Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt


Ausgabe vom 01. April 2014


  • Verabschiedet sich Air Berlin von der Börse?
  • TUI stellt Robinson Clubs auf den Prüfstand

 


Verabschiedet sich
Air Berlin von der Börse?

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich hoffe, Sie können das milde Frühlingswetter ein wenig genießen. Es geht doch gleich alles viel leichter von der Hand, wenn die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und langsam alles grün wird. In Bremen und Niedersachsen beginnen diese Woche ja die Osterferien und viele von Ihnen freuen sich sicher schon auf Ihren Urlaub.

Osterferien entwickeln sich neben den Sommerferien zur beliebtesten Hauptreisezeit

Ich hoffe nur, Sie haben rechtzeitig gebucht, wenn Sie gen Süden aufbrechen möchten. Denn viele Deutsche nutzen mittlerweile verstärkt die Osterferien, um der Sonne entgegen zu fliegen. Nach Aussagen des Deutschen Reiseverbandes werden die Plätze an der Sonne zu Ostern zunehmend knapp. Und sogar die Flugkontingente gehen langsam zu Ende.

Der blaue Kranich bleibt am Boden – 3.800 Flüge gestrichen

Überhaupt geht es ja zur Zeit in der Luftfahrt recht turbulent zu. Ab morgen werden nun die Lufthansa-Piloten in den Streik gehen. Grund für den Streik ist die von der Deutschen Lufthansa einseitig gekündigte Übergangsrente. Sie ermöglicht den Piloten bislang ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Beruf. Immerhin 99,1% der 5.400 Piloten hatten für den Arbeitskampf gestimmt. Ganze drei Tage lang soll kein Flugzeug mehr in die Luft gehen. Immerhin 3.800 Flüge wurden gestrichen, ca. 425.000 Passagiere sind durch den Arbeitskampf beeinträchtigt. Betroffen sind die Flüge der Lufthansa sowie die der Tochtergesellschaft Germanwings. Ich hoffe, Sie haben in den nächsten Tagen keine Flugreise geplant.

Sie sind dem Streik nicht hilflos ausgeliefert

Sollten Sie dennoch für die nächsten drei Tage einen Lufthansa-Flug gebucht haben, informieren Sie sich bitte umgehend auf der Internetseite der Fluggesellschaft. Hier erfahren Sie, ob Ihr Flug wirklich betroffen ist. Falls ja, haben Sie ein Anrecht auf eine Ersatzbeförderung, die Sie auch einfordern sollten. Wenn am Flughafen alles still steht, haben Sie bereits nach zwei Stunden ein Anrecht auf Betreuung (Telefonieren, Essen und Getränke und gegebenenfalls eine Übernachtung). Hoffen wir mal, dass sich beide Seiten schnell einigen, um den Osterreiseverkehr nicht zu gefährden.

Aktienkurs bleibt bisher stabil

Auch wenn der Lufthansa eine turbulente Woche bevorsteht, bisher konnte der angekündigte Streik dem Aktienkurs nichts anhaben, er bleibt stabil. Immerhin rechnet die Lufthansa mit einem täglichen Verlust von 30 bis 40 Mio. Euro pro Streiktag.

Verlässt Air Berlin die Börse?

Auch bei der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft, Air Berlin, geht es drunter und drüber. Zum zweiten Mal wurde jetzt schon die Veröffentlichung der Bilanz verschoben. Dies rief Anlegerschützer auf den Plan, die darin einen Verstoß gegen die Publizitätspflicht sahen und sogar Insolvenzverschleppung vermuteten.

Air Berlin steht ein rigoroser Umbau bevor

In der Tat sieht es nicht rosig aus, denn die Fluggesellschaft ist seit Jahren angeschlagen. 800 Mio. Euro Schulden wurden bisher angehäuft. Einschlägige Medien ließen verlautbaren, dass Air Berlin bereits den Abschied von der Börse plane. Die arabische Fluggesellschaft Etihad, die seit zwei Jahren bereits knapp 30% der Anteile hält, will dazu ihre Anteile auf 49,9% aufstocken. Kleinaktionäre sollen abgefunden werden. Wohlgesonnene deutsche Investoren sollen den Rest der Anteile übernehmen und das Unternehmen zusammen mit Etihad auf Kurs bringen. Der Aktienkurs sank allein in der vergangenen Woche um 8% und ist heute nicht mal mehr 2 Euro wert.

Anzeige



Einladung: Viermal klicken und gewinnen

Nehmen Sie auch im April wieder am Gewinnspiel von BNP Paribas teil und gewinnen Sie einen tollen Preis. Was Sie dafür tun müssen? Treten Sie gegen andere Teilnehmer an und geben Sie vom 01. bis zum 07. April ihre Markteinschätzung zu DAX, Gold, Öl und Euro ab. Entscheidend ist der Kurs am letzten Börsenhandelstag des Monats April. Unter allen Einsendungen verlosen wir einen Golfschirm von Brigg im Wert von 150 Euro.

Seien Sie dabei – und gewinnen Sie jeden Monat. Jetzt hier klicken, und schon sind Sie nur noch vier weitere Klicks vom Gewinn entfernt. Weitere Informationen zum Gewinnspiel sowie die Markteinschätzungen der Teilnehmer aus den letzten Monaten finden Sie auf unserer Service-Seite von BNP Paribas.

Viel Spaß und Erfolg wünscht Ihnen
Ihr BNP Paribas Team




TUI-Konzernchef Joussen stellt Robinson Clubs
auf den Prüfstand

Einziger Lichtblick ist da die TUI, die sowohl Jürgen Schmitt im BÖRSEN-SPIEGEL, als auch Dieter Wendt im 100%-Depot aus gutem Grund in Ihren Depots zum Kauf empfehlen. 157% Plus haben die Leser des BÖRSEN-SPIEGEL seit dem Kauf vor zwei Jahren bereits erzielt. Und die Story ist noch lange nicht beendet.

Denn gerade wurde berichtet, dass Konzernchef Friedrich Joussen die Robinson Clubs und weitere Marken im Rahmen des Konzernumbaus auf den Prüfstand stellt. So sei die Marke Robinson Club extrem stark, hinke aber mit einer Eigenkapitalrendite von nur 6% gegenüber der Zielrendite von 11% weit hinterher. Joussens Ziel ist es, den operativen Gewinn im Geschäftsjahr 2014/2015 auf 1 Mrd. Euro zu erhöhen. Im letzten Jahr waren es noch 760 Mio. Euro. Ferner will sich TUI langfristig von der 22%-igen Beteiligung an Hapag-Lloyd trennen und plant weitere Kosteneinsparungen bei den eigenen Fluggesellschaften.

„Unsere Aktionäre sollen sich auf eine stabile und nachhaltige Dividendenpolitik verlassen können.“

Mit dem Ausstieg des norwegischen Groß-Aktionärs John Fredriksen Mitte Februar 2014, der seinen Anteil von rund 20 auf 4,4% reduzierte, schwächelte der Aktienkurs zwar etwas, fing sich aber schnell wieder. Ich bin ebenfalls überzeugt, dass Joussen TUI weiter auf Kurs bringen wird und die gesetzten Ziele erreicht. Ganze 50% des erreichten Gewinns will TUI seinen Aktionären im nächsten Jahr als Dividende auszahlen. Somit ist TUI auch als reiner Dividendentitel ein heißer Favorit.

Herzliche Grüße

Ihre
Cindy Ullmann

PS: Ein Umbau oder noch schlimmer eine Insolvenz von Air Berlin hätte natürlich auch Auswirkungen auf den noch nicht eröffneten Großstadtflughafen in Berlin. Alles wurde hier auf den Betrieb der zweitgrößten deutschen Airline ausgerichtet. Damit würde die Erreichung schwarzer Zahlen in weite Ferne rücken. Gerade wurde vermeldet, dass der Eröffnungstermin wahrscheinlich wieder nicht gehalten werden kann und weitere Kosten in Höhe von 2 Mrd. Euro entstehen würden. Unglaublich. 



Abbestellen des kostenlosen Newsletters

Wenn Sie diesen kostenlosen Newsletter abbestellen wollen, klicken Sie bitte HIER.

Ihnen wurde dieser kostenlose Newsletter weitergeleitet
und Sie wollen ihn nun auch beziehen?

Gehen Sie einfach auf www.boersenspiegel.com und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse in das entsprechende Formularfeld ein.

Kritik, Fragen, Anregungen?
Senden Sie uns eine E-Mail an Patrycja.Jopek@boersenspiegel.com.

Risikohinweis
Bitte beachten Sie: Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber für vertrauenswürdig erachtet. Dennoch ist die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der Ausführungen für die eigene Anlageentscheidung möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Wir geben zu bedenken, dass Aktien grundsätzlich mit Risiko verbunden sind. Der Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Sie sollten sich vor jeder Anlageentscheidung weitergehend beraten lassen. Der Herausgeber kann Short- oder Long-Positionen in der/den behandelte(n) Aktie(n) halten. Copyright: © 2014 MECONOMICS. Nachdruck (auch auszugsweise), kommerzielle Weiterverbreitung und Aufnahme in kommerzielle Datenbanken nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

Herausgeber:
MECONOMICS GmbH, Flemingstrasse 20-22, 36041 Fulda
 V.i.S.d.P.: Jürgen Schmitt, Fulda


Börsen-Spiegel Verlagsgesellschaft mbH
Flemingstrasse 20-22
36041 Fulda
Telefon: +49 (661) 480 499 0
Telefax: +49 (661) 480 499 15
E-Mail: service@boersenspiegel.com
Datenschutz | AGB | Impressum
©2017 Börsen-Spiegel Verlagsgesellschaft mbH