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Ausgabe vom 30. Oktober 2014


  • Die Lösung des Parkplatzproblems -
    Ein bislang unerkanntes Anlage-Potenzial 



 


Die Lösung des Parkplatzproblems - Ein bislang unerkanntes Anlage-Potenzial

  



von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

letzten Donnerstag habe ich Ihnen an dieser Stelle von Old- und Youngtimern als Kapitalanlage vorgeschwärmt. Die ergänzende Investitionsmöglichkeit dazu, die ich Ihnen heute vorstellen will, eignet sich weniger zum Schwärmen. Denn es geht – ganz pragmatisch - um die Garagen und Stellplätze dazu. Hier fehlt natürlich der Spaß- und Luxusfaktor, den der Besitz einer extravaganten Karosse mit sich bringt. Klar, eine Garage ist kein Hingucker, aber man muss sein geliebtes Fahrzeug ja auch irgendwo abstellen.

Garagen und Stellplätze als Kapitalanlage

Auch wer ein „normales“ Kraftfahrzeug sein eigen nennt, kennt das Problem, wenn er mit dem Fahrzeug in der Stadt unterwegs ist: Wo finde ich einen Parkplatz für meinen Wagen? Denn Parkplätze sind knapp und sichere Stellflächen Mangelware.

Neben der lästigen Parkplatzsuche in den Innenstädten treibt die Auto- und Motorradfahrer die ständige Angst vor Vandalismus um – ein ärgerliches Phänomen, mit dem schon viele Fahrzeugbesitzer Bekanntschaft schließen mussten.

Also suchen zahlreiche Auto- und Motorradbesitzer verzweifelt nach einer sicheren Abstellmöglichkeit für den fahrbaren Untersatz und sind bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen. Deshalb kann eine Investition in Parkplätze äußerst lukrativ sein.


Renditen von 5% bis 7% sind drin

Die meisten Kapitalanleger konzentrieren sich bei ihren Immobilien-Investitionen auf Eigentumswohnungen oder Mehrfamilienhäuser, weniger auf Garagen bzw. Tiefgaragenstellplätze. Dabei lassen sich mit deren Vermietung heutzutage hohe Renditen erzielen, sofern sie in großen Städten oder beliebten Stadtteilen liegen. Garagen und Stellplätze werden zu Preisen gehandelt, mit denen die Käufer Renditen von 5 bis 7% erzielen können.

Garagen-Potenzial ist noch unentdeckt

Viele Wohnungsbaugesellschaften stehen unter hohem Kostendruck und verkaufen ihre Garagen in den Hinterhöfen, denn sie benötigen oft dringend frisches Kapital für Sanierungsmaßnahmen und Neubauten. Daneben kommen Garagen von Bauträgern auf den Markt, die beispielsweise bei Mehrfamilienhäusern verpflichtet sind, pro Wohneinheit zwei Stellplätze anzubieten.

Wenn die jeweiligen Käufer einer Eigentumswohnung nur einen Stellplatz brauchen, werden die restlichen Bestände auf dem freien Markt angeboten. In den Immobilienabteilungen regional agierender Sparkassen und Genossenschaftsbanken werden mitunter ganze Pakete von Garagenstellplätzen angeboten. Und das oft zu günstigen Preisen.

Die Hauptursache für die niedrigen Preise liegt in der geringen Nachfrage. Die meisten Immobilienanleger halten sich bislang in diesem Segment zurück, weil das Potenzial schlicht noch nicht erkannt wurde.


Geringer Erhaltungsaufwand macht die Sache interessant

Ein entscheidender Vorteil des Erwerbs von Parkmöglichkeiten liegt im geringen Erhaltungsaufwand. Dieser besteht bei Garagen im Höchstfall aus einem neuen Anstrich und dem Instandhalten der Tore. Denn tropfende Wasserhähne oder defekte Heizungsanlagen, die einen Wohnungsvermieter schnell belasten können, gibt es hier nicht.

Bei einem Stellplatz in einer Tiefgarage ist zu berücksichtigen, dass dort meistens noch anteilig Nebenkosten (Strom, Reinigung, Hausmeister etc.) für die gesamte Tiefgaragenanlage anfallen. Diese Kosten kann man aber auf die Mieter umlegen.


Keine Mietpreisbindung und kein Mieterschutz

Für die Investition in Garagen und Stellplätze spricht auch, dass in diesem Immobiliensegment kein Mietspiegel existiert. Die Mietpreise können aus diesem Grund jederzeit erhöht werden. Angebot und Nachfrage regeln hier den Mietpreis. Außerdem greift kein Mieterschutz. Ist der Mieter säumig, kann der Vermieter bereits nach einem Monat die Rückgabe der Mietobjektes verlangen.

Hohe Risikostreuung macht das Investment attraktiv

Investoren können für den Preis, den eine Eigentumswohnung in einer deutschen Großstadt kostet, locker 20 oder mehr Stellplätze erwerben. Sollte dann einer der Mieter seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, bleiben immer noch die Einnahmen aus den restlichen Verträgen.

Diesen „Luxus“ genießt der Besitzer einer vermieteten Eigentumswohnung nicht. Zahlt der Mieter nicht, fällt die Immobilie als Einnahmequelle komplett aus. Zwar kann der Vermieter auf Kündigung des Mietverhältnisses klagen, doch diese Prozesse können sich mitunter über mehrere Monate hinziehen - mit den entsprechenden finanziellen Einbußen für den Eigentümer der Wohnung.

Es lohnt sich also durchaus, über diese Anlagealternative einmal nachzudenken, und zwar am besten, bevor der Markt so richtig in Schwung kommt. Denn es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis dieses „Garagengold“-Potenzial erkannt wird.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und grüße Sie herzlich.

Ihre
Martina Bisdorf

PS: In ihrer gestrigen Sitzung gab die US-Notenbank Fed wie erwartet bekannt, den Aufkauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren einzustellen. Der Leitzins soll allerdings noch „beträchtliche Zeit“ auf Rekordtief-Niveau bleiben. Das bedeutet also einmal mehr für uns als Anleger, weiterhin auf gewinnbringende Alternativen wie Aktien oder, für wen das in Frage kommt, auch auf Beton- oder Garagengold zu setzen.




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