26. Juni 2015

Konjunkturdaten:
08:00 Deutschland: Statistisches Bundesamt: Außenhandelspreise 05/15
08:00 EU: Acea: Nfz-Neuzulassungen 05/15
10:00 EU: EZB Geldmenge M3 05/15
16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 06/15

Unternehmensdaten:

Deutschland:
Hornbach: Q1-Zahlen (07:00)

Europa:
Großbritannien: Tesco: Q1 Interim Statement und Hauptversammlung (08:00)

Welt:
Russland: Gazprom: Hauptversammlung, Moskau

Sonstige Termine:
08:15 Deutschland: Europa-Tagung des internationalen Bankenverbandes IIF u.a. zum Thema Konjunktur/Wachstum (bis 26.06.2015) u.a. mit Commerzbank-Chef
Brüssel: Abschluss EU-Gipfel
EU: S&P Ratingergebnis für Frankreich
EU: Moody's Ratingergebnis für Deutschland und Österreich 





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