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Ausgabe vom 04. November 2014


  • US-Automarkt ist nicht zu stoppen –
    Deutsche Autobauer profitieren 





US-Automarkt ist nicht zu stoppen – Deutsche Autobauer profitieren

  


von Cliff Michel
Chefredakteur Smart Money Investor
                                                                     
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

gestern gaben mehrere Autohersteller aus den USA ihre Absatzzahlen für den Monat Oktober bekannt. Und die können sich nach langer Zeit mal wieder richtig sehen lassen. So vermeldete Fiat Chrysler einen Verkaufsanstieg von 22% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Solch gute Zahlen hatte Chrysler zuletzt im Oktober 2001 vermeldet.


Autobauer erleben in den USA goldenen Oktober

Doch auch die deutschen Autobauer können sich freuen: So verkaufte BMW in den USA 11% mehr Autos und erzielte damit ein Rekordergebnis in seiner Firmengeschichte. Der Umsatz von Volkswagen stieg immerhin um 7,8%. Auch die Japaner können sich nicht beklagen: Nissan verkaufte 13,2% mehr Autos in Amerika. Toyota legte um 7% zu und Honda um 5,8%. Es war also für fast alle Autobauer ein goldener Oktober.

Nur Mercedes, Ford und GM konnten nicht richtig punkten

Grund für das gute Oktobergeschäft waren sicher die fallenden Ölpreise. So wurde gerade in den USA der Verkauf der so beliebten, aber leider spritfressenden SUVs angekurbelt.

Trotzdem ist der durchschnittliche Spritverbrauch von US-Autos deutlich gesunken. Laut einer Mitteilung der University of Michigan liegt er aktuell um 21% niedriger als noch vor sieben Jahren. Bei Neuwagen hat sich der Benzinverbrauch von durchschnittlich 11,7 auf 9,3 Liter pro 100 Kilometer verringert. So seien seit 2007 rund 57 Mrd. Liter Sprit oder 157 Mio. Tonnen Kohlendioxid eingespart worden.


Barack Obama will den Spritverbrauch bis 2025 drastisch senken

Wenn es nach US-Präsident Barack Obama ginge, sollte sich diese Quote noch verringern. Denn dieser hatte bereits 2012 verkündet, dass Neuwagen bis zum Jahr 2025 nur noch rund 4,3 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen dürfen.

Deutschland ist hier schon einen kleinen Schritt weiter. Hier liegt der Benzinverbrauch bei Neuwagen zurzeit bei durchschnittlich 6,1 Litern pro 100 Kilometern. Diesel-Fahrzeuge kommen sogar noch besser weg. Sie verbrauchen lediglich 5,4 Liter.


Staaten fördern zunehmend die Entwicklung von Elektroautos

Auch wenn viele Autobauer ihren Spritverbrauch stark gesenkt haben oder dabei sind, es zu tun, setzen bereits viele Staaten im Zuge der Umweltproblematik verstärkt auf die Entwicklung von Elektroautos.

Selbst China, in dem sich die protzigen Benziner sehr großer Beliebtheit erfreuen, setzt auf Elektroautos. Fakt ist, dass die Menschen in China die Sonne aufgrund der großen Smogwolke, die sich über den Städten erhebt, in den letzten Monaten nur selten sahen.


China erstickt in einer Smogwolke

China plant daher, dass ab 2016 30% alle neuen Behördenfahrzeuge mit Strom betrieben werden sollen. Staatliche Einrichtungen müssen außerdem Ladestationen auf Mitarbeiter-Parkplätzen anbieten. Auch Immobilienentwickler privater Wohnanlagen erhalten vielerorts Auflagen, um die Infrastruktur für Elektroautos weiter auszubauen. Zusätzlich sollen Subventionen beim Kauf von Elektroautos über das Jahr 2015 hinaus gewährt werden. Zurzeit gibt der chinesische Staat rund 7.700 Euro beim Kauf eines Elektroautos dazu.

In den USA erhalten Autofahrer beim Kauf eines neuen Elektroautos immerhin einen Zuschuss der amerikanischen Regierung in Höhe von 7.500 Dollar.

Auch die Europäische Kommission verabschiedete im September dieses Jahres neue Regeln, um Elektroautos noch attraktiver zu machen. Die neuen Regeln schreiben vor, dass die Mitgliedsstaaten mehr Ladestationen für Elektroautos, mehr Tankstellen für Flüssigerdgas, für komprimiertes Erdgas sowie für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge bauen müssen. Außerdem darf in Zukunft nur noch ein einheitlicher Ladestecker EU-weit verwendet werden.

2020 sollen eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren

Selbst Deutschland will den Absatz von Elektroautos weiter ankurbeln und neue Anreize für Käufer schaffen. Geplant ist es, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen. Mit dem E-Mobilitätsgesetz hat das Bundeskabinett zuletzt eine weitere Anschubhilfe für Elektroautos beschlossen.

Ziel ist es, die Fahrzeuge im täglichen Straßenverkehr zu bevorzugen und so aus ihrem Nischendasein herauszuholen. Städte und Gemeinden sollen unter anderem das Recht erhalten, kostenlose Parkplätze für Elektroautos zu reservieren und den Nutzern erlauben, die Busspuren zu nutzen. Kaufprämien – wie von der Industrie gefordert – lehnt die Bundesregierung indes nach wie vor ab. Fördern will die Politik stattdessen Forschung und Entwicklung.


Hier positionieren sich jetzt alle großen Autobauer …

Sie können sich vorstellen, dass sich auf diesem Gebiet alle großen Autobauer positionieren. Auch wenn noch viele Kunden durch die Tatsache abgeschreckt sind, dass Elektroautos bereits nach 100 Kilometern oder weniger schon wieder an die Ladestation müssen.

Ganz vorne mit spielt hier sicher der US-Elektroauto-Pionier Tesla, ansässig in Palo Alto, im Silicon Valley. Doch wachsender Beliebtheit erfreuen sich auch mehr und mehr deutsche Modelle.


… Die Pole-Position belegt aber ein deutsches Unternehmen

So gehört sicherlich ein deutscher Autohersteller zu meinen Favoriten, der gerade heute seine Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht hat. Trotz der schwächelnden Konjunktur in Europa und des schrumpfenden Wachstums brillierte der Konzern schon im September mit Rekordverkaufszahlen.

Die Verkäufe hatten weltweit um 5,3% zugelegt. Auch im Elektroautomarkt ist das Unternehmen sehr aktiv. So hat es einen Elektroflitzer entwickelt, der sich in den USA besser verkauft als die Elektroautos des Pioniers Tesla.


Spekulationen um Einstieg bei Tesla heizen Gerüchteküche an

Doch damit nicht genug, der Autohersteller plant jetzt sogar den Einstieg bei Tesla. Dabei schielt der deutsche Autobauer ganz klar auf die fortschrittliche Batterie-Technik, die durch die geplante Giga-Fabrik von Tesla sicherlich noch ausgereifter wird.

Im Gegenzug kann das Unternehmen die „Carbon-Karte“ ziehen, die sicherlich für Tesla hochinteressant ist, da leichte Baustoffe natürlich den Energiebedarf senken.


Autobauer verteidigt Pole-Position

Heute hat das Unternehmen die Quartalszahlen für das dritte Quartal verkündet. Sensationelle 9,4% mehr Rendite wurden für das dritte Quartal vermeldet. Auch der Absatz kletterte im dritten Quartal um 6,9% auf 433.145 Fahrzeuge. Damit verteidigt der Konzern seine Pole-Position unter den Autobauern.

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Herzliche Grüße

Ihr
Cliff Michel

Chefredakteur Smart Money Investor

PS: Übrigens steigt auch Investmentlegende und Spürnase Warren Buffett ins Autogeschäft ein. Seine Investment-Holding Berkshire Hathaway kaufte Anfang Oktober den fünftgrößten US-Autoverkäufer Van Tuyl aus Phoenix. Die familiengeführte Van-Tuyl-Gruppe passt perfekt in sein Beuteschema.
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