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Ausgabe vom 13. Mai 2015


  • Droht dem Bargeld bald das Aus?

  • Zitat der Woche
     



 


Droht dem Bargeld bald das Aus? 



   

von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

viele von Ihnen werden es gestern Abend live miterlebt haben: Der FC Bayern muss die Königsklasse einstweilen verlassen. Das bravouröse 3 : 2 gegen Barcelona sorgte zwar für einen ehrenhaften Abgang, konnte das Aus für die Champions League aber nicht verhindern. Wäre ja auch zu schön gewesen…

Jetzt fragen Sie sich vielleicht: „ Was hat das mit der Finanzwelt zu tun?“ Nun, eine ganze Menge, denn zum Ersten ist das heute Morgen Thema Nummer eins in sämtlichen Büros, auch bei meinen fußballbegeisterten Kollegen hier in der Redaktion. Außerdem droht auch der Finanzwelt allen Vorhersagen nach bald ein gewaltiges Aus - nämlich das des Bargelds!

Und das dürfte erheblich größere Auswirkungen auf unseren Lebensstil und unsere Einstellung zum Geld haben als ein – zumal nicht überraschendes – Aus für die Bayern. Die Fußballfans mögen es mir verzeihen.


Bargeld-Aus hätte erhebliche Auswirkungen

Stellen Sie sich einmal vor, Sie dürften ab einer bestimmten Höhe nicht mehr bar bezahlen! Eine solche Bevormundung halte ich für einen riesen Einschnitt in die Privatsphäre. Mein Kollege Dieter Wendt warnte gestern in seiner aktuellen Ausgabe des 100 %-DEPOT vor einer solchen Entwicklung:

„Wenn es kein Bargeld mehr gibt, ist es nicht mehr möglich, sein Erspartes unter dem Kopfkissen aufzubewahren. Eine Vermögensabgabe, wie sie es in der Geschichte schon mehrfach gab, wäre deutlich leichter umsetzbar. Auch gegen die negativen Zinsen könnte sich niemand mehr wehren, denn wohin mit dem Geld?“


Bevormundung heftigen Ausmaßes

Ja, da kann einem schon Angst und Bange werden. Schlagzeilen wie „Dänemark startet den Krieg gegen das Bargeld“, wie ich sie in der Wall Street online gelesen habe, tun das ihrige dazu. Und wie die WirtschaftsWoche berichtet, plant die Regierung in Dänemark kleine Geschäfte, Tankstellen und Restaurants vom bisherigen gesetzlichen Annahmezwang für Bargeld zu befreien.

Das bedeutetet im Klartext: Geschäftsinhaber können sich künftig weigern, Bargeld als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Das Handelsblatt bezeichnet den dänischen Vorstoß gar als einen „spektakulären Schritt in Richtung der bargeldlosen Zukunft“. Und das will schon was heißen. Denn es bedeutet nichts anderes, als dass die Finanzwelt derartige Vorstöße, wie sie auch in anderen europäischen Ländern schon gemacht werden, durchaus sehr ernst nimmt.


Europaweite Vorstöße existieren bereits

So gibt es in Frankreich, Italien und Griechenland schon Auflagen, wonach größere Summen nicht mehr mit Bargeld bezahlt werden dürfen. Nun haben ja die vom Staat herausgegebenen Banknoten eine rechtlich garantierte Stellung. Und trotzdem führen die Regierungen vieler EU-Staaten eine Kampagne zur Verdrängung des Bargelds. Darin sind sich die Experten einig.

Im Zuge der laufenden Verhandlungen mit den Geldgebern könnte die Bargeld-Grenze im Fall der Griechen gar auf 70 Euro herabgesenkt werden. Aber auch in Deutschland, das nach wie vor als Hochburg des Bargelds gilt, habe der Staat inzwischen „ein gespaltenes Verhältnis“ zum noch immer beliebten Zahlungsmittel. Dies äußerte James Gorman, Chef von Morgan Stanley, bereits letztes Jahr, als er prophezeite, Bargeld werde als physische Bezahlform nahezu von der Bildfläche verschwinden.


Konjunktur oder Kontrolle?

Warum, fragt man sich. Die dänische Regierung begründet ihren Schritt lapidar mit den entstehenden Kosten und dem verbundenen Zeitaufwand gerade für kleinere Unternehmen, die Bargeld akzeptieren. Das Kosten-Argument also. Insofern ist es wenig verwunderlich, dass die Befreiung vom Bargeld-Zwang im Rahmen eines Konjunkturprogramms verabschiedet werden soll.

Die WirtschaftsWoche verweist in diesem Zusammenhang auf eine Studie der Berliner Steinbeis-Hochschule, wonach das Bargeld die deutsche Volkswirtschaft mehr als 10 Mrd. Euro pro Jahr kostet. Vor allem das nötige Personal im Handel und bei den Banken, aber auch der Transport seien die größten Kostentreiber.


Sag‘ mir, wie du zahlst, und ich sag‘ dir, wer du bist!

Ob mit Bargeld, Kreditkarte oder Smartphone, beim Bezahlen geht es um weit mehr als eine simple Handlung. Es ist nicht selten eine Frage der Lebenseinstellung. Und wie das bei ideologischen Einstellungen nun mal so ist, die Gräben zwischen Befürwortern und Gegnern sind tief.

Die Bargeld-Anhänger schätzen die Freiheit, immer und überall bezahlen zu können ohne dabei digitale Spuren zu hinterlassen. Seine Gegner verweisen gerne auf die Rolle des Bargelds bei illegalen Transaktionen. Der Harvard-Professor Kenneth Rogoff beispielsweise plädiert für eine Welt ohne Bargeld. Sein Argument: „Würde man das Bargeld abschaffen, wäre damit auch das Problem der Schwarzgelder, Geldwäsche, Steuerhinterziehung und sonstigem kriminellem Übel auf einen Schlag gelöst.“ 


Geldwäsche-Vorbeugung oder weiterer Schritt zum gläsernen Bürger?

In meinen Augen ist das „Geldwäsche-Argument“, insbesondere bei Beträgen bis 1.000 Euro, lächerlich. Ich sehe, wie viele meiner Kollegen, darin die große Gefahr, immer gläserner zu werden. Denn, man darf nicht vergessen, dass jeder digitale Zahlungsvorgang Spuren im Netz hinterlässt.

Wieder bringt es mein Kollege Dieter Wendt auf den Punkt: „So weit sind wir schon gekommen, dass uns eines der größten bürgerlichen Freiheitsrechte genommen wird, ohne dass sich auch nur ein kleiner Widerstand in der Bevölkerung regt.“ Ich meine, recht hat er. Wie denken Sie über dieses Thema? Wie immer freue ich mich über eine E-Mail von Ihnen.


Bringen Sie Ihr Geld auf jeden Fall in Sicherheit

Bargeld hin oder her. Wichtig ist zurzeit auf alle Fälle, dass Sie Ihr Kapital in Sicherheit bringen, das heißt die Vermögensverwaltung in kompetente, erfahrene Hände legen. Denn, seien Sie mal ehrlich, wer blickt als Laie, bei dem Auf und Ab, das wir gegenwärtig an der Börse erleben, noch durch, wie er nun am besten handeln soll?

Setzen Sie deshalb auf das Know-how unserer Börsenexperten,
die Ende letzten Jahres den Multi-Asset-Fonds MS Global One aufgelegt haben. Gerade viele ältere Menschen haben mich in letzter Zeit angerufen und sich froh darüber geäußert, dass Sie nun eine Investitionsmöglichkeit gefunden haben, bei der sie sich nicht jeden Tag selbst um die rasante Entwicklung auf dem Geldmarkt kümmern müssen.

Überlassen Sie Ihre Kapitalanlage den Experten

Viele unserer treuen Leser sind beruhigt, ihr Geld mit einer Einlage in unseren Fonds bei den Finanz- und Fonds-Experten Cliff Michel (Chefredakteur Smart Money Investor) und Jürgen Schmitt (Chefredakteur BÖRSEN-SPIEGEL) in guten Händen zu wissen. Sie werden es auch in volatilen Zeiten verstehen, ruhige, sichere und gewinnbringende Fahrwasser für Ihr Vermögen oder Ihre Spareinlagen zu finden. Darauf dürfen Sie vertrauen.

Schauen Sie sich um auf der Homepage zum Fonds
www.js-capital.de und informieren Sie sich. Rufen Sie uns am besten gleich an und fragen Sie Herrn Michel nach den speziellen Sonderkonditionen, die es für Sie gibt. Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter (0661) 480 499 0.

Es grüßt Sie herzlich und kritisch zur Wochenmitte

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Heute gab es den Konjunkturbericht für das erste Jahresquartal. Leider fiel er enttäuschend aus. Europas Konjunkturlokomotive Deutschland hat ihren Aufschwung zum Jahresauftakt nur noch mit gedrosseltem Tempo fortgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Januar bis März im Vergleich zum Vorquartal nur um 0,3%.

Trotzdem scheint die europäische Kauflaune ungebremst, nach dem Motto: „Lieber Konsumieren als Sparen“. Richtig so! Dennoch sollte man auch etwas auf der hohen Kante haben. Informieren Sie sich deshalb noch heute über unseren
Multi-Asset-Fonds MS Global One, der Ihnen eine sichere Alternative zum Sparbuch oder gar zum Kopfkissen bietet. Denn das dürfte ja schon bald zur Geldaufbewahrung ausgedient haben!





Zitat der Woche


„Bargeld ist plötzlich gar keine so schlechte Anlage mehr.“

UBS-Verwaltungsratschef und Ex-Bundesbankpräsident Axel Weber zur Wirkung der Niedrigzinspolitik

Na dann…






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