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Ausgabe vom 21. Januar 2014 


  • Johnson & Johnson bleibt kaufenswert
             


Johnson & Johnson bleibt kaufenswert

von Jürgen Schmitt
Herausgeber BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

letzte Woche knackte der DAX sein Allzeithoch fulminant bei 9.789 Punkten. Gewinnmitnahmen waren die Folge. Gestern beflügelte nun eine unerwartete Geldspritze der chinesischen Zentralbank die Indizes. Die People's Bank of China hatte den heimischen Finanzinstituten überraschend umgerechnet 31 Mrd. Euro in Aussicht gestellt und damit die Furcht vor einer Kreditklemme gedämpft. Dies entspannte viele Anleger weltweit.

Aktien weiterhin alternativlos

Sicher kratzen die wichtigsten Indizes in Europa und den USA technisch gesehen am oberen Grenzbereich. Allerdings bleibt Anlegern zur Zeit eigentlich nur die Möglichkeit, auf Aktien zu setzen. Wegen der niedrigen Zinsen fehlen einfach die Anlagealternativen. So strömen gerade US-Anleger auf den deutschen Markt, da der DAX den US-Indizes noch leicht hinterherhinkt.

Diese Entwicklung geschieht vor dem Hintergrund der gerade gestarteten Berichtssaison, die bis auf einige Ausnahmen bisher eher positiv überrascht hat. Bei den derzeitigen Indexständen ist es daher auf jeden Fall ratsam, bei Neuinvestments erst einmal die kommenden Zahlen abzuwarten. Denn auch solide Zahlen führen augenblicklich eher zu Gewinnmitnahmen, die es geschickt auszunutzen gilt.

10.000 Punkte rücken beim DAX in Sichtweite

Auch wenn ich den DAX zum Jahresende bei 11.000 Punkten sehe, wird uns eine Konsolidierung oder Korrektur nicht erspart bleiben. Wenn die Wall Street mitspielt, wird der DAX jetzt aber erst einmal 10.000 Punkte in Angriff nehmen.

US-Berichtssaison nimmt Fahrt auf

Besonderes Augenmerk liegt daher diese Woche auf dem größten Kapitalmarkt der Welt, den USA. Mehr als 60 amerikanische Unternehmen veröffentlichen diese Woche ihre Zahlen. Interessant werden dürften die Zahlen der großen Konsum-, Industrie- und Technologiewerte wie McDonald's, Microsoft, IBM, United Technologies und Verizon, Procter & Gamble, aber auch die des Konsumgüter- und Medizintechnikproduzenten Johnson & Johnson. Letztere werden heute Nachmittag veröffentlicht.

Johnson & Johnson trennt die Spreu vom Weizen

Letzten Freitag wurde bestätigt, dass Johnson & Johnson sein Diagnostikgeschäft für 4,15 Mrd. Dollar an die Carlyle Group verkauft, nachdem einen Tag zuvor die ersten Gerüchte durchgesickert waren.

Der Geschäftsbereich Ortho Clinical Diagnostics stellt Tests etwa zur Bestimmung der Blutgruppe eines Patienten oder zur Untersuchung des Blutes auf Viren wie HIV und Hepatitis C her. Außerdem können diese Tests zur Diagnose von Herzinfarkten und zur Ermittlung von Herzschädigungen herangezogen werden. Der globale Markt für diese Bluttests ist laut früheren Angaben der Marktforscher Frost & Sullivan 46 Mrd. Dollar schwer und wächst jährlich um 6 bis 7%. Carlyle avancierte Ende 2013 zum Favoriten für die Übernahme von Ortho Clinical Diagnostics.

Die Private Equity-Gesellschaft hatte im November bei Investoren 13 Mrd. Dollar für Firmenkäufe eingesammelt. Seit Ende Dezember soll sie exklusive Verhandlungen mit dem Pharmakonzern geführt haben. Dem Milliardendeal müssen nun noch die Behörden zustimmen. Die Übernahme will der Investor aber bis Mitte 2014 abschließen. Johnson & Johnson trennte sich zuletzt von langsam wachsenden Unternehmensbereichen.

Herzliche Grüße

Ihr
Jürgen Schmitt

PS: Im BÖRSEN-SPIEGEL-Depot liegen wir dieses Jahr mit Johnson & Johnson bereits 4% im Plus. Der US-Wert beweist wieder einmal sehr gutes Geschick, neben attraktiven Zukäufen auch den Verkauf nicht ganz so profitabler Unternehmenssparten zu beherrschen. Wie Sie als Anleger mit der Aktie umgehen sollten, erfahren Sie wie immer im BÖRSEN-SPIEGEL. Testen Sie jetzt den BÖRSEN-SPIEGEL zum günstigen Schnupperpreis und setzen Sie auf die besten Empfehlungen der Analysten.



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