Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 30. Mai 2014


  • Niedrige Zinsen lassen es an der Börse krachen, sind aber Gift für die Lebensversicherer – Ziehen Sie jetzt die Konsequenzen
  • Totgesagte leben länger: Google, Facebook, Apple und Co. sind wieder zurück

 


Niedrige Zinsen lassen es an der Börse krachen, sind aber Gift für die Lebensversicherer

– Ziehen Sie jetzt die Konsequenzen

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der DAX ist in Feierlaune. Vorgestern fehlte nicht viel und er hätte um ein Haar die 10.000er-Marke durchbrochen. Und das alles wegen EZB-Notenbank-Chef Mario Draghi und seiner Andeutung, die Zinsen senken zu wollen. Die Bazooka ist also gezündet. Schon heute könnten wir die 10.000 im DAX sehen. Das lässt unser Anleger-Herz nach den vielen Unwägbarkeiten der letzten Monate höher schlagen. Endlich ist der Weg frei. Gut für diejenigen unter Ihnen, die Geduld bewiesen haben und sich jetzt über Zuwächse freuen.

Sparkonto müsste eigentlich Geldvernichtungskonto heißen

Die Kehrseite der Medaille gibt es natürlich auch. Werfen Sie einmal einen Blick auf Ihr Sparkonto (wenn Sie noch eins haben). Die Zinsen tendieren bereits gegen null und werden jetzt noch weiter sinken. Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass die geplanten Strafzinsen von den Banken eins zu eins an die Kunden weitergegeben werden. Ich hoffe, Sie haben auf unseren Rat gehört und nur so viel Geld wie nötig auf dem Sparbuch. Denn das Sparkonto ist eine wahre Geldvernichtungsmaschine.

Die Lebensversicherer ächzen unter den niedrigen Zinsen

Richtig problematisch ist der niedrige Zins aber für die Lebensversicherer. Wir hier in der Redaktion raten Ihnen ja schon sehr lange, sich von Ihrer Lebensversicherung zu verabschieden, weil es sich einfach nicht lohnt. Kaum zu glauben, aber immer noch gehört die Lebensversicherung zu den liebsten Investments der Deutschen. 95 Mio. Verträge bestehen immerhin.

Doch selbst der niedrige Garantiezins in Höhe von 1,75% lässt die Lebensversicherer tüchtig schwitzen, weil sie einen großen Teil der Kundengelder in Staatsanleihen anlegen müssen und kaum noch wissen, wie sie diese Zahl erwirtschaften sollen. Zumal Sie manchen Altkunden in Hochzinsphasen mit einem Zinsversprechen in Höhe von 4% in die Verträge gelockt haben.

Lebensversicherungen sind schon lange kein Garant mehr für einen ruhigen Lebensabend

Daher hat die Bundesregierung diese Woche Dienstag einen Gesetzesentwurf vorgelegt, um den arg gebeutelten Versicherern unter die Arme zu greifen. Geplant ist die Senkung des Garantiezinses für Neukunden auf 1,25% ab 2015. Im Gegenzug müssen Lebensversicherer und Aktionäre mit strengeren Auflagen rechnen. Bereits in der ersten Juni-Woche soll der Gesetzesentwurf vom Bundeskabinett verabschiedet werden.

Fazit: Unserer Meinung nach war es noch nie sinnvoll, für die Altersvorsorge auf eine Lebensversicherung zu setzen. Mit Aktien erzielen Sie weit bessere Ergebnisse. Das haben viele Langzeitbetrachtungen ergeben. Womit wir auch schon beim Thema wären.



Totgesagte leben länger: Google, Facebook, Apple und Co. sind wieder zurück 


In dieser Woche hat der Nasdaq seinen Verlust in Höhe von 7,5%, den er seit Anfang des Jahres erlitten hatte, wieder wettgemacht. Aktien von Apple, Facebook und Google stiegen im letzten Monat sogar um mehr als 9%.

Google ist die wertvollste Marke der Welt und stößt Apple vom Thron

Ganze drei Jahre lang trug Apple den Titel „wertvollste Marke“. Nun hat sich Google dank seiner enormen Innovationskraft auf Platz eins gesetzt. Das ergibt die jährlich erscheinende Markenwert-Studie „BrandZ“. Demnach beläuft sich Googles errechneter Markenwert auf 158,8 Mrd. Dollar. Ganze 40% mehr als im Vorjahr. Apple hingegen ist nur noch 147,9 Mrd. Dollar wert.

Die Innovationskraft von Google ist ungebrochen
– Jetzt kommt das Google Car

Waren Sie in den letzten Wochen mal in New York? Nein, ich auch nicht. Aber Freunde haben mir von selbstfahrenden sogenannten Robot-Taxis erzählt, die durch die Stadt fahren. Es war so eine Art Pilotprojekt und fand einige Beachtung.

Diese Woche stellte Google nun den ersten Prototypen eines selbstfahrenden Fahrzeugs vor. Es handelt sich um einen Zweisitzer mit Elektroantrieb, der einem Ei sehr ähnlich sieht. Ganze 100 Testfahrzeuge sollen nun gebaut werden. Bereits letztes Jahr im August wurde bekannt, dass Google an selbstfahrenden Autos bastelt. Bisher wurden die Systeme in Fahrzeuge etablierter Hersteller wie etwa Toyota eingebaut.

Bis zur vollständigen Marktreife werden jedoch noch einige Jahre vergehen. Bis diese Autos also zu einer Gefahr für andere Autobauer werden, ist es noch ein weiter Weg. Denn auch Daimler und Co. schlafen nicht. Letzten Sommer schickte Daimler bereits anlässlich der Automesse IAA ein fahrerloses Fahrzeug, das von Mannheim nach Pforzheim fuhr, auf den Weg. Auch Audi stellte im Januar seine selbstfahrenden Wagen auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas vor.

Dennoch hat Google mal wieder gezeigt, wie innovativ es ist und sich zu Recht die teuerste Marke der Welt nennen darf. Zu Google und den Entwicklungen am Aktienmarkt habe ich heute früh Dieter Wendt, Chefredakteur des 100%-DEPOT, befragt. Hier seine Einschätzung:

Dieter Wendt: „Von Google bin ich ja schon lange überzeugt. Deshalb war es auch eine der ersten Empfehlungen, die wir ins Millionen-Projekt aufgenommen haben. Und weil wir so überzeugt waren, haben wir hier nicht einfach auf die Aktie gesetzt, sondern direkt auf einen Hebelschein. Jetzt sind wir schon 15% im Plus, aber das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Ich bin überzeugt, dass Google noch viele neue Ideen in der Schublade hat, die unsere Welt revolutionieren werden.

Anleger müssen jetzt voll auf die Aktienkarte setzen.

Die dunklen Wolken am Börsenhimmel scheinen sich auch zu verziehen. Vielleicht wird der DAX heute noch die 10.000er Marke knacken. Eigentlich ist diese Marke ziemlich unerheblich, psychologisch aber wichtig für weiter steigende Kurse und ein Zeichen, dass wir die Ukraine-Krise langsam hinter uns lassen. Gerade Kapitalsammelstellen wie Pensionskassen und Versicherer sind noch viel zu wenig in Aktien investiert und geraten langsam unter Druck. Jetzt müssen Anleger also am Ball bleiben und weiterhin voll auf die ‚Aktien-Karte‘ setzen, denn die wichtigsten Börsenplätze in den USA und Europa liefern Kaufsignale. Dabei sollten kurzfristig Titel Priorität haben, die Momentum besitzen und von der freundlichen Stimmung getragen werden. Im Gegenzug macht es durchaus Sinn, Aktien noch einmal glatt zu stellen, die derzeit wenig gefragt sind. Schließlich gibt es kein Verbot, dort zu einem späteren Zeitpunkt wieder einzusteigen. Wir werden die Weichen weiter voll auf Wachstum stellen.“

Springen Sie jetzt auf den Aktienzug auf

Mein Kollege hat recht, diese Entwicklung sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Damit auch wirklich viele Leser davon profitieren, konnte ich Dieter Wendt gerade überreden, seine Börsenpublikation das 100%-DEPOT noch einmal zum günstigen Kennenlernpreis von 79 Euro für 3 Monate (anstatt regulär 199 Euro) anzubieten. Greifen Sie zu. Investieren Sie in Aktien. Testen Sie das 100%-DEPOT jetzt für 3 Monate zum einmaligen Sonderpreis von 79 Euro (anstatt regulär für 199 Euro).

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße

Ihre
Cindy Ullmann


PS: Die wertvollste deutsche Marke steht in der „BrandZ“-Rangliste auf Platz 19. Es ist der Software-Konzern SAP. Auf Platz 27 folgt dann die Deutsche Telekom.



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