Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 21. August 2014



  • Der Top-Empfehlung auf den Zahn gefühlt - 
    Allianz mit zeitgemäßem Konzept



 



Der Top-Empfehlung auf den Zahn gefühlt - Allianz mit zeitgemäßem Konzept   


 


von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am Montag habe ich mich dafür ausgesprochen, dass sensible Angelegenheiten, jedweder Art auch immer, in die Hände von Experten gehören. Darauf vertraut wohl auch in Deutschland die Mehrheit der Bevölkerung, gerade wenn es um das Thema Sicherheit geht. Davon profitiert schon über Jahre unsere
BÖRSEN-SPIEGEL-Top-Empfehlung, die ich Ihnen an dieser Stelle als Blue Chip aus der Versicherungsbranche angekündigt hatte.

Klar, es ging um die Allianz, die als Deutschlands größter Versicherer mit erstaunlich robusten Zahlen für die zweite Jahreshälfte aufgewartet hat. Für diejenigen, die es im
BÖRSEN-SPIEGEL noch nicht gelesen haben, hier in Auszügen Jürgen Schmitts Meinung zu dem Versicherungsriesen:

„Die Allianz ist in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf Rekordkurs geblieben. Wegen der anhaltenden Niedrigzinsen streckt der Versicherungsriese seine Fühler zunehmend in neue Anlagefelder aus. Dem Unternehmen gelingt es immer besser, seine neuen Produkte auch an den Mann zu bringen…“  


Allianz denkt um – Regionale Präsenz gefragt

Grund genug, dem Konzern einmal näher auf den Zahn zu fühlen und nachzuschauen, wohin er denn seine Fühler ausstreckt und in welche Richtung ein Umdenken sattfindet. So meldete das Hamburger Abendblatt am Dienstag, dass Deutschlands größter Versicherer sich wieder stärker regional profilieren wolle.

Das Unternehmen ist zwar an 12 großen Standorten von München bis Hamburg vertreten. Nach außen war das aber in den Regionen oft nicht mehr wahrnehmbar. „Das haben wir jetzt geändert“, erklärte der neue regionale Ansprechpartner für die Hansestadt, Andreas Schmid, im Gespräch mit der Hamburger Zeitung. Der 47-Jährige will den Kontakt zu Politik, Wirtschaft und Verbänden halten. Erstmals werden auch wieder regionale Geschäftsergebnisse bekanntgegeben.


Zentralismus als Ergebnis von Sparprogrammen

Der stärkere Zentralismus war, wie bei vielen anderen Unternehmen auch, ein Ergebnis von Sparprogrammen und Effizienzsteigerungen. Strukturen wurden zusammengefasst und Zweigniederlassungen schrumpften zu Betriebsgebieten. Damit blieb auch die Außendarstellung in den Regionen auf der Strecke.

Inzwischen haben die Konzernlenker aber wieder die Wichtigkeit der Kundenbindung durch den direkten Kontakt und die Präsenz des Unternehmens vor Ort erkannt. Das gewinnt auch an Bedeutung, weil Schäden nicht nur finanziell reguliert werden, sondern zunehmend auch Service-Leistungen im Rahmen des Versicherungsschutzes wie Handwerkerleistungen oder Patientenbegleitung nachgefragt werden.

Es geht dem Versicherungsunternehmen mit Hauptsitz in München über die Zusammenarbeit mit Politik und Verbänden hinaus darum, auch stärker in den einzelnen Regionen als Arbeitgeber und Ausbilder wahrgenommen zu werden. Langfristig sei die Personalgewinnung aufgrund der demografischen Entwicklung immer bedeutender. Dazu gehöre auch die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft, in die verstärkt intensiviert werden solle.


Dauerhafter Erfolg duldet keinen Stillstand

Für mich ist das ein durchaus positives und nachahmenswertes Konzept, zum einen, weil ich persönlich die regionale Präsenz von Dienstleistern mit Ansprechpartnern direkt vor Ort schätze. Oder haben Sie sich nicht schon einmal geärgert, dass Sie bei einem Service-Dienstleister, an den Sie vielleicht eine einfache Frage hatten, erst per Knopfdruck mit fünf verschiedenen Maschinen sprechen mussten, um dann, nach einer Wartezeit von gefühlten 10 Minuten einen Call-Center-Mitarbeiter am Telefon zu haben, der am nächsten Tag Ihren Namen nicht mehr weiß?

Zum anderen geht es für das Unternehmen um Nachhaltigkeit durch eine engere Kundenbindung. Schließlich ist der Kunde König und ohne ihn kann kein Unternehmen existieren. Die Allianz ist deshalb auch ein Beispiel dafür, dass sich gesunde, solide und erfolgreiche Unternehmen nie auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern immer weiter nach neuen Wegen suchen, ihre Ergebnisse zu verbessern. Jetzt muss der Konzern nur noch in der Vermögensverwaltung umschwenken, dann sollte dem nichts im Wege stehen.

In Ergänzung zum
BÖRSEN-SPIEGEL, in dem Sie immer aktuelle Analysen der renommierten Finanzmagazine finden, zitiere ich einen Auszug aus der aktuellen EURO am Sonntag, die über die Allianz schreibt:

„Trotz Schwäche der Vermögensverwaltung dürfte der Versicherungsriese 2014 einen Rekordgewinn erzielen. Nach dem guten ersten Halbjahr peilen die Münchner das obere Ende ihrer Prognosespanne von 9,5 bis 10,5 Mrd. Euro beim operativen Ergebnis an. Die Gewinnschätzungen in diesem Jahr sind stärker gestiegen als der Aktienkurs. Die hohe Dividendenrendite rechtfertigt das relativ hohe KGV.“

Mit dieser Expertenmeinung wünsche ich Ihnen einen schönen Tag und grüße Sie herzlich,

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Trotz aller positiven Beispiele aus relativ krisensicheren Branchen dürfen wir augenblicklich die Ukraine/Russland-Krise nicht ganz außer Acht lassen. So wirken sich die Sanktionen gegen Russland immer stärker auf die deutschen Exporteure aus. In der ersten Jahreshälfte 2014 nahmen sie dort bereits knapp 3 Mrd. Euro weniger ein als im Vorjahreszeitraum.






Abbestellen des Newsletters

Wenn Sie diesen kostenlosen Newsletter abbestellen wollen, klicken Sie bitte HIER.

Ihnen wurde dieser kostenlose Newsletter weitergeleitet
und Sie wollen ihn nun auch beziehen?

Gehen Sie einfach aufwww.boersenspiegel.com und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse in das entsprechende Formularfeld ein.

Kritik, Fragen, Anregungen?
Senden Sie uns eine E-Mail an
Martina.Bisdorf@boersenspiegel.com

Risikohinweis
Bitte beachten Sie: Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber für vertrauenswürdig erachtet. Dennoch ist die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der Ausführungen für die eigene Anlageentscheidung möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Wir geben zu bedenken, dass Aktien grundsätzlich mit Risiko verbunden sind. Der Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Sie sollten sich vor jeder Anlageentscheidung weitergehend beraten lassen. Der Herausgeber kann Short- oder Long-Positionen in der/den behandelte(n) Aktie(n) halten. Copyright: © 2014 MECONOMICS. Nachdruck (auch auszugsweise), kommerzielle Weiterverbreitung und Aufnahme in kommerzielle Datenbanken nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

Herausgeber:
MECONOMICS GmbH, Flemingstrasse 20-22, 36041 Fulda

 V.i.S.d.P.: Jürgen Schmitt, Fulda



Börsen-Spiegel Verlagsgesellschaft mbH
Flemingstrasse 20-22
36041 Fulda
Telefon: +49 (661) 480 499 0
Telefax: +49 (661) 480 499 15
E-Mail: service@boersenspiegel.com
Datenschutz | AGB | Impressum
©2020 Börsen-Spiegel Verlagsgesellschaft mbH