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Ausgabe vom 25. Juli 2014


  • „Brot und Spiele“ – Ist Spaniens Sparer-Enteignung die Blaupause für Europa?



„Brot und Spiele“ – Ist Spaniens Sparer-Enteignung die Blaupause für Europa?

von Cliff Michel
Chefredakteur Smart Money Investor
                                                                     
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

was gibt man dem Volk, wenn es mit der Wirtschaft einmal nicht so gut läuft? „Brot und Spiele“ Der Ausdruck stammt vom Dichter Juvenal, der kurz nach Christi Geburt im alten Rom gelebt und mit seinen kritischen Satiren für einiges Aufsehen gesorgt hat. Von ihm stammt übrigens auch der Ausspruch „Mens sana in corpore sano“ („In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“), aber das nur am Rande.

Der Ausdruck „Brot und Spiele“ bezeichnet auch heute noch die Strategie von Machthabern, ganz gleich ob Politiker oder Unternehmer, das Volk mit Wahlgeschenken und eindrucksvoll inszenierten Großereignissen von wirtschaftlichen oder politischen Problemen abzulenken. Hiervon wurde schon gern im alten Rom Gebrauch gemacht, aber auch heutzutage, 2000 Jahre später, findet es noch rege Anwendung.

0,03% Steuer auf Sparguthaben - Spaniens Regierung enteignet die Sparer

So jüngst geschehen in Spanien. Während sich die Spanier wegen der in der Vorrunde der WM ausgeschiedenen spanischen Nationalelf noch die Wunden leckten, mit dem Amtsantritt des neuen Königs Felipe IV. beschäftigt waren oder ganz einfach Ihren Sommerurlaub planten, legte die spanische Regierung still und heimlich einen Gesetzesentwurf vor, der brisanter nicht sein könnte und gerade verabschiedet worden ist.

Erstmals will Spanien landesweit auf alle Bankguthaben eine einheitliche Steuer in Höhe von 0,03% erheben. Und zwar nicht nur auf größere Sparguthaben, sondern vom ersten Euro an. Und es kommt noch besser: Um eine mögliche Kapitalflucht auszuschließen, soll diese Regelung bereits rückwirkend zum 01. Januar 2014 gelten. Eine feine Sache, die sich der fast marode Staat da ausgedacht hat. Und wieder einmal trifft es die Sparer, die eh schon gebeutelt von niedrigen Zinsen Jahr für Jahr zusehen müssen wie ihr Vermögen von der Inflationsrate aufgefressen wird.

Ist eine Spar-Steuer auch in Deutschland denkbar?

Sie fragen sich jetzt sicher besorgt, ob diese „Maßnahme“ auch in Deutschland oder anderen europäischen Staaten angedacht ist. Mit dieser Sorge stehen Sie nicht allein da. Denn immerhin fast 65% der deutschen Sparer gehen laut Umfrage eines großen deutschen Finanzportals davon aus, dass die Spar-Steuer auch in Deutschland Anwendung finden wird. Dieser Entschluss könnte sozusagen die Blaupause für die ganze EU sein.

So sorgte ja bereits der Vorschlag des Internationalen Währungsfonds (IWF) letzten Herbst für einige Verunsicherung. Die Idee des IWF klingt simpel: Um die Staatshaushalte auf einen Schlag kräftig zu entlasten, sollen die Bürger der Euro-Zone eine Vermögensabgabe in Höhe von 10% auf Sparvermögen, Wertpapiere und Immobilien zahlen.  

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber für mich klingen die 0,03%, die dem spanischen Staat immerhin fast 400 Mio. Euro in die Kasse spülen würden, für ein erstes vorsichtiges Herantasten an dieses brisante Thema.

Noch dementiert die deutsche Regierung, aber wer weiß …

Noch dementiert die deutsche Regierung ein ähnliches Vorhaben, doch mal ehrlich, warum sollte sich der deutsche Staat dieses kleinen Steuer-Tricks nicht bedienen? Schließlich würde man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Erstens würde die Konjunktur dank stärkerer Konsumausgaben angekurbelt und zweitens würden die Staatskassen üppig gefüllt werden, um die Schuldenberge abzubauen.

Sie haben die Wahl, handeln Sie jetzt!

Um Ihr hart verdientes Sparvermögen vor dem Staatszugriff zu schützen, bleibt Ihnen keine andere Wahl, als es in Sachwerte (sprich Aktien) umzuschichten. Natürlich kann ich Ihnen keine Garantie geben, dass der Staat hier nicht irgendwann auch einmal zugreift. Doch noch sind Sachwerte klar die bessere Wahl, denn anscheinend haben es die Politiker jetzt erst einmal auf die Sparguthaben abgesehen.  

Setzen Sie auf den Profiteur des deutschen WM-Sieges

Damit zurück zum Thema WM und meiner Börsenpublikation Smart Money Investor. Für die aktuelle Ausgabe des Smart Money Investor habe ich die Profiteure der WM einmal näher unter die Lupe genommen und bin auf einen interessanten Wert gestoßen. Es handelt sich um ein Unternehmen, das in den vergangenen Monaten von den Anlegern abgestraft wurde und eine Korrektur von immerhin 20% hingelegt hat.

Dank des Sieges der deutschen Nationalmannschaft verziehen sich die dunklen Wolken gerade vehement und die Aktie entpuppt sich als wahres Value-Schnäppchen. Das sind die Werte, die ich liebe. Zum richtigen Zeitpunkt beherzt eingestiegen, wird dieser Wert schöne Gewinne in Ihr Depot spülen. Lassen Sie sich diesen Kursanstieg also bitte nicht entgehen. Um welches Unternehmen es sich handelt, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe des Smart Money Investor.
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Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

Herzliche Grüße

Ihr

Cliff Michel
Chefredakteur Smart Money Investor

PS: Wer unbeschwert in den Urlaub reisen will, sollte vorher sein Depot absichern. Wie das funktioniert, erfahren Sie in der kommenden Smart Money Investor-Ausgabe, die am 06. August erscheint. Hier widme ich mich dem wichtigen Thema: „So sichern Sie Ihr Depot in schwierigen Marktphasen einfach und transparent ab.”
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