Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 02. April 2015


  • Pressespiegel: Wie steht es mit dem Rohstoffmarkt?      



 



Pressespiegel:
Wie steht es mit dem Rohstoffmarkt? 




 

von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Sie haben es alle gestern Abend gehört, das Bundeskabinett hat nach langem Hin und Her ein Fracking-Gesetz beschlossen: Unter strengen Auflagen soll die umstrittene Gasförderung in Deutschland möglich sein. Umweltministerin Barbara Hendricks muss die Entscheidung rechtfertigen, obwohl sie von der Technologie selbst nicht überzeugt ist. 

Läuft nun alles wie geplant, wird zunächst die testweise Förderung von Erdgas mittels Chemikalien, die in unterirdisches Schiefergestein gepresst werden, künftig erlaubt. Damit ist vorstellbar, dass das Fracking irgendwann auch bei uns Standard sein könnte, wie es in den USA schon der Fall ist.


Die Gesetzesreform zum Fracking

Die Gesetzesreform regelt einerseits Bohrungen direkt unterhalb der Erdoberfläche, bis zu einer Tiefe von 3.000 Metern (unkonventionelles Fracking). Bislang gab es dafür keine klaren Vorschriften. Eine Kommission darf im Anschluss, ab dem Jahr 2019 kommerzielle Projekte zulassen.

Auch die Auflagen für tieferes Erdreich, also unterhalb von 3.000 Metern (konventionelles Fracking), sollen angepasst werden. In Niedersachsen finden solche Bohrungen schon lange statt, allerdings nur in bestimmten Gesteinsschichten. Die Bundesregierung betont: „Infrage kommen nicht oder nur schwach wassergefährdende Stoffe."


Zukunft für die Energieversorgung oder eine gefährliche Angelegenheit?

Insgesamt sollen sieben Einzelgesetze im Berg- und Wasserrecht umgeschrieben werden. Die Fracking-Regeln kommen dann 2021 auf den Prüfstand. Ich persönlich glaube, dass das Ganze eine verdammt gefährliche Angelegenheit für die Umwelt, insbesondere für das Grundwasser ist, die durchaus aus dem Ruder laufen könnte. Meine Meinung stütze ich auf die Aussagen eines Abwasser-Experten, der dieses Verfahren als langfristig schwer kontrollierbar einstuft.

Einmal mehr bleibt uns nichts anderes, als der Dinge zu harren und vielleicht in einigen Jahren mehr zu wissen. Nichtsdestotrotz gibt mir der neuerliche Kabinettsbeschluss Anlass, einen Blick auf den Rohstoffmarkt zu werfen. Ich habe einige Artikel aus renommierten Börsenpublikationen für Sie ausgewählt, die drei Rohstoffe genau unter die Lupe nehmen.


Rohstoffe unter der Lupe - Das meinen die Experten:

Börse am Sonntag
Vom 31. März 2015

Zinn – Vergleichsweise teures Industriemetall

„Zinn ist innerhalb der gängigen Industriemetalle das mit dem höchsten Preis in den vergangenen Jahren. Daran hat sich auch durch den herben Einbruch seit April 2014 nichts geändert. Zuletzt rutschte der Kurs sogar unter das Tief von August 2012. Während jedes Jahr mehrere Millionen Tonnen an Aluminium, Kupfer, Zink, Blei und Nickel für die Herstellung der verschiedensten Güter benötigt werden, ist der Zinnbedarf vergleichsweise winzig. 2014 dürften etwas mehr als 350.000 Tonnen nachgefragt worden sein. Wegen seiner relativ niedrigen Schmelztemperatur dient das Metall vor allem zur Herstellung von Lötmetallen, die überwiegend zur Verbindung elektronischer Bauteile verwendet werden. Rund 44% des Bedarfs entfällt daher auf Anwendungen in der Elektronikindustrie. Zinn, vor allem aus dem Erz Kassiterit gewonnen, kommt in der Erdkruste jedoch relativ selten vor. Es ist daher sehr aufwändig und mit hohen Kosten verbunden, das Metall zu fördern und daraus reines Zinn zu produzieren, was letztlich zusammen mit den Defiziten zwischen Angebot und Nachfrage den deutlich höheren Preis gegenüber anderen Industriemetallen erklärt. Zum Beispiel mussten im April 2014 für eine Tonne fast 24.000 Dollar berappt werden. Seit diesem Zwischenhoch ist der Preis jedoch auf Talfahrt. Anfang März dieses Jahres notierte er rund 27% niedriger. Ein belastender Faktor war die Stärke des Dollar. Daneben war die weltweite Nachfrage gedämpft. Die Defizite können sich in den nächsten Jahren wieder ausweiten, sollte es zu dem erwarteten Förderrückgängen kommen, insbesondere in Indonesien und China, den beiden größten Zinnproduzenten. Vielleicht ist dies ein Punkt, der den Zinnpreis mittelfristig wieder stützen könnte.“


Der Parseval
Vom 25. März 2015

Investoren kehren Gold weltweit den Rücken  

„Seit seinem Höchststand hat das Edelmetall auf der Basis des Dollars mittlerweile über 43% seines ursprünglichen Wertes eingebüßt. Nicht überraschend verbuchte der wichtigste deutsche Goldfonds Xetra-Gold im März einen neuen Rekord beim Volumen. Gegenwärtig verwahrt der Fonds 54 Tonnen Gold und damit knapp 5 Tonnen mehr als zu Jahresbeginn. Trotzdem machte Gold keinen Meter, sondern büßte seit Jahresbeginn nochmals ein und notiert gegenwärtig sogar unter der technisch bedeutsamen Marke von 1.200 Dollar pro Unze. Allein 2013 fragten Chinesen rund 1.300 Tonnen Gold in Form von Schmuck, Münzen und Barren nach. Damit hatte diese Anlegergruppe 2013 über ein Viertel des weltweiten Angebotes aufgenommen. Wie Sie aus dem Parseval wissen, ist der chinesische Aktienmarkt im vergangenen Jahr wieder angesprungen. Damit hat das gelbe Metall für chinesische Anleger an Attraktivität eingebüßt. 2014 haben Chinesen daher nur noch 800 Tonnen Gold auf dem Weltmarkt nachgefragt und stattdessen wieder auf dem heimischen Aktienmarkt zugefasst. Mittelfristig wird sich die Nachfrage aus China auf rund 400 Tonnen pro Jahr einpendeln und damit nur noch rund 10% des globalen Angebots abdecken. US-Anleger haben in der Vergangenheit aus ganz ähnlichen Gründen wie Euro-Anleger auf Gold gesetzt. Allerdings ist der Regierung Obama vergleichsweise rasch die Sanierung des lokalen Banken- und Immobilienmarktes gelungen. In der Folge fasste auch die US-Konjunktur wieder Tritt. Im vergangenen Jahr hat daher die US-Notenbank ihr Anleihekaufprogramm beendet und wird zudem spätestens 2016 den Leitzins wieder anheben. Nicht überraschend fragen daher US-Anleger gegenwärtig kein Gold mehr nach, sondern sind stattdessen auf die Verkäuferseite gewechselt. Für uns in der Euro-Zone stellt sich die Situation naturgemäß anders dar: Die Euro-Krise bedroht potenziell unser Depotvermögen und daneben sogar unter Umständen die Kaufkraft unseres Gehaltes oder unserer Rente. Trotzdem ist es für uns als Anleger wichtig, bei der Goldanlage immer die globale Situation im Blick zu haben.“

Smart Money Investor
Vom 01. April 2015

Kupferpreis mit beeindruckender Erholung

„Der Kupferpreis hat in den vergangenen Tagen eine beeindruckende Erholung hingelegt. Der Preis für das Industriemetall kletterte vom Tief bei rund 5.428 auf 6.286 Dollar pro Tonne im Hoch. Der Aufschwung des Kupferpreises hat zum einen mit der aktuellen Schwäche des Dollars zu tun und zum anderen damit, dass einer der größten Kupfer-Produzenten der Welt einen Produktionsstopp auf seiner Kupfer- und Goldmine Grasberg in Papua Neu Guinea meldete. Sollte Grasberg länger geschlossen bleiben, erwarten Rohstoff-Experten der Commerzbank, dass sich das negativ auf den Kupfermarkt auswirken könnte. Ihrer Ansicht nach ist das Verhältnis von Angebot zu Nachfrage ohnehin eng und könnte ungeplanten Angebotsausfällen nicht widerstehen. Man rechne daher im Jahresverlauf mit merkbar höheren Kupferpreisen.“


Rohstoffe können nur eines von mehreren Standbeinen sein

Wie Sie den Expertenaussagen durchweg entnehmen können, unterliegen die Rohstoffmärkte immer relativ großen Schwankungen, die teilweise schwer vorhersehbar sind, wie etwa globale Krisen oder Umweltkatastrophen, die uns jederzeit treffen können.

Daher ist es für uns als Anleger umso wichtiger, ein ausgewogenes Portfolio zu haben, das ein Höchstmaß an Flexibilität gewährleistet.


Unser Osternest für Sie

Und genau deshalb machen wir Ihnen heute, zum Einläuten der Osterzeit, ein richtig tolles Ostergeschenk: Wir haben die First-Mover-Sonderkonditionen für Ihren Einstieg in unseren Multi-Asset-Fonds MS Global One bis Ende April verlängert!

Also, informieren Sie sich hier in Ruhe über unseren breit diversifizierten Fonds MS Global One, den ich Ihnen an dieser Stelle schon mehrfach ausführlich vorgestellt habe. Und rufen Sie uns dann nach den Feiertagen an, um Ihre persönlichen Fragen zum Fonds und den Sonderkonditionen an unseren Fonds-Experten Cliff Michel zu stellen.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter: (0661) 480 499 – 0 und wünschen Ihnen und Ihren Familien ein wunderschönes, erholsames Osterfest! Unser nächster Newsletter erscheint dann wieder am Dienstag, 07.April 2015.

Herzliche Grüße

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Zeit für Gewinnmitnahmen? Dazu kommt ein etwas skurriler Ostervorschlag von Saxo-Bank-Chefvolkswirt Steen Jakobsen: Er empfiehlt Anlegern, alle Aktien zu verkaufen, die sie in den vergangenen zwölf Monaten erworben haben, den Erlös in Barmitteln zu halten und dann erst einmal ein halbes Jahr Urlaub - vom Markt – zu machen. Nun, wir hier in der Redaktion halten das eher für einen verspäteten Aprilscherz und ein ausgewogenes Portfolio mit erstklassigen Aktien weiterhin für alternativlos.
Schauen Sie deshalb gleich in unser Osternest und informieren Sie sich über den MS Global One.



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