Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 04. Februar 2014


  • Vorsicht bei Investments in Schwellenländern

Vorsicht bei Investments
in Schwellen
ländern   

von Cliff Michel

Chefredakteur Smart Money Investor        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

da schien die Euro-Krise fast überwunden und jetzt droht schon wieder neues Ungemach, dieses Mal aus den Schwellenländern. Obwohl noch vor Kurzem als Überflieger deklariert, da sie in den letzten zehn Jahren durchschnittlich um 6,5% und damit dreimal so schnell wie die Industrieländer wuchsen, befinden sich einige aufstrebende Länder, die sogenannten Emerging Markets, seit letzter Woche im freien Fall.

Gerade in Argentinien, der Türkei und Indien, aber auch Brasilien standen die Währungen unter Druck. Angesichts des Korruptionsskandals am Bosporus sowie der chronischen Finanzierungsschwierigkeiten in Südeuropa sollte man meinen, dass es sich hierbei gerade in Ländern wie Südamerika und Indien lediglich um hausgemachte Probleme handelt, doch die Wahrheit liegt viel tiefer.

Nullzinspolitik führt Länder in die Abhängigkeit

Am Beispiel Türkei kann man sehen, welche Gefahren die Nullzinspolitik der etablierten Wirtschaftsmächte auch auf die Schwellenländer hat. Die niedrigen Zinsen waren einfach zu verlockend, um sie nicht auszunutzen. So wurde die Wachstumsstrategie von Ministerpräsident Erdogan auf Pump finanziert und nebenbei offenbar noch in die eigene Tasche gewirtschaftet.

Dieser Vertrauensverlust führt dazu, dass internationale Kapitalgeber ihr Geld abziehen und das Kartenhaus in sich zusammenfällt. Denn neben der Türkei hängen auch noch zahlreiche andere Länder am Tropf ausländischer Investoren. Diese Abhängigkeit kann auf Dauer nicht gut gehen und genau deshalb sehen wir alle Jahre wieder eine Schuldenkrise in diesen Märkten.

Rückzug der Fed beschleunigt Abwärtsstrudel

Alle zeigen jetzt mit dem Finger auf die USA, die letzte Woche einen weiteren Schritt hin zur seriösen Geldpolitik unternommen und die Anleihekäufe um weitere 10 Mrd. Dollar reduziert haben. Dieser Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik hat den Rückzug der Kapitalgeber noch verstärkt und die Schwellenländer strudelartig abwärts gerissen. Mit der Folge, dass sich der Druck auf die Preisspirale weiter erhöht und den Abwanderungsdruck verstärkt.

Wie gesagt: Währungskrisen in Schwellenländern gab und gibt es immer wieder. Nehmen Sie diese für sich einfach als erneute Warnung, es mit Investments in solchen Märkten nicht zu übertreiben. Unser und auch Ihr Anlageschwerpunkt sollten weiterhin Europa (vor allem Deutschland) und die USA bleiben.

Die Devise lautet jetzt: Safety first für Ihren Kapitalschutz

Natürlich kann man jetzt als spekulativer Anleger auf eine Stabilisierung in der Türkei oder auch in Indien wetten (Argentinien wäre mir fast schon zu spekulativ). Doch wer auf Nummer sicher gehen will, muss aus den neusten Entwicklungen einfach die richtigen Schlüsse ziehen.

Er sollte mit seinem Geld im Euro/Dollar-Raum investieren. Allerhöchstens darf man als Fremdwährungen beispielsweise den Schweizer Franken oder die Norwegische Krone ins Auge fassen. Noch besser aber – und dabei bleibe ich – ist es, seinen Sachwerte-Anteil im Portfolio weiter auszubauen. Setzen Sie dabei in erster Linie auf die Sicherheit etablierter und gesunder Wirtschaftsräume. Auch wenn die Notenbanken in Indien und der Türkei nach Notsitzungen die Zinssätze kräftig angehoben haben, bleibt abzuwarten, wie es in den nächsten Tagen an den Börsen weitergeht.

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Ihr BNP Paribas Team



Noch wurde die Rechnung nicht ohne den Wirt gemacht

Diese Woche steht noch ein anderer wichtiger Terminpunkt auf der Agenda, der die Aktienmärkte wieder beflügeln könnte: Der EZB-Zinsentscheid. Denn auch wenn die USA die expansive Geldpolitik langsam zurückfahren, muss das Gleiche noch lange nicht für den Euro-Raum gelten: Mit einer gerade veröffentlichten Inflationsrate von 0,7% besteht, zumindest was die offiziellen Zahlen angeht, für die Euro-Zone die Gefahr einer Deflation. Daher richten sich alle Augen auf den EZB-Zinsentscheid am Donnerstag. Es wird spekuliert, dass Draghi und Co. die Zinsen weiter senken.

Uns steht also mal wieder eine spannende Woche bevor.

Herzliche Grüße

Ihr
Cliff Michel
Chefredakteur Smart Money Investor

PS: Auch wenn ich Ihnen gerade geraten habe, um Aktien und Anleihen aus Schwellenländern wie Argentinien und der Türkei einen großen Bogen zu machen: In einer der nächsten Smart Money Investor-Ausgaben werde ich einen Blick in Richtung Russland werfen, wo einige interessante Papiere sehr günstig bewertet sind. Interessiert? Dann bestellen Sie den Smart Money Investor gleich hier zum günstigen Kennenlernpreis.


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