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Ausgabe vom 12. Juni 2015


  • Grexit am 30. Juni 2015 - Oder was wir von Japan lernen können 




Grexit am 30. Juni 2015 -
Oder was wir von Japan lernen können  



von Cliff Michel
Chefredakteur Smart Money Investor
                                                                     
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

jetzt scheint der Grexit doch schneller zu kommen, als noch vor wenigen Tagen erwartet. Gerade erst wurden die Gespräche zwischen Griechenland und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen unüberbrückbarer Differenzen abgebrochen.

Bundesregierung plant Grexit

Angeblich ist es sogar schon so weit, dass sich die Bundesregierung laut BILD-Zeitung (Man kann über die BILD-Zeitung sagen was man will, aber bei solchen Schlagzeilen ist sie stets bestens informiert), bereits auf einen Staatsbankrott Griechenlands vorbereitet. So gibt es wohl konkrete Beratungen, was im Falle einer Pleite Griechenlands zu tun sei.

Bei einer möglichen Zahlungsunfähigkeit sei es geplant, Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland einzuführen. Außerdem wird ein Schuldenschnitt angedacht. Einen konkreten Plan habe die Bundesregierung aber nicht, so die BILD. Aber ein Datum für den Grexit stehe wohl schon fest. Es soll der 30. Juni sein. Es wird also spannend.


Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich persönlich würde es begrüßen, wenn es endlich zu einer Entscheidung kommen würde. Ganz gleich wie diese Entscheidung ausfällt. Dieses Hin und Her führt sicher zu keinem sinnvollen Ergebnis und macht die Sache am Ende eher schlimmer.

Dass ein Grexit auch an Ihrem Depot nicht spurlos verbeigehen wird, ist klar. Sicher möchten Sie jetzt konkrete Tipps von mir, wie Sie sich am besten verhalten sollten. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass ich akute Handlungsempfehlungen nur meinen Lesern des Smart Money Investor vorbehalten möchte.


In Japan geht die Sonne wieder auf

Damit möchte ich zu einem anderen Land kommen, das ebenfalls durch das Tal der Tränen gegangen ist: Japan.

Ich erinnere mich noch gut an meine Studienzeit. Da gab es eigentlich nur eine Nation weltweit, die als Vorbild für wirtschaftlichen Fortschritt galt, nämlich Japan. Wie viele deutsche Manager sind damals nach Japan gereist, um sich über die Wundermethode „Kaizen“ (das Streben nach ständiger Verbesserung) zu informieren? Ich weiß noch, wie ich mit Interesse die Bücher zu diesem Thema gelesen habe.


Doch was machte Japan so erfolgreich?

Es war die enge Zusammenarbeit zwischen Staat und Industrie, strebsame Mitarbeiter, die Beherrschung von Hightech, ein großes Augenmerk des Staates auf Ausbildung und ein vergleichsweise geringes Verteidigungsbudget (1% des Bruttoinlandprodukts).

Das alles hat Japan geholfen, Deutschland 1968 zu überholen und hinter den USA sowie der Sowjetunion die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt zu werden. Von da an verzeichnete Japan über drei Jahrzehnte hinweg durchgehend ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 10% in den 1960ern, durchschnittlich 5% in den 1970ern und 4% in den 1980ern.


Japans Wirtschaft boomte

Nach dem Plaza-Abkommen 1985 floss in Erwartung einer Yen-Aufwertung spekulatives Kapital nach Japan und setzte dort eine Spirale in Gang: Aktienmarkt und Immobilienpreise zogen an, in Erwartung weiterer Spekulationsgewinne wurden Immobilien beliehen und das Kapital in Aktien investiert.

Der Yen-Kurs stieg tatsächlich und verdoppelte sich im Zeitraum von nur etwa einem Jahr. Eine Spekulationsblase entstand. Japanische Unternehmen hatten nun sehr viel Kapital zur Verfügung, das teilweise zur Akquisition von Unternehmen außerhalb Japans, vor allem in den USA, verwendet wurde.


Die Blase platzte und setzte dem Boom ein Ende

Doch es kam, wie es kommen musste. Die Blase platzte und setzte dem jahrelangen Boom ein Ende. Die Immobilienpreise fielen um drei Viertel, die Aktienmärkte stürzten ab und Banken saßen auf ihren faulen Krediten, deren Höhe die des Wertes der hinterlegten Grundstücke und Gebäude überstieg.

Faktisch waren viele Banken und Unternehmen durch Insolvenz bedroht, diese wurde jedoch oft nicht vollzogen beziehungsweise durch künstliche Überbewertung von Vermögenswerten über Jahre verschleppt.


Jahrelang versuchte Japan der Deflationsspirale zu entkommen

In den 1990ern befand sich Japan in einer Deflationsspirale, wodurch einerseits die Binnennachfrage schwach blieb, andererseits der relativ stabile Yen-Kurs eine Erholung über den Export verhinderte. Die Zentralbank Japans versuchte vergeblich, durch ihre jahrelange Nullzinspolitik Investitionsanreize zu setzen.

Im Jahr 2013 wurde Shinzo Abe zum japanischen Premierminister gewählt. Seitdem versuchen seine Regierung und er die Wirtschaftskrise Japans mithilfe von Konjunkturprogrammen, wie hohen Staatsausgaben, einer lockeren Geldpolitik und tiefgreifender Strukturreformen, anzukurbeln. Diese Politik der Regierung Shinzo Abes nennt man auch „Abenomics“. Zusammengesetzt aus den Wörtern „Abe“ und „economics“.


Nippons Wirtschaft wächst überraschend stark

Langsam scheint die Politik zu fruchten und es einen Lichtblick im dunklen Tunnel zugeben. Denn Japans Wirtschaft wächst wieder stärker als erwartet. Dies teilte die Regierung in Tokio mit.
So wuchs die Wirtschaft von Januar bis März 2015 im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um 1,0%. Aufs Jahr hochgerechnet klettert das Bruttoinlandsprodukt damit um 3,9%. Der Grund: Japans Firmen investierten mehr als gedacht. Einen schwarzen Fleck gibt es jedoch immer noch. Die Japaner konsumieren so wenig wie seit zehn Jahren nicht mehr.


„Was wir jetzt brauchen, ist eine positive Einstellung, Überzeugung und Zuversicht“, Haruhiko Kuroda, japanische Zentralbank

Natürlich wirken sich diese Entwicklungen auch positiv auf die japanische Börse aus. Aber es ist wie so oft an der Börse, einige Unternehmen performen besser als andere. Hier kommt es darauf an, die richtigen Unternehmen herauszupicken.

So profitieren Sie vom japanischen Frühling

Wegen der oben genannten Entwicklungen darf ein japanisches Unternehmen natürlich auch nicht im Smart Money Investor fehlen. Erst diese Woche habe ich hierzu ein ausführliches Update verfasst. Denn dieses Unternehmen vollzieht gerade eine lupenreine Turnaround-Story. So konnte sich die Aktie von ihrem absoluten Tiefpunkt bei 4 Euro bereits wieder verdreifachen.

Wie, fragen Sie? Dieses Unternehmen hat dem heiß umkämpften Markt der Unterhaltungselektronik den Rücken zugekehrt und konzentriert sich jetzt ganz bewusst auf aussichtsreiche Nischenfelder.

Ich verrate Ihnen nur so viel: Dieses Unternehmen könnte zum eigentlichen Champion im Chancenmarkt Speicherbatterien avancieren.


Setzen Sie mit diesem Unternehmen auf den aussichtsreichen Chancenmarkt Speicherbatterien 

In der aktuellen Ausgabe des Smart Money Investor erfahren Sie alle wichtigen Informationen zu diesem Unternehmen. Nur so viel, ich habe das Kursziel wegen der guten Aussichten gerade auf 18 Euro nach oben gezogen. Hier ist also noch einige Musik drin. Noch ist die Aktie günstig. Bestellen Sie jetzt den Smart Money Investor zum günstigen Kennenlernpreis von 29 Euro (anstatt 149 Euro) für 3 Monate und testen Sie ihn auf Herz und Nieren.

Ich wünsche Ihnen ein wunderbares sonniges Wochenende.

Herzliche Grüße

Ihr
Cliff Michel

Chefredakteur Smart Money Investor

PS: Am 19. Juni setzen Jürgen Schmitt und ich unsere Roadshow „MS Global One – Vermögensaufbau in sicheren Händen“ fort. Dieses Mal geht es nach Stuttgart, ins Hotel Maritim. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Ich würde mich freuen, Sie dort persönlich begrüßen zu dürfen. „First come, first served“, melden Sie sich bitte noch heute an, um sich Ihren Platz zu sichern. Meine Kollegin Martina Bisdorf freut sich auf Ihren Anruf unter
(0661) 480 499 0 oder Ihre E-Mail an
Martina.Bisdorf@boersenspiegel.com.


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