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Ausgabe vom 22. August 2014


  • „Zum Golde drängt, am Gold hängt …“  



„Zum Golde drängt, am Gold hängt …“
  


von Cliff Michel
Chefredakteur Smart Money Investor
                                                                     
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

diese Woche schaut die ganze Welt nach Jackson Hole, einem Tal nahe der Stadt Jackson in den Bergen Wyomings. Denn jährlich treffen sich hier Notenbanker, Volkswirte und Politiker aus aller Welt, um sich beim „Federal Reserve Bank of Kansas City Economic Symposium“ auszutauschen. Dieser Termin steht im Kalender der Notenbanker, aber auch der Anleger auf Platz eins.

Denn nicht selten werden hier geldpolitische Weichen gestellt und wichtige Reden gehalten.
Dieses Jahr steht die Entwicklung der Arbeitsmarktzahlen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Dieses Thema gehört zu den Steckenpferden der US-Notenbank-Chefin Janet Yellen und hat großen Einfluss darauf, ob das Anleiheprogramm, wie angekündigt, bis zum Herbst zurückgefahren wird oder nicht bzw. wann die Fed die Zinswende einläuten wird.

Die ganze Finanzwelt stellt sich heute eine Frage: Wann steigen in den USA die Zinsen?
Denn steigende oder fallende Zinsen haben jeweils einen entscheidenden Einfluss auf die Aktienmärkte. Bereits am Mittwoch hatte die Veröffentlichung des Protokolls vom letzten Treffen der US-Währungshüter („Fed Minutes“) offen gelegt, dass eine Zinswende früher als bisher erwartet kommen könnte.

So sprachen sich viele Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses für eine frühere Leitzinserhöhung als bisher erwartet aus, falls die Erholung am Arbeitsmarkt schneller als prognostiziert voranschreitet. Kein Wunder, dass alle Welt gespannt nach Jackson Hole sieht, wo Janet Yellen heute um 16 Uhr ihre Keynote-Rede halten wird.


Übernehmen die „Falken“ die Oberhand?

Nun sollten Sie wissen, dass der Fed-Offenmarktausschuss in zwei Lager geteilt ist, in die „Falken“ und die „Täubchen“. „Falken“ sind im Notenbankjargon die Befürworter einer straffen Geldpolitik. Die Anhänger einer lockeren Linie hingegen werden als „Tauben“ bezeichnet.
 
Janet Yellen wird zu den „Obertäubchen“ in der Fed gezählt, weil sie sich bisher nicht so positiv zu den Entwicklungen am Arbeitsmarkt geäußert hat und eher davon ausgeht, dass die guten Zahlen eine schlechte Basis haben. So wird sie die expansive Geldpolitik wohl erst einmal weiterführen. Außerdem gehe ich davon aus, dass keiner wirklich an einer starken Währung interessiert ist.

Die Spannung auf Yellens Rede wird noch zusätzlich angeheizt, weil die gestern veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA in der vergangenen Woche überraschend stark gesunken sind. Im Vergleich zur Vorwoche gingen sie um 14.000 auf 298.000 zurück. Erwartet wurden hingegen 303.000 Erstanträge.


Warum schreibe ich Ihnen das alles? Ganz einfach, wenn Janet Yellen heute Nachmittag wie gewohnt wie ein Täubchen reagiert und ihre Bedenken nun auf der heute beginnenden Notenbank-Konferenz wiederholt, könnte dies den Dollar schwächen und so dem Goldpreis neuen Auftrieb geben.

China greift London als internationales Goldhandels-Zentrum an

Doch auch von ganz anderer Seite könnte der Goldpreis neuen Auftrieb erhalten. Denn still und heimlich errichten die Chinesen eigene Goldhandelsplätze im Land, um unabhängiger vom Dollar zu werden und den Renminbi als alternative Reserve-Währung aufzubauen.

So gibt es ja bereits eine Goldbörse in Shanghai. Diese soll jedoch spätestens Ende September 2014 auch das Recht bekommen, Gold-Terminkontrakte auf Basis der chinesischen Währung Renminbi zu handeln. Grundlage hierfür war eine Entscheidung der Chinesischen Zentralbank, einen internationalen Handelsplatz für Gold in Shanghai zu errichten.

Damit könnte Shanghai schon sehr bald zum weltweit drittgrößten Goldhandelsplatz nach New York und London werden. Denn bisher waren internationale Investoren vom chinesischen Edelmetallhandel ausgeschlossen.

Heute schon ist die Shanghaier Goldbörse der größte Handelsplatz der Welt für physisches Gold. China produziert nicht nur mehr Gold als alle anderen Länder der Welt – im vergangenen Jahr zum siebten Mal hintereinander – sondern ist auch der größte Konsument. Das wird den Goldpreis beflügeln.


Setzen Sie bei Gold nicht nur auf den sicheren Hafen – Hier ist wesentlich mehr Musik drin

Gold ist also nicht nur ein sicherer Hafen in Zeiten geopolitischer Krisen, wie wir sie zurzeit leider zuhauf in der Welt vorfinden, sondern könnte diesen Herbst noch zu ungeahnten Höhen aufsteigen. Wenn die Kurse erst einmal richtig anziehen, dann stehen Sie hoffentlich nicht an der Seitenlinie.

Welche Goldinvestments ich bevorzuge, erfahren Sie in meiner aktuellen Ausgabe des Smart Money Investor, den Sie mit Klick auf folgenden Link 30 Tage kostenlos auf Herz und Nieren testen können:
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Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße

Ihr
Cliff Michel
Chefredakteur Smart Money Investor

PS: Übrigens setzen auch die großen Investmentlegenden wieder verstärkt auf Gold. So wurde bekannt, dass George Soros vor Kurzem seine Goldinvestments stark aufgestockt hat. Der Mann ist für seine Spürnase bekannt. Damit möchte ich auch auf die neue Serie hier im BÖRSEN-SPIEGLdaily hinweisen. Meine Kollegin Cindy Ullmann wird die großen Investmentlegenden in den nächsten Wochen einmal genauer unter die Lupe nehmen und Ihnen verraten, wie diese sich in Krisenzeiten positionieren.
 


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