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Ausgabe vom 31. Oktober 2014


  • Vergessen Sie den Weltspartag, investieren Sie lieber in Sachwerte    
     

 


Vergessen Sie den Weltspartag, investieren Sie lieber in Sachwerte
   

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

gestern war ein denkwürdiger Tag. Nein, ich meine ausnahmsweise mal nicht das Börsengeschehen. Gestern war „Weltspartag“. Gefeiert wurde dieser Tag nun schon zum 90sten Mal, mit dem, wie ich finde, fast ironisch anmutenden Motto:

„Heute wie vor 90 Jahren – Für Groß und Klein lohnt sich’s zu sparen“

Ins Leben gerufen wurde er im Jahr 1924 und fand erstmals am 31.10.1925 anlässlich des ersten Internationalen Weltkongresses der Sparkassen in Mailand statt. Mit ihm sollte weltweit der Gedanke des Sparens und dessen Bedeutung für die Volkswirtschaft wieder ins Bewusstsein der Menschen rücken.

Hyperinflation und Währungsreform hatten das Vertrauen in Papiergeld erschüttert

Bedenken Sie den Zeitpunkt! Immerhin hatten die Menschen 1923 gerade erst die große Hyperinflation und eine Währungsreform erlebt. Hier wurden Brote mit Wäschekörben voll Geld bezahlt und kosteten jeden Tag mehr. Klar, dass das Vertrauen in Papiergeld und die Geldwertstabilität stark erschüttert war. Um hier wieder Boden gut zu machen, überlegten sich die Sparkassenvertreter den Weltspartag.

Besonders Kinder sollten und sollen immer noch mit Hilfe des Weltspartages zum Sparen angehalten werden. Traditionell bringen Kinder an diesem Tag ihr prall gefülltes Sparschwein zur Bank und erhalten dann kleine Geschenke wie Luftballons, Plüschtiere oder eben neue Sparschweine, um weiter zu sparen.


Sie kennen meine Meinung zum „Sparen“

Ja, ich finde auch, dass man nicht über seine Verhältnisse leben sollte. Und sicher ist es für die Jüngsten von Vorteil, wenn sie lernen mit ihrem Taschengeld zu haushalten. Keine Frage.

„Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not“ klappt leider nicht mehr

Sicher stimmt auch: Nur wer genügend gespart hat, kann investieren. Für jeden Einzelnen von uns ist Sparen wichtig, um sich eine finanzielle Grundlage aufzubauen, die später entweder als Sicherheitspolster, Altersvorsorge oder sogar als Einkommensquelle dienen kann. Im Idealfall nimmt das Ersparte mit der Zeit an Wert zu und gleicht, zumindest zum Teil, den Verlust durch die Inflation wieder aus.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir fallen hierzu gleich zwei große „Aber“ ein:


  • 1. Die Staatsschulden wachsen ins Uferlose: Wer Sparen predigt, muss es auch selbst tun. Und wie sieht es in Wirklichkeit aus? Die Staaten sind so hoch verschuldet wie nie. Oder können Sie mir erklären, warum beispielsweise die Verschuldung des Deutschen Staates augenblicklich bei 2,1 Bio. Euro liegt. Damit Sie es sich richtig auf der Zunge zergehen lassen können. Jeder von uns steht mit ca. 26.123 Euro in der Kreide und zwar ganz egal, ob es sich um ein Baby oder einen Greis handelt. Eine immense Verschuldung für einen Staat, der den Weltspartag feiert.


  • 2. Die Zinssätze liegen nahezu bei null Prozent: Um die Konjunktur zu beleben, sind die Notenbanker in den USA und auch Europa dazu übergegangen, die Zinsen fast auf Null-Niveau zu senken und die Märkte mit Geld zu fluten, in der Hoffnung, dass sich nun alle viel leichter Geld ausleihen können und dies die Wirtschaft ankurbelt. Das Ergebnis dieser Politik sehen wir jetzt. Auf jeden Fall hat diese Politik dazu geführt, dass Sparbuchguthaben nur noch mit 0,1% verzinst werden. Ein Witz. Und da soll jemand wirklich sparen? Wenn Sie 100.000 Euro auf Ihrem Sparbuch anlegen würden, was natürlich niemand tut, hätten Sie nach einem Jahr den wahnsinnigen Betrag von 1.000 Euro Zinsen erwirtschaftet. Und das nicht mal inflationsbereinigt. Da frage ich mich, wozu man noch Freistellungsaufträge ausfüllen muss.

Minizinsen – Das ist die bittere Wahrheit

Fakt ist: Wer auf das Sparbuch setzt, verliert. In einer Studie der Allianz steht es schwarz auf weiß, dass der Niedrigzins den deutschen Sparer seit 2010 bereits 23 Mrd. Euro gekostet hat. Eine Anlageklasse profitiert jedoch überproportional von diesem Szenario - und das sind Aktien. Denn niedrige Zinsen bedeuten hohe Aktienkurse.

Aktien sind die Profiteure der Niedrigzinspolitik

Auch aus diesem Grund sind wir hier in der Redaktion vehemente Befürworter von Aktien. Doch schauen Sie selbst: Wer in 2013 auf Aktien gesetzt hat, konnte im DAX 25% Plus machen. Da wundert es uns, dass nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts 2013 lediglich 8,9 Mio. Deutsche Aktien oder Aktienfonds besessen haben - Tendenz sinkend.

Und auch wenn in 2014 verstärktes Stockpicking angesagt war, konnten Sie beispielsweise mit Apple und vielen anderen Highflyern in diesem Jahr schon wieder 50% Plus machen.


Setzen Sie jetzt auf die Jahresendrally – Bank of Japan flutet den Markt

Es liegt also bei Ihnen, was Sie jetzt tun. Ihr Geld aufs Sparbuch legen, um im Alter noch weniger zu haben als jetzt, oder in ausgewählte Aktien zu investieren, die oft noch eine jährliche Dividendenrendite abwerfen, von der Sparbücher nur träumen.

Ich kann Ihnen schon eines verraten: Dieter Wendt, Chefredakteur des 100%-DEPOT, geht von einer ausgeprägten Jahresendrally aus. Erst gestern hat die Bank of Japan die Gelddruckmaschine angeworfen. Damit wird die Jahresendrally eigentlich schon heute eingeläutet.
Jetzt das 100%-DEPOT für 3 Monate zum günstigen Kennenlernpreis von 79 Euro (anstatt 199 Euro) bestellen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße

Ihre
Cindy Ullmann

PS: Süßes für Ihr Depot: Heute ist ja Halloween. Statistisch gesehen beginnt nach Halloween die durchschnittlich stärkste Phase eines Börsenjahres, die bis zum Januar andauert. Greifen Sie also jetzt beherzt zu. Sie wissen nicht, in welche Aktien Sie investieren sollen? Dieter Wendt hat gerade sein 100%-DEPOT mit vier neuen Werten bestückt, um von der Jahresendrally zu profitieren – bis zu 76% Plus sind hier möglich:
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