Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 08. April 2014


  • Börsenstimmung: Es gibt noch viel Luft nach oben

Börsenstimmung:
Es gibt noch viel Luft nach oben

von Cliff Michel
Chefredakteur Smart Money Investor
                                                                       
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

letzte Woche hatte ich Ihnen ja versprochen, etwas von der INVEST in Stuttgart, der größten deutschen Anlegermesse, zu berichten, die Jürgen Schmitt, Chefredakteur vom BÖRSEN-SPIEGEL, und ich zwei Tage lang besucht haben.

INVEST dient mir als Stimmungsindikator

Ich fahre heute wie damals in erster Linie zur größten deutschen Anlegermesse, um mir ein Stimmungsbild zu verschaffen. Also, welche Anlage-Themen bewegen die Menschen, auf was haben sich die Investment-Profis „eingeschossen“ etc. Besonderes Augenmerk richte ich auf die sogenannten Mainstream-Themen, da sie oft ein klassischer Kontraindikator sind.

Die INVEST ist immer noch die wichtigste Anlegermesse in Deutschland. Deren auch dieses Jahr wieder niedrige Besucherzahlen belegen deshalb, wie wenig intensiv sich die Deutschen mit ihrer Geldanlage beschäftigen. Laut Deutschem Aktieninstitut halten nur 8,9 Mio. Menschen Aktien oder Aktienfonds in Deutschland. Das ist gerade einmal jeder Vierzehnte und ganze 600.000 weniger als noch 2012.

Das Motto der diesjährigen INVEST: „Chancen nutzen, gezielt handeln“

Zum 15jährigen Jubiläum der INVEST tummelten sich an zwei Messetagen (früher waren es drei) immerhin 11.000 Besucher durch die einzige, kleine, etwas abseits gelegene Messehalle 4. Seien wir mal ehrlich, alle möglichen Volksfeste und Verkaufs-Events locken mehr Besucher an als die größte und wichtigste deutsche Finanz-Veranstaltung.

Leider ein Indiz dafür, dass unser Land immer noch weit davon entfernt ist, eine kraftvolle Aktienkultur zu entwickeln. Eine kleine Ahnung davon haben wir nur kurzfristig in den Boom-Jahren 1999/2000 erfahren können, als sich auch „Finanzlaien“ mit der Geldanlage außerhalb von Sparverträgen und Versicherungen beschäftigt haben.

Dennoch war dieses Jahr etwas anders als sonst, denn auf der Messe waren hauptsächlich sehr erfahrene Anleger anzutreffen, die großes Interesse mitbrachten. Viele Menschen merken langsam, dass mit Mickerzinsen auf Dauer kein Blumentopf zu gewinnen ist und die Anlage in Aktien eine gute Alternative darstellt. Zumal vielen auf einmal bewusst wird, dass sie sich um ihre Altersvorsorge doch lieber selbst kümmern sollten, anstatt es anderen zu überlassen. Die Zeit der Kugelschreiber-Sammler scheint auf jeden Fall vorbei zu sein.

Besonders gefreut hat es mich, dass der eine oder andere von Ihnen mich angesprochen hat und wir uns so einmal in einem persönlichen Gespräch kennenlernen durften. Vielen Dank nochmal für die vielen spannenden und interessanten Unterhaltungen mit Ihnen.

Was waren also die großen Themen der INVEST?

Anlagen in Gold waren ja das Highlight der letzten beiden Jahre. Es folgte bekanntlich eine scharfe Korrektur. Dieses Jahr konnte ich jedoch keine langen Schlangen vor dem Gold-Stand erkennen. Auch die von der INVEST neu ins Programm aufgenommene „Deutsche Rohstoffnacht“ soll zwar gut besucht gewesen, aber nicht aus allen Nähten geplatzt sein. Gold und Rohstoffe sind zwar weiterhin ein Thema, aber sicher nicht mehr so stark wie in den letzten Jahren. Für mich ein klares Zeichen, sich wieder intensiver mit Edelmetallen zu beschäftigen.

Interessiert hat mich natürlich auch das Thema Börsen-Euphorie. Denn sind die Anleger sehr euphorisch, spricht dies für eine baldige Kehrtwende und ein Fallen der Indizes. Dies kann ich aber nur verneinen, denn von Börsen-Euphorie war weit und breit nichts zu sehen. Ich hatte den Eindruck, dass die Aussteller die Besucher lieber informieren wollten, anstatt mit großen Ständen zu protzen.

Messe-Hostessen-Indikator hat noch Luft nach oben

Ein Indiz für eine Börsen-Euphorie ist ja auch immer der Messe-Hostessen-Indikator. Er funktioniert ganz einfach. Uns ist aufgefallen, dass die Messe-Hostessen immer dann besonders zahlreich auftreten und auch besonders hübsch sind, wenn wir uns mitten in einer Euphorie befinden. Dieses Jahr auf der INVEST gab es jedenfalls eher weniger Messe-Hostessen, die auch ganz durchschnittlich aufgetreten sind. Also, eine Art Kontraindikator für eine Börsen-Euphorie, die noch in weiter Ferne liegt und ein gutes Zeichen für die Indizes. Wir haben noch deutlich Luft nach oben.

Interessant zu erwähnen ist sicher noch, dass vermehrt jüngere Anleger auf die Messe strömen, angelockt durch die vielen Aussteller, die im Bereich Trading unterwegs sind. Hier geht es nicht mehr um das Investieren an sich, sondern es ist eigentlich eine Form des Gamblings. Den Anlegern wird weisgemacht, mit dieser Art von Investments schnell reich zu werden. Oft ist aber das Gegenteil der Fall. Ich kann Sie nur warnen. Diese Form der Geldanlage hat nichts mit dem Investieren zu tun, so wie ich es verstehe. Sie verzocken Ihr Geld im wahrsten Sinne des Wortes. Die Wenigsten der sogenannten Trader gehen am Ende des Jahres wirklich mit einem Plus nach Hause.

Setzen Sie lieber auf langfristige Investments

Denn Hin und Her macht bekanntlich Taschen leer. So sind beispielsweise Dividendentitel in meinen Augen das neue Sparbuch. Interessanterweise haben diesen Aspekt auch einige Vortragsredner auf der INVEST beleuchtet. Warten Sie also bitte nicht länger und kümmern Sie sich jetzt um Ihre Altersvorsorge. Der erste Schritt ist ganz einfach: Bestellen Sie noch heute den Smart-Money-Investor und testen Sie ihn 30 Tage kostenlos auf Herz und Nieren.

Herzliche Grüße

Ihr
Cliff Michel

Chefredakteur Smart Money Investor

PS: Gespannt warten alle Anleger auf die Veröffentlichung der Fed-Protokolle am Mittwoch. Erst dann wissen wir genau, wann die erste Zinserhöhung in den USA bevorsteht. Ich bleibe für Sie am Ball.


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