Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 27. Mai 2014


  • „Gelber Riese“ boomt dank Amazon und Zalando

 


„Gelber Riese“ boomt
dank Amazon und Zalando

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wird er nun oder wird er nicht? Das fragen sich augenblicklich fast alle Anleger. Für die meisten scheint es aber schon ausgemachte Sache. Die Rede ist von EZB-Notenbankpräsident Mario Draghi und seiner blumigen Ankündigung, bei der nächsten EZB-Sitzung am 6. Juni die Leitzinsen in Europa zu senken, um die Deflation zu einzudämmen.

Natürlich reagieren die Märkte sofort. Sie warten nicht darauf, bis das Ereignis wirklich eintritt. Die Phantasie allein reicht schon aus. So ist es kein Wunder, dass der DAX gestern Abend bei einem neuen Rekordhoch von 9.892 Punkten schloss. Da hatte nicht einmal der starke Zugewinn der Eurogegner bei den Europawahlen am Wochenende großen Einfluss. Vielleicht sehen wir bis nächste Woche noch die 10.000er-Marke geknackt, wundern würde es mich nicht.

Das europäische „Jackson Hole“ sorgt für Kursfeuer -
Angriff auf die 10.000 Punkte rückt näher

Verstärkt wird dieser Effekt natürlich noch durch die dreitägige EZB-Notenbank-Konferenz, die heute zu Ende geht. Seit Sonntag tagen die obersten Währungshüter aus aller Welt in der beschaulichen portugiesischen Kleinstadt Sintra, 20 km entfernt von Lissabon. Unter dem Motto „Geldpolitik in einer sich verändernden Finanzwelt“ stehen die neuen Regulierungen für Banken, das Thema Deflation und mögliche Strategien zu deren Bekämpfung auf der Agenda.

150 Personen aus Wissenschaft und Wirtschaft wurden geladen, darunter IWF-Chefin Christine Lagarde, noch-EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und der US-Ökonom Paul Krugman, um mit den führenden Notenbankern eben diese Themen zu diskutieren. Nur Janet Yellen, die amtierende US-Notenbankpräsidentin hat abgesagt.

Bekämpfung der Deflation und Schwächung des starken Euro oberstes Ziel

Diese Veranstaltung soll als europäisches Pendant zum US-amerikanischen Gipfeltreffen in Jackson Hole, Wyoming verstanden werden, das bereits seit 1978 als Pflichtveranstaltung für alle Zentralbanker gilt.

Das Motto der diesjährigen Veranstaltung kommt nicht von ungefähr, denn ein sehr wichtiges Thema wird sicher die Bekämpfung der Deflation in Europa durch mögliche Anleihekäufe und die Schwächung des starken Euro sein. Das heißt nichts anderes, als dass der Leitzins auf fast null gesenkt werden könnte.

Doch es kommt noch besser. Damit die Banken ihr Geld nicht im sicheren Hafen der Notenbank parken, sondern es in Form von Krediten Unternehmen zur Verfügung stellen, sollen sogar Strafzinsen, sogenannte Negativzinsen, beschlossen werden. So soll die Kreditklemme eingedämmt werden. Was das für Ihr Sparkonto bedeutet, muss ich Ihnen nicht erzählen.

Entgehen Sie der Zinsfalle – Investieren Sie in Aktien

Kurz und gut, die Zinsen bleiben hier in Euroland also niedrig - und werden noch weiter sinken. Das heißt für uns Anleger, die Party an den Börsen wird weitergehen. Im Umkehrschluss sieht es ziemlich mau für Ihr Sparkonto aus. Und das nicht nur wegen des niedrigen Zinssatzes.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Banken auch die Strafzinsen eins zu eins an ihre Kunden weitergeben werden. Höchste Zeit also, uns auf dem Börsenparkett umzuschauen. Denn hier gibt es Erfreuliches zu berichten. Heute findet nämlich die Hauptversammlung der Deutschen Post in Frankfurt statt.

Post-Chef Appel: „Die Zukunft liegt im Online-Geschäft - und zwar weltweit“

Schon im April hatte Post-Chef Frank Appel die Strategie 2020 vorgestellt und hier einige Denkanstöße geliefert: „Wir wollen auf globaler Ebene der führende Anbieter für E-Commerce-Logistik auf den wichtigsten Handelsrouten werden.“

Auf der heutigen Hauptversammlung bekräftigte Appel die Ziele für 2014. Am Ende des Jahres solle das Ergebnis vor Steuern und Zinsen zwischen 2,9 und 3,1 Mrd. Euro liegen. Besonders im Ausbau des Logistikgeschäfts in den Schwellenländern und des internationalen Paketgeschäfts sieht er die größten Zuwächse.

Amazon und Zalando sei Dank. Die Deutsche Post stellt bereits länger alle Weichen auf „online“. So wird das deutsche und internationale Paketgeschäft, aber auch Dienstleistungen über den klassischen Pakethandel hinaus, durch den Geschäftsbereich „Post-E-Commerce-Parcel“ abgewickelt.

Bis 2020 soll ein Drittel der konzernweiten Erlöse in den Schwellenländern erwirtschaftet werden. Appel will den Gewinn bis 2020 um jährlich 8% auf 5 Mrd. Euro steigern. Auch die Dividende der Post kann sich sehen lassen. Zur Abstimmung stehen heute 0,80 Euro je Aktie.

Leser des Smart Money Investor freuen sich über 15% Plus…

Auch wenn es bei den Quartalszahlen des ersten Quartals einen Dämpfer gab und der Logistikkonzern etwas schlechter abschnitt als erwartet, ist das Kurspotenzial noch lange nicht ausgeschöpft. Überlegen Sie selbst, wie oft bei Ihnen der Postmann klingelt. Einige meiner Freunde und Bekannten überlegen ernsthaft, ob sie sich eine Postbox in den Garten stellen sollen.

… doch das Kurspotenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft

Den Trend hat Cliff Michel, Chefredakteur des Smart Money Investor, früh erkannt. Seine Leser liegen mit diesem Investment seit Herbst letzten Jahres 15% im Plus. Für die heutige Ausgabe schreibt er an einer Analyse zur Deutschen Post-Aktie, wie er mir gerade erzählt hat.

Ob sich ein Investment jetzt noch lohnt, erfahren Sie also in der heutigen Smart Money Investor-Ausgabe. Bestellen Sie jetzt gleich und lassen Sie sich das Kursfeuerwerk, angefacht durch die Notenbanken, nicht entgehen. Sie haben nichts zu verlieren, denn Sie haben volle 30 Tage lang Zeit, den Smart Money Investor kostenlos auf Herz und Nieren zu testen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Herzliche Grüße

Ihre
Cindy Ullmann

PS: Apropos Paketkästen der Deutschen Post: Die „größte Erfindung seit dem Briefkasten“ kommt bei den Kunden gut an. Ungefähr 100 Bestellungen gehen täglich bei der Post ein. Aber aufgepasst: 100 bis 400 Euro kostet es, sich seine eigene Paketbox in den Garten stellen zu lassen. Da ist die Mietversion für 2 Euro pro Monat schon günstiger.



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