Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 17. November 2014


  • Trotz Eiszeit und November-Blues – Deutsche Unternehmen zeigen sich unbeirrbar kampflustig

  • Ihre BÖRSEN-SPIEGEL-Woche im Überblick



 


Trotz Eiszeit und November-Blues – Deutsche Unternehmen zeigen sich unbeirrbar kampflustig




 


von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

bei einem DAX-Stand von 9.225 Punkten begrüße ich Sie zur neuen Börsenwoche. Mit dem Ende der Berichtssaison sollten wir uns auf eine eher zähe Handelswoche einstellen. Laut Börsenexperten befindet sich „der DAX im November-Blues“. Bislang fehlen positive Frühindikatoren, die eine Erholung der Konjunktur anzeigen, damit der deutsche Leitindex seine Fahrt Richtung 10.000 Punkte wieder aufnehmen kann. So lange könnte die DAX-Ampel auf Gelb stehen bleiben.

Bestimmt waren nicht nur die schwachen Vorgaben aus Japan für den lauen Handelsstart heute Morgen verantwortlich. Ebenso für schlechte Stimmung dürften die blassen Aussichten des gestrigen G-20-Gipfels im australischen Sydney gesorgt haben. Analyst Tobias Basse von der NordLB beispielsweise äußerte sehr treffend: „Ich bin zwar vorsichtig optimistisch, allerdings sollten Anleger die vielen geopolitischen Krisen im Auge behalten.“


Trotz politischer Krisenstimmung – Deutsche Autobauer lassen sich nicht unterkriegen

So verließ ein beleidigter russischer Präsident gestern vorzeitig das Treffen der 20 führenden Industrienationen, nachdem der Westen den Konfrontationskurs erneut unterstrichen hatte. Ob das Verhalten von beiden Seiten klug und lösungsorientiert ist, mag dahingestellt sein.

Es wird auch von der heutigen Tagung der EU-Außenminister in Brüssel abhängen, ob nun eine neue Eiszeit anbricht. Für die Wirtschaft jedenfalls wäre eine weitere Verschärfung der Sanktionen gegen Russland fatal – und zwar für alle Beteiligten.

Immerhin versprach uns Bundeskanzlerin Angela Merkel am Rande des Gipfels hoch und heilig, dass der Steuerzahler nie wieder eine Bank retten müsse... Wirklich überzeugend und schlagkräftig klang das alles nicht. Bleibt zu hoffen, dass es wieder einmal die tatkräftigen Unternehmen richten. Und die zeigen sich unbeirrbar angriffslustig und kampfbereit:


Audi attackiert in der Oberklasse

Nachdem Daimler im vergangenen Jahr die neue S-Klasse auf den Markt brachte und BMW im kommenden Jahr sein neues Flaggschiff, eine aktuelle Version des 7er-BMW, vorstellen will, darf Autobauer Audi nun nach zehn erfolgreichen Jahren nicht schlafen. Denn nach Berechnungen des Duisburger Forschungsinstitutes CAR verdient Daimler 2014 zum ersten Mal seit 2007 wieder mehr Geld pro verkauftem Fahrzeug als Audi. Aber die Ingolstädter reagieren:

Die VW-Tochter ist entschlossen, ernsthaft in der Oberklasse anzugreifen. Die A9-Studie, die Audi am Mittwoch auf der Autoshow in Los Angeles als vollwertiges Fahrzeug vorstellen will, soll stilbildend für alle künftigen Modelle der Niederbayern sein. Außerdem will man auch einen Geländewagen in der Upper-Class positionieren, wie Unternehmenschef Rupert Stadler mitteilte.
 

VW will 10-Millionen-Marke schon dieses Jahr knacken

Auch Europas größter Autobauer Volkswagen ist auf Angriffskurs. Die Wolfsburger werden nach Überzeugung ihres Chefs Martin Winterkorn in diesem Jahr konzernweit die 10-Mio-Marke knacken: „Wir werden in diesem Jahr wahrscheinlich erstmals mehr als 10 Mio. Fahrzeuge verkaufen, dieses große Ziel hatten wir eigentlich erst für 2018 angestrebt,“ berichtete er in der Bild am Sonntag.

„Unser großer Wachstumsmarkt ist natürlich China. Dort werden wir in diesem Jahr voraussichtlich 3,6 Mio. Autos verkaufen, von denen übrigens weit über 90% vor Ort in China gebaut werden,“ so der Konzernchef weiter. Allerdings rechnet Volkswagen schon 2015 auf dem weltgrößten Automarkt China mit einer Abkühlung.

Dass es auch dort zu einer Normalisierung kommen werde, hatte der für China zuständige Vorstand Jochem Heizmann am Freitag in Peking bekannt. Dennoch werde das Land weiterhin „auf deutlich höherem Niveau sein, als sonst irgendwo größere Automobilmärkte auf der Welt,“ so Heizmann weiter. VW verkauft schon heute gut ein Drittel seiner Pkw und leichten Nutzfahrzeuge im Reich der Mitte.


Weiterer Mutmacher aus deutschen Reihen

Ebenfalls als Mutmacher präsentiert sich ein unbeirrbares Unternehmen aus der Versicherungsbranche – eine wahre Dividendenperle. Um welches verlässliche Unternehmen es sich dabei handelt, erfahren Sie von Chefredakteur Jürgen Schmitt und Team im heutigen BÖRSEN-SPIEGEL.

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Ich wünsche Ihnen einen guten Start in eine vielleicht zur Abwechslung mal etwas ruhigere Börsenwoche.

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Wie soeben gemeldet wurde, sorgt ein weiteres deutsches Unternehmen gerade für gute Laune: Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat den US-Rivalen Pfizer für eine großangelegte Allianz in der Krebsmedizin gewonnen. Merck winken im Zuge der Kooperation bis zu 2,3 Mrd. Euro. Die Merck-Aktien stiegen daraufhin zeitweise um mehr als 3,5% auf 76,96 Euro und sind damit heute bislang größter DAX-Gewinner.





Ihre BÖRSEN-SPIEGEL-Woche im Überblick




Montag, 17. November 2014

Konjunkturdaten:
Deutschland: Sentix Sektor Sentiment
11:00 EU: Handelsbilanz 09/14
14:30 USA: Empire State Index 11/14
15:15 USA: Industrieproduktion 10/14
15:15 USA: Kapazitätsauslastung 10/14

Unternehmensdaten:
Deutschland:
BayernLB: Q3-Zahlen
Europa:
Hennes & Mauritz: Q3-Umsatz

Sonstige Termine:
Deutschland: 17. "Euro Finance Week" (bis 21.11.2014), mit Jürgen Fitschen (Dt. Bank), Reto Francioni (Dt. Börse), Yves Mersch (EZB), Michael Meister (Bundesfinanzministerium), Volker Wieland (Wirtschaftsweiser), Frankfurt


Dienstag, 18. November 2014

Konjunkturdaten:
08:00 Deutschland: Acea: Kfz-Neuzulassungen 10/14
11:00 Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen 11/14
12:00 USA: Home Depot Q3-Zahlen
14:30 USA: Erzeugerpreise 10/14

Unternehmensdaten:
Deutschland:
Sixt: Q3-Zahlen (Call 10:30) (07:30)
United Internet: Q3-Zahlen (07:30)
Zooplus: Q3-Zahlen (07:30)

Europa:
Österreich: Semperit: Q3-Zahlen
Schweiz: Holcim: Investor Day
Großbritannien: AstraZeneca: Investor Day, London

Sonstige Termine:
10:00 Deutschland: Statistisches Bundesamt Pk zum Statistischen Jahrbuch 2014


Mittwoch, 19. November 2014

Konjunkturdaten:
10:00 Deutschland: EZB Leistungsbilanz 09/14
14:30 USA: Baubeginne- und genehmigungen 10/14
16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)
20:00 USA: Fed Sitzungsprotokoll 28./29.10.2014

Unternehmensdaten:
Deutschland:
Wirecard: Q3-Zahlen (07:30)
Tipp24: ao Hauptversammlung (10:00)
Hugo Boss: Investor Day, Paris

Europa:
Luxemburg: Gagfah: 9-Monatszahlen (07:00)
Großbritannien: Royal Mail: Halbjahreszahlen (08:00)
Österreich: Schoeller-Bleckmann: Q3-Zahlen

USA:
Target: Q3-Zahlen

Sonstige Termine:
USA: Autoshow Los Angeles beginnt (bis 30.11.2014)


Donnerstag, 20. November 2014

Konjunkturdaten:
08:00 Deutschland: Statistisches Bundesamt: Erzeugerpreise 10/14
09:30 Deutschland: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 11/14 (1. Veröffentlichung)
10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 11/14 (1. Veröffentlichung)
16:00 EU: Verbrauchervertrauen 11/14 (vorab)
14:30 USA: Verbraucherpreise 10/14
14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
14:30 USA: Realeinkommen 10/14
16:00 USA: Philly Fed Index 11/14
16:00 USA: Verkauf bestehender Häuser 10/14
16:00 USA: Frühindikatoren 10/14

Unternehmensdaten:
Deutschland:
ThyssenKrupp: Jahreszahlen (Pk 10:00)
Schaeffler: 9-Monatszahlen

Europa:
Österreich: Raiffeisen Bank International: Q3-Zahlen (07:00)
Schweiz: Schmolz+Bickenbach: Q3-Zahlen (07:00)
Schweiz: BB Biotech: Biodays 2014, Zürich
Schweden: Electrolux: Capital Markets Day

USA:
Intel: Investor Meeting

Sonstige Termine:
Deutschland: Cisco Connect (bis 21.11.) - Konferenz zum Thema Internet der Dinge, Berlin


Freitag, 21. November 2014

Konjunkturdaten:
Deutschland: Bundesfinanzministerium: Monatsbericht 11/14

Unternehmensdaten:

Deutschland:
SLM Solutions: Q3-Zahlen

USA:
Foot Locker: Q3-Zahlen

Sonstige Termine:
Deutschland: Frankfurt European Banking Congress 2014, u.a. mit EZB-Präsident Mario Draghi, Commerzbank-Chef Martin Blessing, Dt.-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen, Bundesbank-Präsident Jens Weidmann und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble





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