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Ausgabe vom 26. Februar 2015


  • Pressespiegel: Biotech – Eine Branche auf dem Vormarsch
     

 

Pressespiegel: Biotech –
Eine Branche auf dem Vormarsch  





von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie Ihnen mein Kollege Cliff Michel am Dienstag berichtet hat, ist eine Branche besonders auf dem Vormarsch: Die Biotech-Unternehmen. Einerseits ist das gut für uns als Anleger, andererseits zeigt das natürlich im Umkehrschluss auch, wie dramatisch die Situation im Gesundheitsbereich ist.

Zurzeit erleben wir die Grippewelle, die über das Land hinwegfegt. Inzwischen ist sie, glaube ich, auch im letzten Winkel angekommen. Bei uns hier in Osthessen jedenfalls sind halbe Schulklassen und Kindergartengruppen verwaist. Auch im Kollegenkreis hat es schon erste „Opfer“ gegeben.

Das gibt durchaus Anlass zur Sorge, nicht nur, was den Arbeitsausfall anbelangt, den dann die Kollegen notgedrungen auffangen müssen. Die Grippe ist nach wie vor eine gefährliche Krankheit, die nicht unterschätzt werden sollte und die einfach ihre Zeit braucht, um auskuriert zu werden. Ganz zu schweigen von den Masern, eine „totgeglaubte“ Krankheit, die dank der Impfmüdigkeit der vergangenen Jahre wieder in verheerendem Ausmaß um sich greift.


Nicht nur aus Anlegersicht sind wir froh um die Biotech-Branche

Und genau deshalb bin ich persönlich froh, dass es der Gesundheits-, Pharma- und damit auch der Biotech-Branche so gut geht. Denn nur durch Forschung und Innovation in der Wissenschaft wird es in Zukunft möglich sein, gefährlichen Krankheiten zuleibe zu rücken.

Ich bin übrigens – unter Vorbehalt sorgfältiger Abwägung – ein „Impffan“, was die Basisimpfungen bei Kindern anbelangt. Da ich als Kind fast an Masern gestorben wäre, bin ich heute heilfroh, dass ich meine beiden Töchter vor ca. 20 Jahren habe „durchimpfen“ lassen.

Sicher muss man unterscheiden zwischen wichtigen Impfungen, die medizinisch ausgereift sind, und Impfungen, bei denen der Verdacht nahe liegt, dass es sich um Geldmacherei handelt. Hier würde ich – und das ist meine ganz persönliche, private Ansicht – z.B. bei der Gebärmutterhalskrebsimpfung für junge Mädchen aufpassen.

Die Wirkung ist äußerst begrenzt, da nur gegen einen kleinen Virenstamm wirksam, die Nebenwirkungen dagegen können sich dramatisch auswirken. Wie immer und überall ist also auch hier das oberste Gebot: Sich gut informieren und dann nach bestem Wissen und Gewissen abwägen.

Lesen Sie aber nach diesem sehr persönlichen Ausflug, was die Experten über die rasante Entwicklung der Biotech-Branche zu sagen haben:


Das meinen die Experten:

EURO am Sonntag
Vom 18. Februar 2015


Langristig gehören Biotech-Aktien in jedes Depot
„,Multiresistente Keime könnten pro Jahr mindestens 10 Mio. zusätzliche Todesopfer fordern und die Weltwirtschaft bis 2050 bis 100 Bio. Dollar kosten‘, sagt der ehemalige Chefökonom von Goldman Sachs, Jim O'Neill. Der bekannte Schwellenländer- und Devisenexperte hat für die britische Regierung eine Studie zu dem Thema geleitet. Komplikationen durch schwer zu bekämpfende Infektionen bei Routineeingriffen wie Kaiserschnitt, Chemotherapie und Einsatz von künstlichen Gelenken könnten demnach einen wirtschaftlichen Schaden von weiteren 100 Bio. Dollar verursachen. Von resistenten Mikroben über Ebola bis hin zu den stark zunehmenden Wohlstandskrankheiten wie Typ-2-Diabetes - an zukünftigen Herausforderungen für die Gesundheitsbranche herrscht kein Mangel. Genauso wenig an Unternehmen, die an diesen Problemen arbeiten und die Fantasie der Anleger gewaltig anregen. Denn eine riesige Innovationswelle schwappt gerade auf den Markt, allein 2014 erhielten bei der als internationaler Maßstab geltenden US-Zulassungsbehörde FDA 44 neue Medikamente die Verkaufserlaubnis. Weit wichtiger noch als die große Anzahl der Neuzulassungen ist, dass viele der neuen Mittel Krankheiten signifikant besser - oder überhaupt erstmals - behandeln können. Das macht sich bezahlt. So spülte das revolutionäre Hepatitis-C-Medikament Sovaldi bereits in seinem ersten Jahr auf dem Markt über 10 Mrd. Dollar in die Kassen von Hersteller Gilead und wäre damit beinahe aus dem Stand zum umsatzstärksten Medikament des Jahres avanciert. Langfristig betrachtet gehören Biotechaktien in jedes Depot. Allein die demografische Entwicklung wird das Wachstum der Gesundheitsbranche noch über Jahrzehnte treiben. Die Biotechunternehmen liefern die Innovationen.“

Der Aktionär (online-Ausgabe)
Vom 31. Januar 2015

Der Biotech-Boom geht weiter

„Wie vor wenigen Wochen bekannt wurde, hat der Milliardär Paul Singer, der die Hedgefonds-Gesellschaft Elliott Management leitet, seinen Anteil an BB Biotech von gut 3 auf mehr als 5% erhöht. Die Aktie von BB Biotech hat nach Bekanntwerden der Meldung den stärksten Tagesanstieg seit mehr als zwei Jahren hingelegt. Singer scheint also trotz der starken Performance der vergangenen Jahre noch einiges zu erwarten. Die Branche erzielt mittlerweile dreistellige Milliardenumsätze, immer mehr Medikamente finden den Weg zur Zulassung. Gleichzeitig sind die Bewertungen deutlich niedriger geworden. ,Die profitablen Unternehmen hatten zum Peak im Jahr 2000 ein KGV von 50 bis sogar 100, während wir heute einen Schnitt im niedrigen 20er-Bereich haben‘, weiß Koller. ,Zudem verfügen die Biotech-Unternehmen heutzutage über eine viel bessere Kapitalkraft und Teams mit hohen Erfahrungswerten, so dass letztendlich viele Produkte bis zur Marktreife in den Gesellschaften selbst gelangen, was deutlich höhere Einnahmen bedeutet.‘“

Biotechnologie.de
Vom 25. Januar 2015

Wieder mehr Investitionen in die Biotech-Branche

„Die Stimmung in der deutschen Biotech-Branche ist optimistisch: 2014 wurde wieder deutlich mehr investiert - vor allem über die Börse. Die insgesamt positive Entwicklung in Deutschland spiegelt einen Aufschwung wider, der sich auch auf europäischer Ebene abzeichnet. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Branchenmagazins transkript mit dem Biotech-Verband BIO Deutschland sowie einer neuen Studie der BIOCOM AG hervor. Der deutschen Biotech-Branche geht es gut. Das belegen nicht nur die ersten Nachrichten hiesiger Biotech-Firmen - wie etwa der Millionendeal von Phenex - sondern auch neueste Zahlen für das zurückliegende Jahr. So sind die Eigenkapitalinvestitionen 2014 mit rund 403 Mio. Euro gegenüber 2013 um rund 14% gestiegen – seit 2010 ein neuer Höchststand. Über Folgefinanzierungen an der Börse wurden 163 Mio. Euro eingesammelt (2013: 218 Mio. Euro), weitere 163 Mio. Euro (2013: 137 Mio. Euro) sind über private Investitionen geflossen. Das geht aus Recherchen von transkript mit dem Biotech-Verband BIO Deutschland hervor, die am 20. Januar in Berlin bei einer Pressekonferenz vorgestellt wurden.“


Interesse der Anleger in Biotech-Aktien wächst 

Wen wundert’s? – Der Bedarf ist da, nicht zuletzt auch aufgrund des demografischen Wandels. Ein aufmerksamer Leser hat mir heute geschrieben, dass in den nächsten fünf Jahren 70 Mrd. Euro in die Forschung in diesem Bereich gesteckt werden sollen. Das will ich gerne glauben, denn dort, wo große Gewinne vermutet werden, geht das Geld hin.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Tag und vor allem gute Gesundheit.

Herzliche Grüße

Ihre

Martina Bisdorf

PS: Bei der Bundestags-Abstimmung über die Verlängerung der Griechenland-Hilfen, die für morgen angesetzt ist, zeichnet sich trotz etlicher Nein-Stimmen aus der Union eine breite Mehrheit ab. Wir hatten es ja geahnt: Die EU wird Griechenland – trotz aller Kapriolen – nicht im Regen stehen lassen…





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