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Ausgabe vom 02. September 2014



  • Marc Faber macht allein die Notenbanken verantwortlich - Setzen Sie jetzt auf Gold 

 



Marc Faber macht allein die Notenbanken verantwortlich - Setzen Sie jetzt auf Gold  


von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie gestern von meiner Kollegin Martina Bisdorf angekündigt, widme ich mich heute einer weiteren Investment-Legende. Es handelt sich um keinen geringeren als Marc Faber. Aufgrund seiner pessimistischen Prognosen von vielen auch ganz einfach „Mr. Doom“ genannt.

Warum man auch auf „Perma-Bären“ hören sollte

Ich höre Sie schon rufen: „Bleiben Sie mir weg mit diesem ‚Perma-Bären´. Verkündet dieser Mensch nicht ständig, dass die Börsen gnadenlos abstürzen und wir bald in eine tiefe Rezession rutschen werden. Und was ist passiert? Nichts! Die Indizes steigen immer weiter. Diese Schwarzseher haben total Unrecht. Irgendwann werden Sie vielleicht einmal Recht bekommen. Wenn ich aber in den letzten Jahren auf diese Schwarzseher gehört hätte, hätte ich schöne Aktien-Gewinne einfach verpasst.“

Da kann ich Ihnen nur Recht geben. Gerade die Schwarzseher lagen in den letzten Börsen-Jahren stark daneben. Aber dennoch finde ich, dass jemand, der an der Börse aktiv ist, viele Meinungen kennen muss. Nur wer auch die andere Seite der Medaille kennt, kann sich seine eigene Meinung bilden. Und „Mr. Doom´s“ Art die Märkte zu beurteilen, ist eine ganz besondere, wie ich finde.


In den Notenbanken liegt die Wurzel allen Übels

Ich wähle Marc Faber heute schon allein deshalb, weil es gut zu dieser Woche passt. Denn alle Anleger warten gespannt auf die EZB-Sitzung, die am Donnerstag stattfindet. Jeder fragt sich doch, wird Mario Draghi die Bazooka zünden, also die Anleihekäufe starten, um die Deflation in die Schranken zu verweisen? In den Notenbanken liegt für Marc Faber nämlich die Wurzel allen Übels.

Doch zunächst einmal ein paar Worte zu seiner Vita. Geboren ist Marc Faber 1946 in der Schweiz. Sein Vater war ein berühmter Sportmediziner, der die Schweizer Skimannschaft betreut hat. Gerne wollte der Sohn in seine Fußstapfen treten oder zumindest ein berühmter Skiläufer werden. Doch der Vater riet ihm ab. Er solle lieber etwas Vernünftiges lernen. So schreibt sich Marc Faber an der Uni Zürich für die Fächer Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft ein.

Anschließend promoviert er in Wirtschaftsgeschichte. Weil er nicht weiß, was er danach tun soll, aber auf keinen Fall in der Schweiz bleiben will, bringt ihn der Zufall nach New York zu White Weld & Company. 1973 zieht er nach Hongkong, 1978 wechselt er zu Drexel Burnham Lambert und macht sich 1990 selbstständig, wo er unter anderem auch Herausgeber des Gloom Boom & Doom Reports ist.

Das Thema Preisbewegungen hat ihn immer interessiert. Da hat er sich reingekniet, gelesen, studiert und Hintergründe erforscht. Neugierig sein, sich im Ausland umschauen, nicht mit der Masse schwimmen, Investments aufspüren für die sich niemand interessiert, sich demutsvoll gegenüber den Märkten verhalten, viele Fachbücher lesen, sich in Dinge einarbeiten, sie durchdenken und hinterfragen und vor allen Dingen frei sein, das ist ihm wichtig.

Seit einigen Jahren lebt Marc Faber in Chiang Mai in Thailand. Dort ist er jedoch nur wenig anzutreffen, weil er wie er selbst sagt, einmal im Monat die ganze Welt umrundet, ein Weltenmensch eben, der überhaupt keine Lust hat, sich zurückziehen, um seinen Garten zu pflegen.





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Was macht Marc Faber so bekannt?

Seine Berühmtheit rührt daher, dass er die vergangenen Crashs wie die Japan-Baisse, den Börsencrash von 1987, die Asienkrise und das Platzen der Technologie-Blase 2000 richtig vorhersagte. Seither gilt Marc Faber auch als pessimistischer Börsenguru.

Und gerade jetzt ist er pessimistischer denn je. Verantwortlich für die Misere sind in seinen Augen ganz allein die Notenbanken. Angefangen bei Alan Greenspan über Ben Bernanke zur jetzigen Fed-Chefin Janet Yellen hätten sie alle mit ihrer lockeren Geldpolitik dafür gesorgt, dass sich die Märkte immer weiter aufblähen und es jetzt höchste Zeit werde, einmal Dampf abzulassen, wenn es nicht schon zu spät sei.

Mit ihrer lockeren Geldpolitik hätten die Notenbanken die Konjunktur am Leben gehalten. Es sei aber kein nachhaltiges Wachstum erzeugt worden. Laut Faber kann man die Konjunktur nämlich nicht über ein Ankurbeln der Vermögenspreise anheizen. So steuern wir seiner Meinung nach unweigerlich auf eine Katastrophe zu, bei der das Platzen der Aktienblase wahrscheinlich nur das kleinste Übel sein wird.


Faber empfiehlt Gold als sicheren Hafen

Faber ist sogar überzeugt, dass die Notenbanken Ihre Programme der quantitativen Lockerung immer weitertreiben werden „bis QE 99“. Nach seiner Ansicht sollte daher jeder Anleger seine Investments breit streuen und auch in verschiedenen Ländern diversifizieren. Nur so könne sich jeder vor dem bevorstehenden Sturm schützen. Darüber hinaus sollten Anleger ein Viertel ihres Vermögens in Gold halten. Das sei sozusagen der sichere Hafen in ungemütlichen Zeiten.

Was können wir von Marc Faber lernen?

Es ist nicht immer ganz leicht, die Strategie von Marc Faber zu verstehen, weil er in sehr langfristigen Zyklen denkt und die Sache sehr volkswirtschaftlich betrachtet. Aber man sollte seine düsteren Prognosen nicht ganz in den Wind schlagen, denn er lag gerade mit seinen Vorhersagen bezüglich Börsencrashs leider oft sehr richtig.

Daher kann ich Ihnen nur raten, hin und wieder seine Meinung zu verfolgen. Und seien wir mal ehrlich, ein wenig Gold auf der hohen Kante zu haben, hat eigentlich noch niemandem geschadet. Dieser Meinung ist auch Cliff Michel, Chefredakteur des Smart Money Investor, der seinen Lesern in seiner letzten Ausgabe ein interessantes Goldinvestment vorgestellt hat.
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Herzliche Grüße

Ihre

Cindy Ullmann

PS: Schon jetzt können Sie übrigens sehen, was eine kleine Andeutung eines EZB-Notenbank Chefs bewirken kann. Der DAX setzt jedenfalls darauf, dass Mario Draghi die Geldschleusen am Donnerstag öffnen wird und startet heute durch.



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