Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 29. Oktober 2014


  • Geld macht nicht glücklich – Aber zufrieden

  • Zitat der Woche 


 


Geld macht nicht glücklich –
Aber zufrieden

  



von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

sie sind nicht zu übersehen, nicht zu überhören und auch keinesfalls schön zu reden, aber wir sind sie alle leid: Die täglichen Nachrichten mit den aktuellen Schreckensszenarien rund um den Globus.

Da töten IS-Kämpfer in Syrien 30 Wachleute bei der Eroberung eines Ölfelds, die WHO meldet immer beängstigendere Zahlen zur Ebola-Epidemie und vorgestern die gewaltträchtigen Bilder der Ausschreitungen von Hooligans in Köln, die gegen die Islamisten-Szene auf die Straße gegangen sind.

Last but not least sahen wir heute Nacht den amerikanischen Traum der NASA am Himmel zerbersten. Rund 200 Mio. Euro verbrannten mit der Raumsonde, die Gott sei Dank keine Menschen an Bord hatte. Und – mal ehrlich - als gestern der Bombenfund im Münchner Stadtteil Schwabing gemeldet wurde, wer hat da nicht spontan an einen Terroranschlag gedacht?

Genau deshalb habe ich Ihnen für heute positive Nachrichten versprochen – und prompt gefunden, nämlich in der Finanzwelt.


Positives Vorbild aus der Finanzwelt

Denn in all dem Wirrwarr lächelt mich eine aparte alte Dame mit schneeweißem Haar gütig und fröhlich aus einem renommierten Finanzmagazin an. Unter ihrem wunderschönen Foto lese ich: „Das Orakel von Buffalo“. Sofort hat sie mein Interesse geweckt. Ich will wissen, wer diese beeindruckende Frau ist und was sie mit der Finanzwelt zu tun hat.

So bekannt wie das „Orakel von Omaha“, uns allen geläufig als Warren Buffet, ist sie nicht, die 97-jährige ehemalige Krankenschwester Stephanie Mucha. Millionen an der Börse verdient die Amerikanerin aber dennoch und an der Wall Street sorgt die agile Investorin durchaus für Furore.


Das „Orakel von Buffalo“ – Vom Krankenhaus zur Börse

Als drittes von sechs Kindern deutsch-polnischer Eltern wurde Stephanie Mucha 1917 in den USA geboren. Und sie hat bittere Armut erlebt. Das hat sie geprägt, denn wer mit drei Schwestern das Bett teilen musste und weiß, was Hunger ist, der lernt mit Geld umzugehen und will vor allem eines: Nie wieder arm sein.

So sparte die sympathische Krankenschwester jeden Cent, um ihn an der Börse anzulegen. Zunächst arbeitete sie mit ihrem Mann zusammen. Als er 1985 starb, investierte sie allein weiter. Damit brachte sie es im Laufe der Jahre auf ein beträchtliches Vermögen von heute 5,5 Mio. Dollar.

Jetzt fragen Sie sich sicher, wie eine Krankenschwester, die sicher auch in Übersee kein üppiges Gehalt bezieht, auf die Idee kommt, an der Börse zu spekulieren. Dazu erzählt Stephanie Mucha in einem Interview mit der EURO am Sonntag, dass sie in den Jahren der Großen Depression (1930er Jahre) als Dienstmädchen bei einem Arzt gearbeitet habe.

Während sie dort das Abendessen servierte, habe sie immer genau zugehört, worüber sich die Herrschaften unterhielten. Dabei hätten stets die Börse, Aktieninvestments und Diamanten im Mittelpunkt gestanden. Schon damals sei ihr klar geworden: „Die Börse ist der Weg, ein Vermögen aufzubauen.“


Mit Beharrlichkeit und Weitblick zum Ziel

Auf die Frage, wie sie sich in Crash-Zeiten verhält, antwortet die resolute Frau in dem Interview: „Ich halte durch.“ Genau die Parole, die alle erfahrenen Finanzexperten ihren Lesern immer wieder empfohlen haben, als der DAX im Tiefflug war. (Heute befindet er sich wieder über 9.000 Punkten!) Eine Strategie, die bei Stephanie Mucha über all die Jahrzehnte ihres Börsenlebens aufgegangen ist, auch wenn ihr das, wie sie selbst zugibt, nicht immer leicht gefallen ist.

Durchhaltevermögen, aber auch der nötige Weitblick für zukunftsversprechende Investitionen haben Stephanie Mucha reich gemacht. Als ihr bestes Investment bezeichnet die Visionärin 50 Aktien, die sie und ihr Mann 1961 zu 5,11 Dollar an dem Medizintechnik-Spezialisten Medtronics erworben haben.

Damals hatte Medtronics gerade das Patent für den ersten Herzschrittmacher vom Erfinder Wilson Greatbatch gekauft. Die gelernte Krankenschwester, die Greatbatch persönlich kannte und dessen Versuche mit dem neuen, revolutionären Gerät miterlebte, erkannte sofort das riesige Potenzial dieser segensreichen Errungenschaft für die Menschheit.


Legen Sie da an, wo das Herz schlägt

Noch heute lässt sich die gelernte Krankenschwester durch ihren Beruf zu Anlageideen inspirieren. So hat sie Aktien von Pfizer, Merck, Johnson & Johnson, Abbott, GlaxoSmithKline und Bayer – allesamt aus der Pharmabranche. Sie setzt darauf, dass die Menschen immer älter werden und deshalb immer mehr Medikamente gebraucht werden.

Aber die feine Lady zögert auch nicht, in die Zigarettenindustrie (Lorillard, Reynolds, Philip Morris) zu investieren. Sie ist sich sicher, dass sie junge Leute sowieso nicht vom Rauchen abhalten kann. Wenn sie aber mit Tabakaktien Geld gewinne, könne sie es nutzen, um an anderer Stelle Gutes zu tun, erklärt sie.  


Geld verdienen, um Gutes zu tun

Und das tut die rüstige Anlegerin: Selbst kinderlos, spendete sie bereits 3 Mio. Dollar für College-Stipendien an polnische Immigranten in den USA. Und dabei hat sie noch das ehrgeizige Ziel, ehe sie stirbt insgesamt 6 Mio. Dollar zu stiften, um junge Menschen zu unterstützen.

Ein wunderbares Vorbild, von dem wir alle lernen können. Entgegen aller medialen Schwarzseherei steht eine alte Dame auf und bewegt etwas, setzt auf die Zukunft und in die Jugend. Großartig!


Auch im Alter darf man noch Visionen haben

Gerne kauft Stephanie Mucha auch Aktien von jüngeren Unternehmen. Im Technologiebereich setzt sie auf den Dauerbrenner Apple und Pepsi-Cola mag sie, weil der Konzern den neuen Süßstoff Stevia in seinen Getränken verwende, der gesünder sei als herkömmlicher Zucker.

Diese Frau ist informiert und neuen Ideen, Visionen sowie dem technischen Fortschritt gegenüber offen. So kann man gewinnen – und teilen, auch im Alter.

Allerdings hat die Investorin sich dieses Jahr entschieden, ihre Investments im Vertrauen auf einen Experten zu tätigen. Sie sei nun so alt geworden, gibt sie zu, dass sie Angst habe, Fehler zu machen. Der Markt sei heutzutage so volatil und da sie selbst keinen Computer habe (bislang hat sie am Telefon getradet), sollten das nun jüngere „erfahrene“ Finanzexperten für sie tun.


Clever, auf Finanzexperten zu vertrauen

Auch das ist eine höchst intelligente Entscheidung. Denn zu guten Investments gehört auch eine gewisse Demut und ein Gespür dafür, wem man dabei vertrauen kann. Beides besitzt die ebenso erfolgreich wie bescheiden wirkende Frau, die heute in einem kleinen Zwei-Zimmer-Appartement gegenüber der Universität von Buffalo im Bundesstaat New York lebt.

Wir wünschen Stephanie Mucha, dass sie noch lange, getreu ihrem Motto: „Geld macht nicht glücklich, aber es macht zufrieden, anderen damit zu helfen“, jungen Menschen helfen kann, ihre Träume wahr zu machen.


Träume sind zum verwirklichen da

Hätten nicht die Visionäre der Geschichte Träume gehabt und diese auch gelebt und verwirklicht, müssten wir heute noch das Rad erfinden. Deshalb sollten auch Sie nicht zögern, sich durch clevere Investments Ihre Träume zu erfüllen.

Machen Sie es wie unser Investoren-Original Stephanie Mucha. Setzen Sie auf Ihr Gespür, investieren Sie da, wo Ihr Herz schlägt, aber vertrauen Sie dabei bitte auf das Wissen von wirklich renommierten und erfahrenen Börsenexperten.

Dazu kann ich Ihnen nur empfehlen, genau zu lesen, wie unsere Börsenexperten und Chefredakteure
Jürgen Schmitt (BÖRSEN-SPIEGEL), Cliff Michel (Smart Money Investor) und Dieter Wendt (100%-DEPOT) in ihren Publikationen die Marktlage, die Unternehmen und deren Aktien einschätzen.

Schauen Sie sich auf unserer Homepage
www.boersenspiegel.com um und achten Sie auf unsere speziellen Abonnement-Angebote hier im BÖRSEN-SPIEGELdaily.

Ich wünsche Ihnen clevere Investments, sodass - wenn vielleicht nicht alle, dann aber doch einige - Ihrer Träume wahr werden.

Es grüßt Sie herzlich und kritisch zur Wochenmitte,

Ihre

Martina Bisdorf  

PS: Erfahren Sie schon morgen hier im BÖRSEN-SPIEGELdaily, wie Sie mit „Garagengold“ richtig umgehen, damit es mehr wird als ein Traum.





Zitat der Woche 


“I have a dream...”

Martin Luther King in seiner berühmten Rede anlässlich des „Marsches auf Washington für Arbeit und Freiheit“, 28.08.1963

 



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