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Ausgabe vom 05. März 2015


  • Pressespiegel – So fährt die Autoindustrie
     

 


Pressespiegel – So fährt die Autoindustrie

 





von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

da ich auf meinen gestrigen Newsletter über den Genfer Autosalon so viele begeisterte Zuschriften von Autofans bekommen habe, möchte ich heute noch einmal nachfassen. Denn bei all den Neuheiten, die derzeit in der Schweiz von VW, BMW und Co. präsentiert werden, kann man sich unschwer vorstellen, dass die Autoindustrie auch weiterhin mit Rückenwind fahren wird. Die Ideen zur Kooperation mit IT-Giganten wie Apple und Google zeigen ebenfalls, dass es in die richtige Richtung geht.

Autohersteller und Zulieferer dürfen neue Trends nicht verschlafen

Deshalb habe ich Ihnen heute einmal zusammengestellt, was Finanzexperten zur Entwicklung der Autoindustrie und den neuen Trends zu sagen haben. Nicht zu vergessen sind dabei auch die wichtigen Zulieferer, die bei Boom-Strecken automatisch mit an Bord sind.

Da wir uns als Verbraucher bei aller Begeisterung über die neuen Modelle schließlich auch Gedanken über die Finanzierung beim Autokauf machen müssen, gibt es aus dem Finanzmagazin Focus Money auch einen Auszug aus einem Finanzierungscheck, der Ihnen eine kleinen Überblick über die Konditionen liefert.


Das meinen die Experten:

EURO am Sonntag
Vom 15. Februar 2015

Boom der Autozulieferer

„Die Autobranche boomt. BMW, Daimler und Audi brachten im vergangenen Jahr so viele Neuwagen auf die Straßen wie nie zuvor. Auch die Massenhersteller wie Volkswagen, General Motors oder Toyota fahren auf der Überholspur. In diesem Jahr steigen die Pkw-Verkäufe laut einer Prognose des Center Automotive Research (CAR) um fast 3% auf knapp 76 Mio. - ein Rekord. Der Boom spiegelt sich in den Aktienkursen der Autobauer wider. Die Aktionäre von BMW, Daimler oder Volkswagen haben ihr Geld in den vergangenen fünf Jahren mindestens verdoppelt. Noch besser lief es für Anleger, die auf die Aktien der Zulieferer gesetzt haben. Wer etwa vor fünf Jahren mit 10.000 Euro bei Continental eingestiegen ist, hat über 60.000 Euro auf dem Konto. Allein seit Oktober betrug das Kursplus mehr als 50%. Aber nicht nur bei Continental, auch bei Grammer, ElringKlinger, Hella, Leoni, Norma oder der französischen Valeo treten die Anleger das Gaspedal voll durch. Bei der Kursentwicklung haben die Zulieferer die Autohersteller längst überholt. Das hat einen einfachen Grund: Die Lieferanten wichtiger Komponenten wie Reifen, Sitze, Sensoren, Einspritzsysteme oder Turbolader arbeiten oft profitabler als die Autobauer selbst. 2014 erzielte die Zulieferbranche auf globaler Ebene laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger und der Investmentbank Lazard im Schnitt eine operative Marge von 7,5%. Die langfristigen Aussichten bleiben dennoch positiv. Senkung des Kraftstoffverbrauchs, C02-Reduktion, Sicherheit, autonomes Fahren - das sind die Trends der Zukunft und laut Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen ein ,Wachstumsmarkt par excellence‘. Der weltweite Markt für Fahrzeugkomponenten wächst bis 2020 voraussichtlich auf rund 800 Mrd. Euro, schätzen Roland Berger und Lazard. Das entspricht einer Steigerung um 125 Mrd. Euro im Vergleich zu heute.“

Managermagazin online
Vom 04. März 2015


Chancen und Herausforderung liegen in den neuen Trends  
„Im Kampf um die Vorherrschaft im Automobilgeschäft nimmt Volkswagen die Herausforderung von Apple und Google an. ,Auch wenn es Sie vielleicht überrascht: Ich begrüße ausdrücklich das Engagement von Apple, Google und Co. beim Thema Automobil‘, sagte Vorstandschef Martin Winterkorn am Vorabend des Genfer Autosalons. Das Engagement der US-Technologie-Giganten werde dazu beitragen, dass das Auto wieder stärker von jungen Menschen akzeptiert werde. ,Und ich bin überzeugt: Die Generation der iPhone-Begeisterten wird sich dann für die richtigen Automobile aus dem richtigen Haus entscheiden.‘ Winterkorn verwies auf die hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung bei VW von 11,5 Mrd. Euro im vergangenen Jahr. Der Wolfsburger Konzern beschäftige mehr als 46.000 Forscher und Entwickler und mehr als 10.000 IT-Experten. Mit diesem Potenzial sehe er VW in der Lage, die Vernetzung von Autos und das autonome Fahren voranzutreiben. Gefragt, wann er mit Autos von Apple und Google rechne, sagte Winterkorn: ,Wenn die beiden vorhaben, Elektrofahrzeuge zu bauen, kann das schnell gehen.‘ Zuletzt hatten sich Hinweise verdichtet, dass Apple an der Entwicklung eines Elektroautos arbeite. Solche Pläne großer IT-Konzerne setzen die traditionellen Autobauer gehörig unter Druck. Denn der Elektro-Antrieb und die Vernetzung der Fahrzeuge gelten als Zukunftsgeschäft in der Branche. Experten sehen die Gefahr, dass die etablierten Auto-Hersteller an Boden verlieren und zu Zulieferern werden. Experten erwarten, dass sich die Geschäftsmodelle der Autobauer in den nächsten Jahren verändern werden. Bereits jetzt ist der Besitz eines eigenen Autos für viele Menschen in Großstädten nicht mehr so wichtig. Sie nutzen lieber Carsharing-Angebote oder mieten sich einen Wagen für kurze Zeit. Darauf stellen sich Daimler und BMW bereits ein, indem sie solche Dienste ebenfalls anbieten. Volkswagen hatte am Freitag einen Rekordgewinn für das abgelaufene Geschäftsjahr bekanntgegeben, sich aber zurückhaltend über die Entwicklung in 2015 geäußert.“

Focus Money
Vom 25. Februar 2015 


Finanzierungs-Konditionen für den Autokauf im Check
„Zusammen mit dem Vergleichsportal Check24.de hat Focus Money die Konditionen für insgesamt 28 Auto-Salon-Neuheiten und die Verkaufsschlager 2014 verglichen. Konkurrenzlos günstig für VW-Fahrzeuge zeigte sich dabei die Volkswagen-Bank. Beispiel: der in Genf Premiere feiernde Golf-Power-Kombi. 2,90% Zinsen per annum verlangt Volkswagen Financial Services für den brandneuen VW Golf GTD Variant – 0,34 Prozentpunkte weniger als die günstigste Privatbank in der Stichprobe! Auch das neue Geschoss mit dem Stern auf der Motorhaube, der CLA 45 AMG Shooting Brake, ist zumindest in puncto Finanzierung ein Schnäppchen. So bringt die Mercedes Bank den Renner des 85. Auto-Salons in Genf zum Niedrigzins von 2,99% per annum auf die Straße. Die Kasse klingeln lassen Sport Utility Vehicles, kurz SUVs. Während die Autobauer hierzulande einen Durchschnittsneuwagen 2014 mit einem Listenpreis von 27 189 Euro auszeichneten, verlangten sie für einen adäquaten SUV im Schnitt 32.948 Euro – rund 5.800 Euro mehr. So die Berechnungen des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen. ,Beim Durchschnittsauto blieben um die 1.360 Euro Gewinn pro Einheit in Deutschland übrig, beim SUV hingegen 1.650 Euro‘, bilanziert Professor Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR. Kein Wunder, dass bei Audi, Mercedes und Porsche Sport Utilities zusehends an Bedeutung gewinnen 2015 erhältlichen Kombis auf alle Räder sorgt serienmäßig ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Um auch mittlere Einkommensschichten abzuholen, bereichern die Autobauer den Markt mit preislich erschwinglichen Kompakt-SUVs. So feiern mit dem Renault Kadjar (ab ca. 20.000 Euro) und dem Mazda CX-3 in Genf gleich zwei Kompakt-SUV ihr Debüt.“ 


Optimismus trotz schwieriger geopolitischer Lage

Ergänzend zu den oben stehenden Artikeln möchte ich noch anmerken, dass bei der vielen Lektüre aus den unterschiedlichsten Börsen- und Finanzpublikationen, die ich hier tagtäglich zu lesen bekomme, mein Eindruck über den Grundtenor im Bezug auf die Automobilindustrie folgender ist:

Es sind keine leichten Zeiten für Fahrzeughersteller weltweit, besonders auch nicht auf dem heimischen Markt, der immer noch hauptsächlich mit Qualität und Prestige punktet. Gerade im Hinblick auf die geopolitischen Krisen rund um den Globus muss auch immer wieder mit einer gewissen Stagnation im Autobau gerechnet werden.

Aber dennoch zeigt man sich insgesamt optimistisch für die Autobranche. Die Chancen liegen vor allem in den neuen Trends in Richtung Elektroautos und digitale Vernetzung der Fahrsysteme, aber auch immer noch und immer wieder im Fahrspaß, der bei den meisten Autoliebhabern bislang ungebrochen blieb.

Mit diesen Eindrücken und Ausblicken zur Automobilbranche wünsche ich Ihnen einen schönen Tag.

Herzliche Grüße

Ihre

Martina Bisdorf

PS: Als wolle er unseren Optimismus bestärken, kratzt der DAX auch heute wieder an einer neuen Rekordmarke. Fast täglich sind neue Bestmarken drin. Verantwortlich für den Aufschwung sind laut Experten die EZB sowie die Unternehmen. So ist die diesjährige Dividendensaison äußerst vielversprechend: Zahlreiche Konzerne verwöhnen ihre Aktionäre mit erhöhten Dividenden.





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