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Ausgabe vom 09. Juni 2015


  • CD war gestern – Heute wird „gestreamt“   


 

CD war gestern – Heute wird „gestreamt“

   

   

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

hören Sie gerne Musik? Soweit ich mich erinnern kann, lief bei uns zu Hause immer Musik. Wenn auch etwas einseitig. Denn ich erinnere mich noch gut daran, wie mein Vater uns Kindern immer verbot, auch nur in die Nähe seines Plattenspielers zu kommen. Sicherheitshalber hat er uns sogar mit den Worten „hier könnt ihr eure Platten spielen“, einen eigenen ins Zimmer gestellt.

Schallplatten waren fast ein Heiligtum

Ja, es glich fast einem Heiligenkult, wenn mein Vater Musik hörte. Jedes Mal machte er Nadel und Platte penibel sauber. Dann legte er die Platte, die er natürlich fast nicht berührte, in einer Art feierlicher Zeremonie auf den Plattenspieler. Klar war, es durften nur seine Platten abgespielt werden. Wie ernst es ihm damit war, erfuhr ich, als ich einmal auf die Idee kam, „Biene Maja“ auf seinem Heiligtum zu abzuspielen. So laut hatte er noch nie geschrien.

Und jetzt? Jetzt steht sein Plattenspieler samt aller Platten schon seit vielen Jahren im Keller und staubt mehr und mehr ein.


Vinyls sind retro, CDs out und Music-Download überholt

Denn als 1988 die CDs boomten, war es mit dem Plattenkult schnell vorbei. Mein Vater machte es den Plattenläden gleich und ersetzte alle Titel durch CDs. CDs hört er heute übrigens immer noch, denn mit dem neumodischen Kram" wie Musik-Download und Streaming-Diensten will er nichts zu tun haben.

Doch auch wenn mein Vater bei den CDs hängen geblieben ist, entwickelt sich die Musikindustrie zwangsläufig immer weiter. Denn seit dem Jahr 2000 durchlebten die Plattenfirmen eine schreckliche Zeit. Ihr Umsatz schrumpfte um 40%.


Streaming-Dienste sind der Markt der Zukunft

Zumindest hofft die Musikindustrie darauf. Bei diesen Diensten wird die Musik nicht auf CD gekauft oder als Datei heruntergeladen, sondern zu einem monatlichen Festpreis aus dem Netz übertragen.

Seit zwei Jahren nun scheint die Abwärtsbewegung der Plattenfirmen dank der Streaming-Dienste gestoppt. So hat Warner Music im April bekanntgegeben, dass der Umsatz mit Musik-Streaming die Erlöse aus Musik-Downloads im ersten Quartal 2015 überholt hat.

Deutschland ist im internationalen Vergleich noch ein digitales Schwellenland. Immer noch stammen hierzulande zwei Drittel des Gesamtumsatzes aus dem CD-Verkauf. In den USA waren es 2014 nur 27%, in Schweden weniger als 20%.


Die Schweden sind mit 80% Umsatzanteil die Könige des Streaming

Apropos Schweden, im Mutterland von Spotify werden Streaming-Dienste am häufigsten genutzt. Hier hat Streaming einen Umsatzanteil von mehr als 80%.

In Deutschland ist man davon wie gesagt noch weit entfernt. 2013 lag der Streaming-Anteil am Musikumsatz lediglich bei 4,7%. Doch schon 2014 verdoppelte er sich fast auf 8,2%. Der Bundesverband Musikindustrie prognostiziert für 2019 einen Anteil von 24%. Auch die Zahl der Streaming-Nutzer soll in Deutschland von bislang 11 auf dann 22 Mio. Menschen steigen. Es wird also ein stetiges Wachstum erwartet.




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BNP Paribas präsentierte:
"Rendevous mit Harry"

DAX im Pokerfinale.Harald Harry Weygand, Top-Trader von godmode trader, hielt sich in der wöchentlichen Sendung "Rendezvous mit Harry" vom Montag, angesichts der sich zuspitzenden Situation rund um Griechenland zurück. Zumindest beim DAX. Chancen sieht er indessen beim TecDAX. Noch mehr Bewegung scheint sich auf dem Feld der Währungen zu ergeben.

Nach den Wahlen in der Türkei war und ist die Türkische Lira im Blickpunkt. Außerdem bleibt es spannend zu sehen, wie sich der japanische Yen gegenüber dem US-Dollar und dem Euro entwickelt. Fast traditionell ging es auch um Apple.

Am Ende der Sendung, die von
Grégoir Toublanc und, in der Funktion des Moderators fungierend, Volker Meinelbegleitet wurde, ging es um den Goldpreis. Seit Wochen zeigt der Chart seitwärts. Tendenz unklar. Die nächste Sendung von  findet am Montag, 15. Juni um 19 Uhr statt.






„Streaming hat den Musikmarkt revolutioniert", Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder

Immerhin 40% der deutschen Internetnutzer hören laut einer Studie des Branchenverbands Bitkom Musik über Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer, Simfy und viele andere. Dabei liegen Spotify und Deezer mit vier von zehn Internetnutzern weit vorne.

Vor allem bei jüngeren Internetnutzern sind die Streaming-Angebote beliebt. 53% der Befragten 14- bis 29-Jährigen hören so Musik. Unter den 30- bis 49-Jährigen nutzten etwa 39% die Streaming-Dienste, bei den 50- bis 64-Jährigen ist es etwa jeder Vierte (28%), bei den über 64-Jährigen immerhin jeder Siebte (15%). Etwa jeder fünfte Nutzer (19%) zahlt laut Bitkom für das Musik-Streaming. Die Mehrzahl nutzt kostenlose Angebote, bei denen zwischen den Liedern Werbespots laufen.


Mehrzahl der Nutzer greift auf kostenloses Angebot zurück

Und hier liegt auch das Problem der Streaming-Dienste. Denn z.B. nur jeder vierte Spotify-Kunde nutzt die Premium-Variante und zahlt eine Abo-Gebühr. Der Großteil nutzt die werbefinanzierte Kostenlos-Variante.

Auch deshalb macht Spotify nicht den großen Reibach. Denn im vergangenen Jahr hat Spotify trotz eines Umsatzes von mehr als 1 Mrd. Euro einen Verlust in Höhe von 165 Mio. Euro eingefahren und steckt daher tief in den roten Zahlen. 

Es ist also nicht alles Gold, was glänzt. Hoffnung kommt jetzt von einem Unternehmen, dass die Musikindustrie vor knapp 15 Jahren schon einmal revolutioniert hat. Nämlich mit einem MP3-Player namens iPod und dem iTunes Store.


Apple Music – „One more thing“

Sie wissen schon, von wem ich rede. Es ist Apple. Auch Apple hat mit rückläufigen Umsatzzahlen im iTunes-Store zu kämpfen. Der Trend zum Streamen ist einfach größer. Es wurde ja schon lange gemunkelt, dass Apple einen eigenen Streaming-Dienst plant. Der Kauf des Kopfhörer-Herstellers Beats war hier nur der erste Schritt. Denn Beats verfügt neben erstklassigen Kopfhörern auch über einen brillanten Streaming-Dienst.

So ist es nur naheliegend, dass Apple-Chef Tim Cook am Montag auf der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco den neuen Streaming-Dienst "Apple Music" als "One more thing" anpries. Das Angebot startet am 30. Juni in 100 Ländern und wird in den USA monatlich knapp 10 Dollar kosten. Für 15 Dollar können Familien den Dienst auf sechs Geräten parallel nutzen.


Playlists von Top DJs und andere Features sollen die Konkurrenz erblassen lassen

Apple will sich mit Apple Music von anderen Streaming-Diensten abheben, indem es neben dem unbegrenzten Zugriff auf alle in iTunes verfügbaren Songs auch auf redaktionell erstellte Playlisten setzt. Gerade wurde hierfür einer der Top-DJs der BBC, Zane Lowe, engagiert. Darüber hinaus bietet Apple zusätzlich noch einen globalen Live-Radiosender namens „Beats 1“ und ein soziales Netzwerk, über das sollen Künstler und Fans zusätzliche Inhalte wie Videos, Bilder oder Musik zur Verfügung stellen können.

Ist Apple noch ein Kauf?

Wir hier in der Redaktion gehen davon aus, dass Apple den Streaming-Diensten einen ordentlichen Schub nach vorne geben könnte. Zumal Apple nur ein kostenpflichtiges Streaming anbietet und schon sämtliche Kreditkarteninformationen seiner Kunden vorliegen hat. Wenn Sie wissen wollen, ob Apple aktuell noch ein Kauf ist, dann bestellen Sie jetzt Dieter Wendts 100% DEPOT für 3 Monate zum günstigen Kennenlernpreis von 79 Euro (anstatt 199 Euro).

Herzliche Grüße

Ihre
Cindy Ullmann

PS: Ein japanisches Unternehmen aus Dieter Wendts 100%-DEPOT profitiert augenblicklich enorm von Apples Ansturm auf das iPhone und kommt kaum noch mit der Produktion von Kamerasensoren nach. Ein Umsatzplus von 20% wird hier erwartet. Schön für die Leser des 100%-DEPOT, die seit Anfang diesen Jahr schon wieder 64% Plus (Gesamtperformance seit dem Kauf 2013: 232% Plus!) erzielt haben. Sie können auch dabei sein.
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