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Ausgabe vom 07. November 2014


  • 3 von 8 DAX-Schwergewichten können richtig punkten

  • Super-Mario zündet ein Kursfeuerwerk   

3 von 8 DAX-Schwergewichten können richtig punkten
 


von Dieter Wendt    
Chefredakteur 100%-DEPOT         FacebookLike   TwitterFollow 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

gestern war der Tag der Superlative: Denn allein acht DAX-Schwergewichte haben ihre Quartalszahlen vorgelegt. Doch damit nicht genug: Natürlich warteten alle Anleger mit Spannung auf die Ergebnisse der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB), deren Verlautbarungen den DAX dann endgültig nach oben katapultierten.

8 DAX-Schwergewichte berichten recht uneinheitlich

Die Zahlen für das dritte Quartal fielen recht uneinheitlich aus. Immerhin drei DAX-Titel konnten richtig punkten. Zu den größten Gewinnern zählten gestern HeidelbergCement, Beiersdorf und Adidas. Die guten Quartalszahlen katapultierten die drei Werte zeitweise um fast 7% nach oben.

Obwohl der Gewinn von Beiersdorf aufgrund erneuter Probleme in China sowie von Währungseffekten um mehr als ein Viertel gedrückt wurde, hält der Finanzvorstand an seinen Prognosen für ein starkes viertes Quartal fest. Das belohnen die Anleger mit einem Kursfeuerwerk von 6,8% in der Spitze.
 
Auch Adidas konnte endlich mal wieder punkten, da der Gewinnrückgang weniger stark ausfiel als erwartet. Um 5,3% schnellte der Kurs im Laufe des gestrigen Tages nach oben. Und das, obwohl der Sportartikelhersteller unter dem schwächelnden Golfgeschäft sowie den Problemen in Russland leidet. Denn Umbaukosten sowie höhere Aufwendungen für Beschaffung und Marketing schlugen auf den Gewinn, der unter dem Strich um 11% auf 282 Mio. Euro zurückging.

Bei HeidelbergCement waren ganz einfach die Zahlen verantwortlich für die gute Tagesperformance. Gut laufende Geschäfte in Nordamerika und Großbritannien haben dem Baustoffkonzern im dritten Quartal Auftrieb gegeben. Zudem profitierten die Heidelberger von höheren Preisen und ihrem strikten Sparkurs.

Leicht abgeschlagen hinter dem Gewinnertrio liegen die Aktien der Commerzbank. Das Unternehmen hat seinen Gewinn immerhin verdreifacht und ist auf einem guten Weg. Dank niedrigerer Vorsorge für faule Kredite, Zuwächse im Privatkundenbereich und einer Belebung im Handelsgeschäft verdreifachte sich der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreszeitraum auf 225 Mio. Euro. Das operative Ergebnis kletterte von 103 Mio. Euro vor einem Jahr auf 343 Mio. Euro.

Siemens belegte gestern mit fast 2% Plus das Mittelfeld. Die Quartalszahlen erreichten die Erwartungen der Analysten. Damit ist leider kein Blumentopf zu gewinnen. Für das neue Geschäftsjahr kündigt das Unternehmen trotz stagnierender Umsätze einen Gewinnzuwachs an. Außerdem will Konzernchef Joe Kaeser die Dividende um 10% auf 3,30 Euro erhöhen. Das soll die Anleger milde stimmen.

Zu den Verlieren des gestrigen Tages zählte die Deutsche Telekom, deren Kurs um die Null-Linie pendelte. Dank des starken Wachstums von T-Mobile US verbuchten die Bonner im dritten Quartal einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,8% auf 15,65 Mrd. Euro. Doch Marketingausgaben in den USA und Deutschland waren teurer als erwartet und schmälerten den Gewinn des Unternehmens.

Auch Munich Re konnte nicht richtig überzeugen. Obwohl der Rückversicherer seinen Gewinn dank geringerer Belastungen durch Naturkatastrophen steigerte, konnte der Rückversicherer die Anleger nicht für sich gewinnen. Sie hatten mit mehr gerechnet. Belastend ist zusätzlich noch der niedrige Zinssatz. So ging das Kapitalanlagevermögen im dritten Quartal um 16% zurück.

Einsames Schlusslicht war der Chemiekonzern Lanxess. Mit zeitweise fast minus 6%. Ein Absturz mit Ansage. So rechnet Konzernchef Matthias Zachert zum Ende des Jahres mit roten Zahlen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, will das Unternehmen bis 2016 weltweit 1.000 Stellen abbauen, allein in Deutschland 500.





Super-Mario zündet Kursfeuerwerk


Kein Wunder, dass der DAX bis zur Pressekonferenz von EZB-Chef Mario Draghi vor sich hin pendelte. Regelrecht explodiert ist der deutsche Leitindex dann aber gestern Nachmittag, als der EZB-Präsident sich nach der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank den Fragen der Journalisten stellte.

Schon vor der Pressekonferenz mehrten sich die Spekulationen, dass die EZB mittelfristig Staatsanleihekäufe ins Visier nehmen würde. Und Mario Draghi lieferte: In der Pressekonferenz kündigte er den Beginn des Kaufprogramms von Kreditverbriefungen an. Mindestens zwei Jahre lang sollen die Käufe durchgeführt werden. Der Rat sei sich einig, zusätzliche Maßnahmen, darunter Wertpapierkäufe zu ergreifen. Man sei in diesem Punkt „ziemlich weit fortgeschritten und gut vorbereitet."


Revolte im EZB-Rat lässt Draghi kalt

Ganz einig scheint sich der Rat aber nicht mehr zu sein. Jedenfalls, wenn man einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters Glauben schenken darf. So ist bekannt geworden, dass Ratskollegen anonym Kritik an Mario Draghis autoritärem Führungsstil geäußert haben. Im Mittelpunkt stand hier sogar ein angeblicher Streit mit Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Dies tat der EZB-Chef gestern nur mit den Worten ab: „Verschiedene Meinungen sind normal.“

EZB verhilft DAX zu 1,4% Plus

Zum Thema geldpolitische Lockerung sagte er nur lapidar: „Unsere Bilanzsumme wird wachsen – und die anderer Zentralbanken wird sinken.“ Um genau zu sein, soll die Bilanzsumme der EZB auf das Niveau von 2012 angehoben werden. Darüber hinaus wurde in der Ratssitzung beschlossen, dass der Zinssatz im Euroraum wie gehabt auf dem Rekord-Tief von 0,05% bleibt.

Gut für uns Anleger, denn niedrige Zinsen lassen die Börsenkurse nach oben schnellen. Und so war es auch. Um Punkt 14.30 Uhr als Draghi weitere Lockerungen verkündete, konnte man zusehen wie der DAX die neuen Nachrichten verarbeitete. Er stürmte gradlinig nach oben und erreichte sehr schnell ein Plus von 1,4%. Sie sehen, wie wichtig die Aussagen der Notenbanken sind. Leider schrumpfte dieses Plus zum Abend hin schon wieder.


US-Aktien sind immer noch meine Favoriten

Jetzt habe ich Ihnen eine ganze Menge über die DAX-Schwergewichte und den Einfluss der Notenbanken erzählt. Ihnen schwirrt sicher schon der Kopf. Aber mir ist es wichtig, dass Sie hier auf dem Laufenden bleiben. Gerade die Notenbanken haben einen enormen Einfluss auf die Entwicklung der Börse.

Was sind 7% Plus gegen 100%?

Wie Sie wissen, schlägt mein Herz aber zurzeit für ganz andere Investments. So favorisiere ich US-Aktien im Moment viel stärker als DAX-Titel. Denn, seien Sie mal ehrlich, was sind schon 7% Plus, wenn ich 100% machen kann?

Und dass ich mit US-Investments den richtigen Riecher hatte, beweist mein Börsenbrief das 100%-DEPOT. Denn still und heimlich, aber natürlich nicht unbeobachtet, haben zwei US-Titel aus meinem 100%-Basisdepot, das eine Art Empfehlungsliste darstellt, die 100%-Marke erreicht.


Zweimal 100% Plus im 100%-Basisdepot

Die Regeln des 100%-Depot sind denkbar einfach. Denn der Name 100%-Depot ist sozusagen Programm. Erreicht ein Titel, den ich im Basisdepot empfohlen haben, die 100%-Marke, wird die Hälfte davon glatt gestellt. Die andere Hälfte aber wird im 100%-Depot weiter geführt. Da ich überzeugt bin, dass die beiden Titeln auch locker nochmal 100% Plus machen, werde ich diese aus dem Basisdepot in das 100%-Depot überführen.

„Big Data“ und das „Internet der Dinge“ sind zwei Megatrends, mit denen Sie noch viel Geld verdienen werden

Ich höre Sie förmlich schon fragen: „Wieso sollten diese Unternehmen, denn nochmal um 100% steigen, wenn sie es schon getan haben?“ Ganz einfach: Sie sind in den Zukunftsmärkten schlechthin unterwegs. Ich sage hier nur zwei Worte: „Big Data“ und „Internet der Dinge“. Das sind die Megatrends der Zukunft und hier sollten auch Sie investiert sein. Denn an diesen Themen kommt niemand vorbei.

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Herzliche Grüße

Ihr
Dieter Wendt
Chefredakteur 100%-DEPOT

PS: Neugierig geworden? Ich verrate Ihnen so viel: Bei beiden US-Unternehmen handelt es sich um Chiphersteller. Welche es sind, erfahren Sie in der kommenden Ausgabe des 100%-DEPOT, die nächsten Dienstag erscheint.
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