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Ausgabe vom 14. März 2014


  • Bleiben Sie ruhig und verfallen Sie bitte nicht in Verkaufspanik     

 


Bleiben Sie ruhig und verfallen
Sie bitte nicht in Verkaufspanik 

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Uli Hoeneß ist also gestern zu 3,5 Jahren Haft verurteilt worden und legt, wie heute Morgen verkündet, keine Revision gegen dieses Urteil ein. Zudem tritt er von all seinen Ämtern zurück.

„Das entspricht meinem Verständnis von Anstand,
Haltung und persönlicher Verantwortung“

Uli Hoeneß geht also sofort ins Gefängnis, um Schaden von seinem Verein abzuwenden, der gleichzeitig sein Lebenswerk ist. Überraschendes Karriere-Ende eines Mannes, der im Leben alles erreicht zu haben scheint.

Während wir uns aber noch fragen, wie es Uli Hoeneß gelungen ist, so viel Vermögen aufzubauen, um 28,5 Mio. Euro am Fiskus vorbei zu schleusen, wird das Säbelrasseln rund um die Krim immer lauter und die Tonlage verschärft sich.

Warten auf Krim-Referendum sorgt für Verunsicherung

Wir alle warten mit Spannung auf das Krim-Referendum. Wahrscheinlich gehen Sie wie ich davon aus, dass sich die Mehrheit der Krim-Bewohner für einen Beitritt Russlands entscheiden wird. Spannend wird es dann am Montag, wenn darüber verhandelt wird, ob die Krim wirklich an Russland übergeben wird oder eben nicht. Ich hoffe, dass hier vernünftig verhandelt wird und die aufgefahrenen Geschütze nicht zum Einsatz kommen müssen. Was dies für Auswirkungen hätte, haben wir an dieser Stelle ja schon beschrieben.

Die Eskalation um die Krim führte leider dazu, dass die Märkte sich seit gestern Abend im Verlustmodus befinden. Der DAX fiel unter die 9.000er Marke. Sie wissen ja, dass die Börse immer vorwärts schaut und daher die möglichen negativen Entwicklungen rund um die Krim-Krise schon jetzt einpreist.

Auch China zieht die Märkte herunter

Doch das ist nicht das einzige Problem, das die Märkte bewegt. China hat diese Woche Konjunkturdaten veröffentlicht. So ist Chinas Industrieproduktion im Januar und Februar so langsam gewachsen wie schon lange nicht mehr. Auch die Investitionen nahmen nur noch um 17,9% zu, der Einzelhandelsumsatz stieg lediglich um 11,3%. Viele unken schon, dass der Konjunkturmotor China langsam zu stottern anfängt. Ich finde jedoch, dass die Zahlen sich immer noch sehen lassen können. Verwöhnt wie wir sind, müssen wir uns einfach daran gewöhnen, dass China etwas langsamer wächst als in den Vorjahren.

Leichter Wirtschaftsaufschwung in den USA drückt die Indizes zusätzlich

Die Konjunkturdaten aus den USA sollten eigentlich positiv stimmen, wenn da nicht die drohende Drosselung der Anleihekäufe wäre.  So sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 9.000. Die Einzelhandelsumsätze stiegen um 0,3%. Das sind bessere Zahlen als erwartet. Dennoch gaben die Indizes in den USA nach. Warum? Schon nächste Woche könnte die Fed bei ihrer Sitzung entscheiden, die Anleihekäufe aufgrund verbesserter Wirtschaftsdaten weiter zu drosseln. Wie Sie wissen, hätte dies sinkende Aktienkurse zur Folge.

Japans Nikkei fällt unter die 15.000er Marke

Krim-Krise, Chinas Wirtschaftsentwicklung und US-Vorgaben machen den asiatischen Märkten heute früh stark zu schaffen. Besonders betroffen ist der Nikkei, der um 3,3% fiel.

Scheinbar dreht sich diese Woche alles um Uli Hoeneß und die Krim-Krise. Dabei hatte die Woche nicht nur schlechte Nachrichten zu bieten. Die Berichtssaison neigt sich dem Ende zu. Diese Woche veröffentlichten noch einige DAX-Unternehmen ihre Zahlen. So konnte die Deutsche Post ihre Gewinne aufgrund des Onlinebooms auf 2,1 Mrd. Euro kräftig steigern. Überraschend war sicher auch die Ankündigung der Lufthansa. Trotz Gewinnrückgangs möchte sie ihren Aktionären wieder eine Dividende in Höhe von 0,45 Euro pro Aktien zahlen. Die deutschen Unternehmen brummen wie nie. Auch Porsche wartet heute wieder mit Rekordergebnissen auf.

Behalten Sie starke Nerven

Bleiben Sie also gelassen und verfallen Sie angesichts der Entwicklungen rund um die Krim nicht in Verkaufspanik. Bitte vergessen Sie nicht: Niedrige Kurse bieten Ihnen auch günstige Einstiegsmöglichkeiten, um dauerhaft ein schönes Vermögen aufzubauen. Denn an den langfristig hervorragenden Perspektiven für Dividendentitel hat sich natürlich überhaupt nichts geändert.

Trotz der Turbulenzen wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße

Ihre
Cindy Ullmann

PS: Mein Kollege Cliff Michel schrieb Ihnen am Dienstag bereits, auf welche Dividendenstars er jetzt setzt. Einer davon war die Allianz. Gerade wurden die Zahlen für 2013 veröffentlicht. So hat die Allianz ihr Wachstum auch in 2013 fortgesetzt. Sie wollen nähere Informationen rund um die krisensichere Wertanlage und geldwerte Tipps? Dann testen Sie jetzt den Smart Money Investor 30 Tage kostenlos.



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