Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 26. November 2014


  • Börsen unaufhaltsam – Nehmen Sie teil am Aufwind und sagen Sie „dauernd jetzt“ zu Aktien

  • Zitat der Woche


 


Börsen unaufhaltsam –
Nehmen Sie teil am Aufwind und sagen Sie „dauernd jetzt“ zu Aktien 





von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

für die Meldung des Tages, neben der endgültigen Festlegung auf die Frauenquote in der DAX-Führungsebene, sorgt heute einmal mehr der amerikanische High-Tech-Gigant Apple. Der Erfinder von iPod, iPad und Co. gilt ab heute als das wertvollste Unternehmen aller Zeiten. Der Wert pro Aktie kletterte zwischenzeitlich um knapp 1% auf 119,75 Dollar. Die Kursgewinne der Kultmarke haben den Marktwert des Unternehmens über die Schwelle von 700 Mrd. Dollar (564 Mrd. Euro) gehievt. Das war bislang noch keinem anderen Unternehmen gelungen.

Wertvollstes Unternehmen der Welt wird noch wertvoller

Damit vergrößert sich der Abstand zu Öl-Gigant ExxonMobil sowie Software-Platzhirsch Microsoft noch weiter. Diese liegen mit einem Börsenwert von 403 Mrd. beziehungsweise 394 Mrd. Dollar auf den Plätzen zwei und drei im Ranking der wertvollsten Unternehmen der Welt.

Morgen startet in den USA mit Thanksgiving das diesjährige Weihnachtsgeschäft. Analyst Brian White vom Finanzdienstleister Cantor Fitzgerald zeigte sich sehr zuversichtlich, dass Apple hier erneut ganz vorn auf der Wunschliste stehen wird. Besonders heiß begehrt seien vermutlich das neue iPhone und die aufpolierten iPads bei Kindern und Enkeln. Apples internetfähige Armbanduhr hingegen wird man noch vergeblich unter dem Weihnachtsbaum suchen, sie soll erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen.


DAX strebt unaufhaltsam nach oben

Zu den wertvollsten Unternehmen Deutschlands zählen BMW, Volkswagen, Daimler und Continental, auch wenn sie zusammen nur knapp die Hälfte des Rekordwertes aus dem kalifornischen Cupertino erreichen. Die großen Finanzfirmen aus dem DAX - darunter die Dt. Bank, die Commerzbank und der Rückversicherer Munich Re - kommen gemeinsam immerhin auf gut ein Achtel des Apple-Wertes.

Und nicht nur in den USA haben die Unternehmen in den vergangenen Wochen deutlich an Wert gewonnen. Auch am deutschen Aktienmarkt hat vor allem die Hoffnung auf Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) die trübe Novemberstimmung aufgehellt. So stieg auch der deutsche Leitindex gestern den neunten Tag in Folge und legte seine bisher längste ununterbrochene Gewinnstrecke in diesem Jahr zurück. Bei 9.928 Punkten steht das Börsenbarometer aktuell auf dem höchsten Stand seit Juli - und bleibt dabei nur ca. 1% unter dem Rekordhoch bei 10.050 Zählern.


„Dauernd jetzt“ – Investments im richtigen Moment

Gestern hat mich das Mini-Live-Konzert mit Auszügen aus Herbert Grönemeyers neuer CD „Dauernd jetzt“ im Fernsehen beeindruckt. Denn diese Erkenntnis, dass es erstrebenswert ist „dauernd“ im Hier und Jetzt zu leben, lässt sich durchaus auch auf unser Anlageverhalten übertragen. Wir als Anleger sind nicht nur aufgrund der anhaltenden Niedrig- bzw. Nullzinsphase permanent gefragt, die Augen offen zu halten und im rechten Moment zuzuschlagen, unser Geld zum richtigen Zeitpunkt in das richtige Unternehmen zu investieren.

Dazu muss man zum einen präsent sein und zum anderen Kontinuität und Ausdauer unter Beweis stellen. Das wussten schon Börsen-Legenden wie André Kostolany, der uns lehrte, Aktien zu kaufen und sich dann zur Ruhe zu begeben, um nach zehn Jahren nachzuschauen, was man gewonnen hat. Und hier gilt es natürlich, das richtige Gespür zu entwickeln für Innovationen und einen Riecher für Marktschlager zu haben, so wie Herbert Grönemeyer das mit seiner Musik schon seit über drei Jahrzehnten erfolgreich gelingt.


Die Espresso-Maschine im All – Raumfahrtaktien zünden nächste Stufe

So muss man immer wieder offen sein für wissenschaftliche Erkenntnisse und vor allem den technischen Fortschritt, denn hier liegt nicht zuletzt auch für Sie als Anleger immenses Potenzial. Greifen wir nur einmal eine gerade wieder viel beredete und aufstrebende Branche heraus: Die Raumfahrt.

Mit Alexander Gerst hat das abstrakte Astronautendasein ein sympathisches Gesicht bekommen: Nach fast 166 Tagen im All und etwa 2.500 Erdumrundungen ist der 37-jährige gebürtige Baden-Württemberger vor gut zwei Wochen wieder wohlbehalten auf seinem Heimatplaneten gelandet. Nach eigenen Aussagen sieht er diesen nun mit ganz anderen Augen. Neben seiner erfolgreichen wissenschaftlichen Mission im All hat er uns via moderner Kommunikationsmittel und Kurznachrichtendienste an seinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Und seit einigen Tagen ist mit Samantha Cristoforetti wieder eine Frau an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Sie soll mit ihrem internationalen Team die Experimente fortführen, die Alexander Gerst begonnen hatte. Was sie in ihrem schweren Gepäck dabei hatte, wird uns wohl ewig gedenken: Als waschechte Italienerin durfte bei ihr die Espresso-Maschine nicht fehlen, die ihr und den Kollegen vielleicht einen Hauch von irdischem Luxus in der Schwerelosigkeit vermitteln soll.


„Made in Space“ - 3D-Drucker völlig losgelöst…

Dazu passt auch die druckfrische Meldung von heute Morgen: 3D-Druck bei Schwerelosigkeit: Die neu zusammengesetzte Besatzung der ISS hat erstmals einen 3D-Drucker auf der Raumstation in Betrieb genommen. Der Testdruck funktionierte und sorgte schon für eine Überraschung. „Made in Space“ (hergestellt im Weltraum), lautet die Botschaft auf einem kleinen Plastikschild, darunter der Schriftzug der US-Raumfahrtbehörde NASA.

Durch die Weltraumforschung wird also mehr als eine Rakete gezündet: Sowohl die eigentlichen Luft- und Raumfahrtaktien wie die der Bremer OHB, eines der größten Raumfahrtunternehmen Europas, als auch die des ungleich größeren Konkurrenten Airbus Group aus den Niederlanden sind Gewinner der Rosetta-Mission. Wobei der Luftfahrt-Gigant Airbus mit seiner Sparte Defence & Space als Hauptauftragnehmer gilt. OHB steuerte die Messgeräte bei.


Raumfahrt zündet weltweit ihre Raketen

Ebenso zünden auch weniger bekannte US-Konzerne wie Rockwell Collins, Spirit Aerosystems und Textron den Brenner. Man könnte sagen, das Weltraum-Wettrüsten beginnt von vorn. Die Rosetta-Mission, die erste Landung auf einem Kometen überhaupt, dürfte den Ehrgeiz aller Nationen, vor allem aber auch wieder der Amerikaner beflügelt haben. Und das scheint dringend angebracht.

Denn seit rund drei Jahren sind die USA, die noch in 2013 knapp 40 Mrd. Dollar für die Weltraumforschung ausgaben, sogar auf ihren einstigen Erzfeind Russland angewiesen, um ihre Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen. Da der russische „Taxi-Dienst“ via Sojus-Raketen nun aber aufgrund der schwelenden Ukraine-Krise aufgekündigt werden soll, will die US-Weltraumbehörde NASA ab 2017 wieder in die bemannte Raumfahrt einsteigen. Es wird auch wohl kaum etwas anderes übrig bleiben. Und damit dürften sich die 39,3 Mrd. Dollar an Ausgaben für die Raumfahrt nochmals erhöhen.


Fortschritt kurbelt die Konjunktur an

Gut für die Wirtschaft – Und hier sind wir wieder beim Thema Aktien: Trauen Sie sich, Ihr Geld in innovative, gewinnbringende und vorausschauende Unternehmen zu stecken. Denn damit profitieren Sie nicht nur direkt in Form von Renditen, sondern beteiligen sich auch noch am Fortschritt für die Menschheit. Denn eines steht fest: Die Unternehmen, weltweit und egal in welcher Branche, die „dauernd jetzt“ am Ball sind, bringen nicht nur ihre Bilanzen voran, sondern wirken auch zum Wohl der Gesellschaft.

Ob es sich, wie oben erwähnt, um die Raumfahrt handelt, die zu neuen wichtigen Erkenntnissen über unsere Erde führt, um Pharmaunternehmen, die neue Medikamente gegen Menschheitsgeiseln wie Krebs oder Aids entwickeln, um die Lebensmittelindustrie, die nach Mitteln und Wegen sucht, die stetig wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Sie alle haben etwas gemeinsam:

Den Blick auf sinnvolle Innovationen und auf die solide Wirtschaft ihres Unternehmens. Und genau deshalb ist Ihr Kapital dort wesentlich besser aufgehoben als auf dem Sparbuch oder in Staatsanleihen, denn selbst wenn diese grundsolide sind, werden hier weder Zinsen noch anständige Renditen abgeworfen.

Wie, wann und vor allem wo Sie investieren sollten, dazu geben Ihnen meine Kollegen Jürgen Schmitt in seinem
BÖRSEN-SPIEGEL, Dieter Wendt in seinem 100%-DEPOT und Cliff Michel in seinem Smart Money Investor ihre bestens analysierten Empfehlungen.

Sagen Sie „dauernd jetzt“ zu Aktien und schauen Sie sich auf unserer Homepage
www.boersenspiegel.comum, um festzustellen, welcher unserer Börsenbriefe am besten zu Ihnen passt.

Es grüßt Sie herzlich und kritisch zu Wochenmitte,

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Trotz allen Fortschritts bleiben noch Hürden zu überwinden: Die geplante gesetzliche Frauenquote in Aufsichtsräten stößt auf massive Kritik in der Wirtschaft. Der Arbeitgeberverband BDA lehnt die Pläne der großen Koalition ab. Auch mehrere DAX-Konzerne äußerten sich bei einer Umfrage der dpa  skeptisch. Die schwarz-rote Koalition hatte sich nach wochenlangem Streit auf eine gesetzliche Frauenquote von 30% ab 2016 an geeinigt. Dann sollen ein Drittel der Aufsichtsratsposten in 108 börsennotierten Unternehmen von Frauen besetzt sein. Sollten die Firmen die Posten nicht ausreichend mit Frauen besetzen, bleiben die Stühle leer…







Zitat der Woche




„Momentan ist richtig, momentan ist gut, nichts ist wirklich wichtig, nach der Ebbe kommt die Flut.“

Herbert Grönemeyer







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