Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 25. März 2015


  • Digitale Dienstboten erobern den Weltmarkt   

  • Zitat der Woche
      



 



Digitale Dienstboten erobern den Weltmarkt



 

von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

natürlich war auch bei uns hier in der Redaktion das tragische Flugzeugunglück, das sich gestern in den französischen Alpen ereignete, Thema. Da ist etwas Ungreifbares passiert, auf einer kurzen Strecke, wie sie fast jeder schon einmal in den Urlaub geflogen ist. Die Betroffenheit ist europaweit sehr groß.

Aber bei allem Respekt: Mit welchem Recht trauern nun drei ganze Nationen samt Regierungsoberhäuptern aus Spanien, Frankreich und Deutschland öffentlich und im Licht der Medien um Menschen, die sie gar nicht kannten? Ich frage mich schon, was Angela Merkel und Francois Hollande heute am Unglücksort wollen.


Schreckliches Flugzeugunglück – Geschmackloser Medienhype

Den Angehörigen der Opfer werden wohl eher gut geschulte Psychologen und Notfallseelsorger eine Hilfe sein. Auch die Trauerbeflaggungen bei Facebook oder Twitter sowie die Trauerbekundungen tausender Menschen, die überhaupt keinen Bezug zu den Verstorbenen hatten, wie weit soll der Medienhype noch gehen?

Es ist furchtbar, was passiert ist, es ist aber geschmacklos, wenn dieses grausame Ereignis Politik und Medien einen riesigen Rummel beschert. Deshalb beschränken wir uns hier darauf, den Angehörigen der Opfer unser Mitgefühl auszudrücken und Ihnen zu wünschen, dass sie eines Tages mit dem Unfassbaren umgehen können.



Anzeige

BNP Paribas präsentiert: Rendezvous mit Harry"
 
DAX in Pendellaune. Laut Chartprofi
Harald Weygand pendelt sich der DAX gerade aus. In der Sendung Rendezvous mit Harry" vom 23. März gab es neben der ausführlichen DAX-Prognose auch spannendes zu den Aktien von Siemens, Voest Alpin und vor allem Facebook und Ebay zu vernehmen. Unter der Moderation von Volker Meinel stellte Grégoire Toublanc von BNP Paribas auch eine Kurzumfrage zum Thema Depotabsicherung ein und kommentierte das Ergebnis. Am Ende der Sendung ging es natürlich um die Situation rund um den Euro und auch der Goldpreis wurde analysiert.

Sie haben die Sendung verpasst oder möchten noch einmal reinschauen und reinhören? Dann klicken Sie einfach auf
Letzte Sendung”. Die nächste Sendung sollten Sie sich unbedingt vormerken. Denn am Montag, 30. März um 19 Uhr kommt als Special Guest in die Sendung Top Trader und daily DAX Autor Rocco Gräfe. Das verspricht heiße Diskussionen.

 




Roboter sollen uns das Leben leichter machen

Sie heißen Pepper, Robear oder Diana, sie putzen uns die Fenster, bringen uns einen Cocktail oder lotsen uns durch den Baumarkt: Unsere neuen „Freunde und Helfer“ sind Roboter, die für uns in Zukunft das Alltägliche, das Lästige erledigen sollen.

So führt etwa der Androide Nao, ein rund 60 Zentimeter großer weißer Roboter des französischen Herstellers Aldebaren mit einem „Lächeln“ im Gesicht in den Filialen der französischen Elektronikkette Darty die Kunden durch den Laden und erläutert ihnen die Vorzüge von Flachbildfernsehern oder vernetzten Glühlampen.

Nun, ob man es mag oder nicht, wir werden uns wohl in Zukunft an diese „unmenschlichen“ Wesen gewöhnen müssen, die uns die Welt erklären oder vielleicht sogar das Leben an der einen oder anderen Stelle etwas erleichtern.


Gehört das Fensterputzen bald der Vergangenheit an?

Die Hausarbeit erledigen, das ist der Job von Coro, Doro und Oro. Ein Gedanke, der mir gefällt. Die drei Roboter sind mannshoch und blicken freundlich drein. Sie rollen als dienstbare Hausgeister durch die Flure eines Wohngebäudes im toskanischen Peccioli und kümmern sich zuvorkommend um die Bewohner.

Sie reagieren auf Befehle per App oder Sprache. Coro hat eine kleine Ladefläche vor der Brust und nimmt an der Haustür Pakete entgegen. Doro hat einen Greifarm und holt auf Zuruf die Teekanne aus der Küche, während Oro, der Hindernisse mühelose erkennt, den Müll wegbringt und Einkäufe abholt.

Das nette Trio ist Teil eines Tests, das Gebäude, in dem sie „angestellt“ sind, ist von Probanden bewohnt. Forscher des EU-Projekts Robot-Era wollen herausfinden, wie Maschinen uns am besten zur Seite stehen können und wo sie am sinnvollsten eingesetzt werden können.


Profitieren sollen vor allem die Senioren

Es ist sicher nicht zuletzt dem demografischen Wandel unserer Gesellschaft geschuldet, dass die Roboterhersteller, neben dem Einsatz von Robotern in der Produktion von Unternehmen, der ja schon lange praktiziert wird, auf die ältere Generation setzen. Hier ist das meiste Kapital, aber auch der größte Bedarf.

Auch in der Seniorenbetreuung werden die kleinen Helfer schon zum Teil eingesetzt. Erst vor einigen Wochen habe ich einen Bericht über einen kleinen Roboter, einem Schoßhündchen gar nicht so unähnlich, gesehen, der zu den Bewohnern gewackelt ist, um sich streicheln zu lassen. Auch wenn das Fell nicht echt war, so waren die Senioren doch entzückt über diese liebevolle Abwechslung.


Roboter in der Pflege?

Ob Roboter in absehbarer Zeit auch das Pflegepersonal merklich entlasten können, indem sie beispielsweise den Bewohnern Essen anreichen oder die Tabletten bringen, mag dahingestellt sein. Da dies sehr verantwortungsvolle Tätigkeiten sind, bei denen jeder Fehler fatal sein kann, wird der Weg dorthin noch ein langer sein. Aber, wer weiß, für unmöglich halte ich diese Entwicklung nicht.

Jedenfalls könnte dadurch vielleicht das Pflegepersonal entlastet werden. Das wäre so oder so wünschenswert, wenn man sich die Zustände in manchen Pflegeheimen anschaut, wo die Arbeit beim besten Willen vom völlig unterbesetzten Personal nicht zu schaffen ist.

Immerhin ist der „Vormarsch der Androiden“ weltweit innerhalb der letzten 15 Jahre um das Vierfache gewachsen. Und an diesem Wachstum sind gleichermaßen Heimroboter, Service- und Industrieroboter sowie intelligente Maschinen im Militärbereich beteiligt. Bis 2025 wird in der Branche ein weiterer Anstieg von jetzt 26,6 Mrd. Dollar auf 66,9 Mrd. Dollar am Weltmarkt erwartet.


Gute Aussichten für Roboterhersteller und IT-Branche

Von der gesteigerten Nachfrage dürften vor allem Roboterhersteller wie der Augsburger Konzern Kuka profitieren. Ein Wert übrigens, mit dem mein Kollege Dieter Wendt in seinem 100%-Depot bereits eine Gesamtperformance von +321,47% erzielt hat.

Es liegt in der Natur der Sache, dass auch die IT-Unternehmen, die im Bereich der vernetzten Intelligenz die Nase vorn haben, ebenfalls von diesem Markt gehörig abschöpfen werden. Auch in dieser Branche ist
Dieter Wendt in seinem Börsenbrief 100%-DEPOT mit Werten wie Apple und Google bestens aufgestellt.  

Mit diesen menschlichen Eindrücken grüße ich Sie herzlich und kritisch zur Wochenmitte.

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Japans Premierminister Shinzo Abe ist vom Siegeszug der intelligenten Maschinen so überzeugt, dass er unlängst verkündete, bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio 2020 einen Wettkampf für Roboter ausrichten zu wollen. Nun dann, auf in eine neue Ära!





Zitat der Woche


„Da der Mensch durch langsame biologische Evolution beschränkt ist, könnte er nicht konkurrieren, und würde verdrängt werden. Die Künstliche Intelligenz würde sich selbst in immer kürzerer Zeit reproduzieren.”

Stephen Hawking (britischer Physiker) über die Künstliche Intelligenz





Abbestellen des Newsletters

Wenn Sie diesen kostenlosen Newsletter abbestellen wollen, klicken Sie bitte HIER.

Ihnen wurde dieser kostenlose Newsletter weitergeleitet
und Sie wollen ihn nun auch beziehen?

Gehen Sie einfach aufwww.boersenspiegel.com und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse in das entsprechende Formularfeld ein.

Kritik, Fragen, Anregungen?
Senden Sie uns eine E-Mail an
Martina.Bisdorf@boersenspiegel.com

Risikohinweis
Bitte beachten Sie: Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber für vertrauenswürdig erachtet. Dennoch ist die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der Ausführungen für die eigene Anlageentscheidung möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Wir geben zu bedenken, dass Aktien grundsätzlich mit Risiko verbunden sind. Der Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Sie sollten sich vor jeder Anlageentscheidung weitergehend beraten lassen. Der Herausgeber kann Short- oder Long-Positionen in der/den behandelte(n) Aktie(n) halten. Copyright: © 2014 MECONOMICS. Nachdruck (auch auszugsweise), kommerzielle Weiterverbreitung und Aufnahme in kommerzielle Datenbanken nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

Herausgeber:
MECONOMICS GmbH, Flemingstrasse 20-22, 36041 Fulda

 V.i.S.d.P.: Jürgen Schmitt, Fulda



Börsen-Spiegel Verlagsgesellschaft mbH
Flemingstrasse 20-22
36041 Fulda
Telefon: +49 (661) 480 499 0
Telefax: +49 (661) 480 499 15
E-Mail: service@boersenspiegel.com
Datenschutz | AGB | Impressum
©2020 Börsen-Spiegel Verlagsgesellschaft mbH