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Ausgabe vom 02. Juli 2014



  • Auch Schwarmintelligenz kommt nicht ohne gute Führung aus

  • Zitat der Woche
       

 

Auch Schwarmintelligenz kommt nicht ohne gute Führung aus 
 


von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,    

da selbst ich als bekennender „Fußball-Muffel“ in letzter Zeit kaum drumherum komme, mir doch das ein oder andere Spiel anzuschauen, weil mich die Begeisterung von Familie, Freunden und den Kollegen hier in der Redaktion doch ansteckt, wollte ich mir gestern mal eine „Auszeit“ gönnen und habe auf N24 geschaltet. Hier bekommt man nicht nur kompakt die News zum aktuellen Wirtschaftsgeschehen, sondern auch recht interessante Dokumentationen zu sehen.

Und was sehe ich da: Einen Schwarm wildgewordener Vögel, der aber doch eine gewisse innere Ordnung zu haben schien. Bei näherer Betrachtung lernte ich: Es handelt sich um Webervögel, die in den Graslandschaften Afrikas vorkommen. In der Wildnis mit ihren ständig gegenwärtigen Bedrohungen hätte ein einzelner der kleinen Vögel kaum eine Überlebenschance. Zusammen aber haben diese interessanten Geschöpfe ein intelligentes System entwickelt, das das kollektive Überleben sicherstellt.

Es funktioniert, indem jedes Individuum seine Stärken und seinen Charakter in die Gruppe einbringt. So trauen sich zuerst die „Draufgänger“ an die Wasserstelle und können so lange trinken, bis die etwas vorsichtigeren Artgenossen, die sich im Schutz eines Baumes aufhalten, sie vor dem herannahenden Falken warnen. Die „Frontleute“ ziehen sich zurück, bis die Gefahr gebannt ist. Dann wagen sich auch die etwas Sensibleren an das kühle Nass. Dieses Mal schieben die Pioniere Wache für ihre Artgenossen.

Jetzt fragen Sie sich vielleicht, was das alles mit uns als Investoren zu tun hat. Nun, die Antwort liegt auf der Hand: Es handelt sich hier um das schon lange bekannte und viel erforschte Prinzip der „Schwarmintelligenz“. Dieses macht sich auch der neue Trend der kollektiven Geldanlage zunutze, das „Social Trading“, das zurzeit in aller Munde ist.


„Social Trading“ funktioniert nach dem Prinzip der „Schwarmintelligenz“

Fühlen wir diesem Phänomen auf den Zahn. Um es auf einen Nenner zu bringen: Es handelt sich dabei um den Zusammenschluss von Menschen, die Geld anlegen wollen, auf einer sozialen Plattform im Internet, wo im Wesentlichen Informationen ausgetauscht werden. Bei Focus Online stieß ich dieser Tage auf ein interessantes Interview zum Thema, das ich kurz zitieren möchte:

Yoni Assia, Gründer der Social-Trading-Plattform eToro, erklärt, warum der Trend das Investieren revolutioniert und Anleger mit Social Trading den Markt schlagen.

Focus Online: ‚Was ist revolutionär bei Social Trading?‘

Yoni Assia: ‚Vom traditionellen Finanzsystem fühlt sich die Mehrheit der Bevölkerung verprellt. Mitglieder unseres Netzwerks tauschen Informationen aus, doch werden, wie in jedem sozialen Netzwerk auch, Beziehungen zwischen den Menschen geknüpft, sodass sie die Trades des anderen teilen, bewerten, diskutieren oder in Echtzeit kopieren. Zusätzlich sind wir vollkommen transparent. Und jeder Nutzer profitiert vom kollektiven Wissen der Masse. Ein weiterer revolutionärer Aspekt: Social Trading definiert eine neue Asset-Klasse - über das direkte Copy-Trading, also das Kopieren des Anlageverhaltens besonders erfolgreicher Trader.‘

Focus Online: ‚Wie führt das zu höheren Erträgen?‘

Assia: ‚Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen wie von Professor Sandy Pentland vom MIT (Institute of Technology of the University Massachusetts) oder wie von der Universität Bochum unterstreichen, dass Social Trading tatsächlich zu einer Verbesserung der Erträge führt.‘

Focus Online: ‚Können Anleger mit Social Trading sogar die Märkte outperformen?‘

Assia: ‚Besonders durch Copy-Trading haben Anleger eine gute Chance, die Märkte zu schlagen. Das MIT-Research kommt zu dem Ergebnis, dass Social Trader ihren Gewinn um 6 bis 10% steigern können im Vergleich zu Trades ohne soziales Netzwerk. Wie bei jedem anderen Investment kann eine Outperformance natürlich nicht garantiert werden.‘“


Outperformance kann nicht garantiert werden

Der letzte Satz ist für mich eigentlich der entscheidende in dem ganzen Interview. Selbstverständlich kann das auch kein professioneller Anlageberater und kein Börsenbrief gewährleisten, eine Outperformance zu garantieren. Und dennoch kann man sagen, dass solche Plattformen, die keine sachkundige Führung haben und nur von laienhaftem Halbwissen leben, ihre Gefahren birgen. Denn auch die beste Schwarmintelligenz kommt nicht ohne kompetente und sachkundige Führung aus.

Hier kommen wir wieder zurück zur Natur. Auch der Webervogel-Schwarm braucht eine exzellente Führung, um etwas zu erreichen, ebenso wie ein Ameisen- oder Bienenvolk. Das Treiben dort haben wir alle schon als Kinder mit Staunen beobachtet – und daraus gelernt: Gemeinsam sind wir stark.

Dieser Team-Gedanke bringt uns auch wieder zum Fußball, wo alles nur im guten Zusammenspiel klappt – aber nicht ohne einen ausgezeichneten Coach (danke Jogi!). So ist das eben auch in der Finanzwelt. Es muss jemand mit Sachverstand, Erfahrung und Gespür für den Markt an der Front stehen, damit die Mannschaft motiviert ist, gut anlegt und Gewinne einfährt.


Fachwissen ist nicht durch die Masse zu ersetzen

Unser Frontmann beim BÖRSEN-SPIEGEL heißt Jürgen Schmitt, übrigens auch ein begeisterter Fußballfan. Er hat sein Experten-Team hinter sich stehen, das ihn mit sachkundiger Recherche- und Analysearbeit unterstützt. Das ist dann unsere Art von „Schwarmintelligenz“, die Ihnen, liebe Investoren, zugute kommt. Denn meiner Meinung nach braucht eben diese den richtigen Inhalt und ist nicht durch die Masse zu ersetzen – zumindest nicht bei einem so wichtigen und heiklen Thema wie der Geldanlage.

Auch die Webervögel (Sie merken, ich habe ein neues Lieblingstier!) können ja durch ihre Intelligenz der Masse nicht die Welt aus den Angeln heben, sondern nur das optimieren, was ihnen ohnehin angeboren ist: das Überleben in der Wildnis. Und genau deshalb kann auch eine solide, nachhaltige Geldanlage nur mit sachkundigem Expertenwissen funktionieren, das nicht durch eine hohe Anzahl von interessierten Laien ersetzt werden kann.

So liegt dem in der Finanz- und Medienwelt anerkannten Börsenanalysten Jürgen Schmitt eben die Börse im Blut. Profitieren Sie davon und lassen Sie sich überzeugen von seiner informativen, vorausschauenden Börsenpublikation
BÖRSEN-SPIEGEL, der Ihnen Montag für Montag ein wertvoller Berater im Anlagedschungel ist.

Wenn ich Ihr Interesse am BÖRSEN-SPIEGEL geweckt habe, können Sie sich gerne unverbindlich auf unserer Homepage informieren. Mit unserem Schnupperabonnement können Sie den BÖRSEN-SPIEGEL auf Herz und Nieren testen. Bei Fragen dazu schreiben Sie mir einfach eine E-Mail an: Martina.Bisdorf@boersenspiegel.com  oder rufen Sie mich an: (0661) 480 499-0. Dabei interessiert mich auch, welche Erfahrungen Sie selbst mit dem Social Trading bereits gemacht haben.

Es grüßt Sie herzlich und kritisch zur Wochenmitte

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Kleiner Nachtrag zu unserem Fußball-Special-Service bei den Wochenterminen: Deutschland kommt am Freitag um 18.00 wieder zum Einsatz – und zwar gegen Frankreich. Hoffen wir für dieses Spiel auf die richtige „Schwarmintelligenz“, Jogi Löws gute Führung und das berühmte Quäntchen Glück, das natürlich auch gegen die Equipe Tricolore nicht fehlen
darf.




Zitat der Woche

„Wer viel Geld hat, kann spekulieren. Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren. Wer kein Geld hat, muss spekulieren.“

André Kostolany (verst. 1999), Börsenlegende und ausgezeichneter „Schwarmführer“





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