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Ausgabe vom 02. Dezember 2014


  • Stresstest zeigt es: Mickerzinsen bedrohen Versicherer

  • Mein Rat an Sie: Raus aus Versicherungen, rein in Aktien   


Stresstest zeigt es: Mickerzinsen bedrohen Versicherer


von Dieter Wendt    
Chefredakteur 100%-DEPOT         FacebookLike   TwitterFollow 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

jetzt ist es amtlich. Still und heimlich wurde letzte Woche der Stresstest bei den Versicherungsunternehmen absolviert und schon am Sonntag gingen die ersten warnenden Worte durch die Medien.

Nur jeder vierte Versicherer überlebt Niedrigzins-Phase

Denn der Stresstest, durchgeführt von der EU-Branchenaufsicht Eiopa, zeigt, dass 24% der europäischen Versicherer die niedrigen Zinsen nur noch kurze Zeit ohne größere Probleme verkraften können. Jedes vierte der 225 untersuchten Unternehmen käme dann in Schieflage. Bereits in acht Jahren könnten die Versicherer die Forderungen der Versicherungsnehmer nicht mehr erfüllen. Wenn es dazu noch zu einem Kursverfall an den Aktienmärkten käme, hätten sogar 44% nicht das benötigte Kapital.

„In acht bis elf Jahren könnten einige Versicherer Probleme haben, ihre Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern zu erfüllen", warnte der Chef der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa, Gabriel Bernardino.


Deutsche Versicherer wegen Garantieversprechen besonders betroffen

Das betreffe vor allem Länder, in denen die Zusagen an die Kunden weit länger in die Zukunft reichten, als die Laufzeit der Kapitalanlagen, erklärte die Eiopa. Besonders betroffen sind Lebensversicherer in Deutschland und Österreich. Hier kämpfen die Lebensversicherer mit ihren lebenslangen Garantien.

Auch in diesem Stresstest geht es darum, die künftigen Kapital- und Aufsichtsregeln, die unter dem Namen Solvency II bekannt sind, zu erfüllen. Die Regeln treten 2016 in Kraft. In Zukunft muss im Verhältnis zum Risiko wesentlich mehr Eigenkapital zur Verfügung stehen.
 
Pikante Note hierbei: Anders als beim Stresstest der Banken nennt die Eiopa die Namen der „kranken“ Versicherer nicht. Sodass Sie als Verbraucher nicht nachvollziehen können, wie es um Ihre Versicherung bestellt ist.

Doch die Eiopa ist nicht der einzige Warner. Bereits Mitte November warnte die deutsche Finanzaufsicht Bafin die hiesigen Lebensversicherer vor drohenden Kapitallücken in Höhe von 15 Mrd. Euro. Schuld sind die weiter sinkenden Zinsen. 

Ich finde, das sind schon wieder Hiobsbotschaften, die ich nicht gerne lesen würde, wenn ich eine Kapitallebensversicherung hätte.


28,5% der Lebensversicherungen werden am Bankschalter verkauft

Wussten Sie übrigens, dass die meisten Lebensversicherungen im Augenblick am Bankschalter verkauft werden? Der gute alte „Herr Kaiser“ von der „Hamburg-Mannheimer“ (jetzt Ergo-Versicherung) scheint ausgedient zu haben. So jedenfalls das Ergebnis der jährlich erscheinenden Analyse der Vertriebswege" des Beratungsunternehmens Towers Watson.

Immerhin 28,5% der Neuabschlüsse fanden über Banken und Sparkassen statt. Da scheint sich ein wahrer Umbruch in der Versicherungswirtschaft abzuzeichnen. Ich bin erstaunt, dass bei den gegebenen Zukunftsaussichten, überhaupt noch so viele Deutsche eine Lebensversicherung abschließen.




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Ihr BNP Paribas Team






Mein Rat an Sie: Raus aus Versicherungen, rein in Aktien


Genau jetzt ist es Zeit, in Aktien umzuschichten


Aber da kann ich mir wohl den Mund fusselig reden, doch jetzt endlich den ersten Schritt zu tun und in Aktien umzuschichten. Denn die Deutschen sind einfach zu sicherheitsorientiert. Zu diesem Schluss kam jetzt auch die repräsentative Umfrage, die TNS Infratest im Auftrag von Goldman Sachs Asset Anfang November durchgeführt hat: Drei von vier Deutschen wollen ihr Geld trotz Mickerzinsen nicht in Aktien investieren.

Ich frage Sie, wovor haben Sie Angst?

Angeblich widersprechen Aktien dem Sicherheitsbedürfnis der Deutschen. Etwa 63% geben an, dass Sicherheit für sie das wichtigste Kriterium in der Geldanlage sei. Jederzeit an die Ersparnisse heranzukommen, hält jeder Vierte für entscheidend. Nur rund 9% der Befragten ist eine hohe Rendite wichtig.

Wenn Sie so weitermachen, werden Sie im Alter weniger haben als jetzt

Ich bitte Sie. Denken Sie einmal nach. Hier geht gerade dank Mini- und sogar Negativzinsen die größte Geldenteignung vonstatten und viele Menschen verbinden dies immer noch mit Sicherheit? Viele von Ihnen werden sich am Ende ihres Erwerbslebens noch wundern, wie viel Geld von ihrer so sicheren Geldanlage im Alter übrig ist, wenn sie genau so weitermachen wie bisher. Nämlich weniger als jetzt.

Reiche setzen auf Aktien

Haben Sie schon mal ernsthaft überlegt, warum Reiche im Augenblick immer reicher werden. Es ist so einfach. Sie investieren ihr Geld in die im Moment einzig sinnvolle Anlageform - und die heißt Aktien.

Geben Sie sich einen Ruck und fangen Sie noch heute an, Ihr Geld in Aktien zu investieren. Es spricht so viel dafür und so wenig dagegen.


Super-Mario beflügelt Jahresendrally

Denn die Aktienmärkte erhalten in den nächsten Tagen noch einigen Rückenwind. Am Donnerstag trifft sich der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) das letzte Mal in diesem Jahr zu seiner monatlichen Sitzung.

Und vielleicht wird Super-Mario dann verkünden, wann er zu weiteren Maßnahmen greift. Der Kauf von Staatsanleihen könnte dann näher rücken. Was allein diese Meldung für die Aktienkurse bedeutet, brauche ich Ihnen nicht zu erzählen. Erinnern Sie sich nur an seine letzten Worte: „Wir werden das tun, was wir tun müssen, um die Inflation und die Inflationserwartungen so schnell wie möglich zu erhöhen, wie es unser Auftrag verlangt", erklärte Mario Draghi. Der DAX durchbrach nach dieser Aussage fast wieder die 10.000er Marke.

EZB-Vizechef Vitor Constancio legte wenig später noch nach: Noch im ersten Quartal werde vermutlich die Entscheidung über Anleihekäufe fallen. Deutlicher als der Portugiese kann man kaum werden.


Der Tanz auf dem Vulkan geht noch eine Weile – So lange machen wir mit

Diese gigantische Manipulation der Finanzmärkte nimmt inzwischen beängstigende Ausmaße an. Es verhält sich hierbei wie bei einem Drogenabhängigen, der nach einem „Schuss“ bereits nach dem nächsten lechzt. Mit der Zeit setzt eine Gewöhnung ein und es muss immer spektakulärer werden. Am Ende steht bei erfolglosem Drogenentzug zwangsläufig der Kollaps, der oft mit einem „goldenen Schuss“ den Abschluss findet.

Was dies für die Finanzmärkte bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen. Ich setze deshalb im 100%-DEPOT weiterhin auf eine „Multi-Asset“-Strategie! Und gehe im 100%-DEPOT vollinvestiert in die letzten Wochen des Jahres.


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Herzliche Grüße

Ihr
Dieter Wendt
Chefredakteur 100%-DEPOT

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Lassen Sie sich das im Interesse Ihres Kapitals bitte nicht entgehen! Gerne können Sie diesen Tipp auch an Freunde oder börseninteressierte Verwandte weitergeben, die sich ebenfalls
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